Archiv für Juni, 2009

Mit Social Media Monitoring Risiken reduzieren

Sm2-300x191 in Mit Social Media Monitoring Risiken reduzierenNicht nur Pädagogen werden auf Internetseiten wie spickmich.de von ihren Schülern auf fachliche Kompetenz, Motivation oder Beliebtheit beurteilt. Mittlerweile sind für viele Dienstleister wie, Finanzberater, Kliniken, sowie ansatzweise auch für Handwerker oder Rechtsanwälte, Bewertungen im Netz abrufbar. Eine schöne Sache für Kunden, die dank dem virtuellen Erfahrungsaustausch mit anderen Klienten einen guten Überblick gewinnen und ihr Risiko bei der Beauftragung reduzieren. Gleichzeitig hat sich der Einfluss des Kunden auf den Anbieter deutlich erhöht, denn seine Erfahrungen erreichen nicht mehr nur den nächsten Bekanntenkreis, sondern können ohne großen Aufwand einem potenziellen Millionenpublikum mitgeteilt werden. Auch Arbeitnehmer befinden sich unter anderem dank der Seite kununu.com in dieser gestärkten Position. Hier können sie ihre Arbeitgeber in insgesamt 13 Kategorien wie Chefs, Arbeitsatmosphäre oder Kommunikation beurteilen.

Für die betroffenen Unternehmen bietet diese erhöhte Transparenz nicht nur Vorteile, sondern kann bei negativen Beurteilungen auch schnell zum Problem werden und womöglich rufschädigend sein, wenn sie sich über die verschiedenen Onlinekanäle multipliziert haben. Um dies zu verhindern, ist ein Mindestmaß an Aktivität im Internet ein Muss: Nur wer intensiv in die virtuelle Welt hineinhorcht, kann den Überblick darüber behalten, was im Netz passiert und die neue Transparenz positiv nutzen. Die Basis hierzu bildet ein dauerhaftes Online-Monitoring. Dass dieses unbedingt auch auf Social Media wie Twitter, Facebook oder Blogs auszuweiten ist, zeigt ein aktuelles Beispiel: Die Arbeitgeberbewertungen von kununu.com finden sich nicht mehr nur auf der Internetseite sondern werden zusätzlich via Twitter an eine stetig wachsende Followership verbreitet. So erreichen die Beurteilungen der Arbeitsbedingungen Kunden, Wettbewerber und potentielle Mitarbeiter in Echtzeit und verbreiten sich in der Twitter-Community in rasanter Geschwindigkeit.

Der finanzielle und zeitliche Aufwand, diese Stimmen zu hören, muss für Unternehmen dabei nicht groß sein. Neben kostenpflichtigen Angeboten bietet das Internet zahlreiche Gratisinstrumente, die zum Monitoring genutzt werden können. Google Trends oder Alerts, die Suchfunktion von Twitter (search.twitter.com) oder der Dienst Twingly.com ermöglichen es, zu Schlagworten wie z.B. dem Firmennamen aktuelle Ergebnisse aus dem Netz zu erhalten. Werden negative Kommentare gefunden, können Unternehmen durch Darstellung der eigenen Position angemessen reagieren.

Social-Media-Seminar mit Sympra

Social Media in Social-Media-Seminar mit Sympra

Das Potenzial von Twitter, Facebook & Co. ist nicht erst seit dem amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf bekannt und zeigt sich unter anderem in den immensen Zuwachsraten. Auch die Studenten der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Stuttgart zeigten bereits bei einem Vortrag von Sympra-Geschäftsführer Veit Mathauer im März großes Interesse an dem Thema Web 2.0. Daran anknüpfend referierte Sympra am 17. Juni erneut – diesmal zu den Chancen und Risiken von Social Media.

Mit Projekten wie DemokratieZweiNull engagiert sich die PR-Agentur Sympra seit längerem stark im Bereich Web 2.0 und präsentierte den interessierten Studenten und Dozenten die wichtigsten Grundregeln im Umgang mit Social Media und Social Networks. Besonderes Interesse brachte das Publikum dabei der Twitter-Community entgegen. Kein Wunder – die Kombination aus Micro-Blog und Netzwerk ermöglicht durch die niedrige Kontaktschwelle schnelle, unkomplizierte Bindungen. Doch wie sich in der Diskussion zeigte, ist die Unsicherheit bezüglich der angemessenen Nutzung und möglicher Risiken nach wie vor groß.

„Entscheidend im Umgang mit Social Media“, so Social-Media-Experte Bernhard Jodeleit, „ist ein dialogorientiertes und authentisches Auftreten mit individuellem Stil.“ Je nach Kontext kann so die Frage nach Themenrelevanz oder Emotionalität ganz unterschiedlich beantwortet werden. Generell gilt jedoch nach wie vor: Social Media stellen einen öffentlichen Raum dar. Kommuniziert werden sollte folglich nur, was man auch in anderen öffentlichen Situationen frei von sich geben würde. Denn was einmal veröffentlicht ist, multipliziert sich, beispielsweise über RSS-Feeds, in kürzester Zeit, so dass ein komplettes Löschen unmöglich wird. Gerade für Unternehmen gilt außerdem das Gebot der Transparenz. Gefälschte User-Meinungen etwa kommen schnell ans Licht und ruinieren die Glaubwürdigkeit.

