CeBIT 2009: Die PR hat’s auch nicht leicht

Allen Unkenrufen und Meldungen über zurückgehende Ausstellerzahlen zum Trotz bleibt die CeBIT die größte IT-Messe der Welt.  Nach wie vor ist man abends geschafft und geplättet von den Eindrücken, Informationen und Gesprächen. Und dass in solch weltwirtschaftlich schwierigen Zeiten, der Prunk und Protz vergangener Jahre zurückgeschraubt wird, ist eher wohltuend. Die Probleme der Messe sind inhaltlicher Natur: Die CeBIT wird dem Zusammenwachsen von Internet, Diensten und Infrastruktur nicht gerecht. Aber vielleicht kann sie das auch gar nicht? Zu groß ist der Gegensatz zwischen den Herstellern von Kisten und der Web-2.0-Gemeinde.  Thomas Knüwer vom Handelsblatt beschreibt diesen Gegensatz sehr schön in seinem Beitrag.

Besonders deutlich wird der Gegensatz am Dresscode: In Halle 6 mit der Webciety dreht sich alles um Suchmaschinenoptimierung, Twitter, Web 2.0, IPTV und Shopsysteme. Krawatten sind dort allerdings Fehlanzeige und wer in Anzug und Hemd unterwegs ist, gehört fast schon zum Establishment. In den anderen Hallen sind durchgängig die von Thomas Knüwer erwähnten grauen Herren anzutreffen. Nicht nur für die Messe, sondern auch für uns PR-Schaffende erwächst daraus ein Problem. Da ich Kunden in verschiedenen Hallen (darunter auch die besagte Halle 6) betreue bin ich latent over- oder underdressed. Allein schon deswegen hoffe ich, dass sich Web und Infrastruktur bald richtig gut verstehen.

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Über den Verfasser

Martin Kurth
betreut bei Sympra Kunden und Themen aus Mobilität, IT und Telekommunikation und ist Ansprechpartner, wenn es um Web 2.0, Web 3D, Social Commerce oder andere Cyberthemen geht. Das Themengebiet Suchmaschinen hat es ihm besonders angetan.



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