Auch die Zukunft der Social Media wurde intensiv diskutiert. Ob nun Twitter weiter exponentiell wächst oder Social Networks wie StudiVZ oder Facebook durch ihre erweiterten Funktionen langfristig siegen, ist dabei schwer zu prognostizieren. „Wachsende Vielfalt und hohe Dynamik machen es schwer, valide Voraussagen zu treffen. Das Potenzial ist aber auf jeden Fall groß“, betont er, „weshalb es ratsam ist, durch ein solides Monitoring zumindest auf die Inhalte vorbereitet zu sein“. Auch der eigene Auftritt im Social Web entwickelt sich von der Kür immer mehr zur Pflicht und bietet große Chancen zum Imageaufbau – vorausgesetzt natürlich der Aufbau erfolgt nach professionellen Kriterien.

Sympra-Projekt DemokratieZweiNull: www.demokratiezweinull.de

[Illustration:  Francis Anderson]

Vom Arbeiten in einem internationalen Agenturnetzwerk

International PR Sympra in Vom Arbeiten in einem internationalen AgenturnetzwerkDie Welt ist ein Dorf geworden. Nicht nur große Konzerne müssen sich darauf einstellen: Auch viele kleine und mittlere Unternehmen stehen früher oder später vor der Herausforderung, ihre Produkte und Dienstleistungen auch im Ausland anzubieten. Damit einher geht unmittelbar der Bedarf an internationaler Kommunikation. Global abgestimmt und doch an nationale und regionale Gegebenheiten angepasst, so sollte sich ein zeitgemäßes Unternehmen heute präsentieren.

Sympra kommt dem steigenden Bedarf an grenzüberschreitenden Public-Relations-Aktivitäten seit einigen Jahren verstärkt entgegen: Statt sich einem etablierten Agenturnetzwerk anzuschließen, hat die Stuttgarter PR-Agentur mit Büros in Berlin und München mit den Anstoß zur Gründung eines eigenen Netzwerks inhabergeführter PR-Agenturen mit hohem Qualitätsanspruch gegeben. Über die Erfahrungen im und mit dem Public Relations Network (PRN) berichtete Sympra-Geschäftsführer Veit Mathauer am Abend des 15. Juni 2008 bei einer Veranstaltung der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG), die bei Sympra in Stuttgart stattfand. Titel der Abendveranstaltung: “Hitting the Headlines – vom Arbeiten in internationalen Agenturnetzwerken”.

Netzwerk bietet Zugriff auf PR-Agenturen in 21 Ländern

Ausschlaggebend für den Aufbau des internationalen Netzwerks von PR-Agenturen war laut Veit Mathauer der Wunsch vieler Kunden, im Bedarfsfall rasch international Public Relations aufbauen und nutzen zu können. Für Sympra sei PRN eine wichtige Infrastruktur, auf deren Basis die Agentur auf Anfragen reagieren könne. Nach einem Testbetrieb 2005 und der Gründung mit neun Mitgliedern im Jahr 2006 ist das Netzwerk bis Juni 2009 auf 21 Mitglieder in unterschiedlichen Ländern angewachsen, Tendenz rasch steigend. Ein dreiköpfiges Board unter anderem mit Sympra-Beteiligung, zwei Mitgliederversammlungen jährlich, verschiedene interne Kommunikationstools wie ein Newsletter sowie ein teilweise durch Umlagen finanziertes Sekretariat, das von Deutschland und Italien gemeinsam gemanagt wird, sorgen für den operativen Zusammenhalt. Ein “Bill of Rights” definiert die Regeln im Miteinander und sorgt dafür, dass der Umgang zwischen den Partneragenturen fair bleibt.

Input und Output stehen bei der internationalen Zusammenarbeit in direktem Verhältnis, so Mathauer. Mitgliedsagenturen, die sich eher passiv verhielten, seien mitunter vom Ergebnis des internationalen Networking enttäuscht. Aktivere Netzwerkmitglieder würden daher stärker profitieren und PRN in höherem Maße als Katalysator fürs Neugeschäft betrachten. Ein Geben und Nehmen, das ganz nebenbei jede Menge organisatorische und kulturelle Hürden meistern muss. Anhand einiger unterhaltsamer Beispiele skizzierte Mathauer die durchaus unterschiedliche Herangehensweise von PR-Agenturen in aller Welt an ein und dieselbe Aufgabe. Wenn Italiener mit Indern, Franzosen und Deutschen an einem Projekt arbeiten, dann kann man sich vorstellen, dass kulturelle Unterschiede auftreten können – umso wichtiger, dass enge persönliche Beziehungen als Grundlage den Projekterfolg dennoch sichern. Vineeta Manglani, die bei Sympra als Native Speaker für internationale Aktivitäten zuständig ist, betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig es sei, dass die internationalen Partner “like-minded” sind, also gleichgesinnt, handverlesen. Dass PRN-Mitglieder sich bei den Mitgliederversammlungen des Agenturnetzwerks persönlich kennenlernten, sei von unschätzbarem Wert und helfe bei der Auswahl der richtigen Partner. “It’s people Business”, hatte auch Veit Mathauer in seinen Präsentationsfolien formuliert.

Wie unkompliziert und schlank innerhalb des Agenturnetzwerks kommuniziert wird, demonstrierte eine Videokonferenz: Während der Abendveranstaltung wurde Gaye Carleton von der US-Partneragentur Mantra zugeschaltet und berichtete live darüber, die sie das Unternehmen Kärcher aus Winnenden mit dessen Reinigungsaktion für die “Space Needle” in Seattle in die Medien gebracht hatte – New York Times inklusive. Dabei sei es von großem Wert gewesen, mit Sympra einen Ansprechpartner vor Ort in Deutschland zu haben.

Demnächst Public Relations auch in Dubai, Osteuropa, Südostasien und Kanada

Die nächsten Highlights für PRN stehen bereits fest: Neben der Ende Juni 2009 anstehenden Mitgliederversammlung in New York soll es sich dabei um die Aufnahme von Neumitgliedern in Dubai, Osteuropa, Südostasien und Kanada handeln.

Vortragsfolien von Veit Mathauer zum DPRG-Event

Links:

Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG): www.dprg.de
Kärcher reinigt die Space Needle: www.karcher.de/de/Sponsoring/Kultur-Sponsoring/Space_Needle.htm
Public Relations Network (PRN): www.pr-network.biz

DMMK 2009: Relevanz als Schlüssel

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DMMK 2009 (Foto: flickr - _kcu)

Wandel in der Medienlandschaft – Thema Nr. 1 beim Deutschen Multimedia Kongress DMMK in Berlin. Das von der MFG Baden-Württemberg (einem Sympra-Kunden) veranstaltete Event war außerordentlich gut besucht und begleitet von spannenden Diskussionen sowohl vorort im Berliner e-Werk als auch bei Twitter.

Zu den Highlights zählten die beiden Keynotes am Vormittag des 9. Juni: Internet-Vordenker Clay Shirky und Amir Kassaei, CCO der DDB GroupGermany, beleuchteten den aktuellen, durch dialogorientierte Internet-Anwendungen ausgelösten und durch die Wirtschaftskrise beschleunigten Medienwandel. Relevanz der Botschaften für die jeweiligen Zielgruppen und eine so flexibel wie nie arbeitende Orchestration der unterschiedlichen Kanäle. Dabei sei es wichtig, den Konsumenten Orientierung zu bieten, so Kassaei, der den Marketingverantwortlichen attestierte, diesbezüglich Feuer mit Benzin zu löschen. Er spitzte seine Kritik auf die Aussage zu, Awareness sei tot, die Marketingblase werde platzen. Relevanz dagegen sei der Schlüssel zum Erfolg.

Einige sehr interessante Aussagen von Clay Shirky möchte ich kurz streifen:

  • Erst wenn die Technik langweilt, entfalten Anwendungen ihre soziale Relevanz.

    Hier hat Shirky absolut recht, die Beispiele liegen auf der Hand. Ein Blick auf das Beispiel Mobiltelefone zeigt eindrucksvoll, wie eine Technologie unseren Alltag verändern kann, wenn sie erst einmal mit ausreichend hoher Zuverlässigkeit und Nutzungsdichte im Markt ist. Wer nutzte SMS, als SMS noch exotisch und kaum bekannt war? Hype-Themen wie Social Media stehen da noch ganz am Anfang.

  • Die Zeiten des rundfunkartigen Aussendens von Botschaften sind vorbei.

    Zielgruppen unterhalten sich untereinander. Und Targeting hin oder her: Was relevant und interessant zu sein hat, das kann ein Werber, Journalist oder Marketingmensch in Zukunft vielleicht nicht mehr ganz so einfach wie zu den besten Zeiten von TV nach Gutdünken und dicken Etats festlegen. Gewisse Tendenzen zur Übertreibung waren hier aus meiner Sicht jedoch nicht vom Tisch zu wischen – dem Geiste nach, der auf dem DMMK wehte, sind Massenmedien eigentlich schon tot.

  • Die Kanäle rücken in den Hintergrund und werden immer flexibler.

    An praktischen Beispielen aus der Blogosphäre machte Clay Shirky deutlich, was er unter “Accidental Media” versteht – aus einem Blog mit rein privatem Content kann über Nacht die wichtigste Plattform für den Austausch über einen Staatsstreich werden. Schon Tage später kann dem entsprechenden Blogger das Thema auf die Nerven gehen, er hat es nicht nötig, Zielgruppen zu bedienen, und schickt sie weg („Hey, das ist mein privates Blog – wenn’s Euch nicht passt, bleibt eben weg.“)  Fazit: Die Kommunikationskanäle und die genutzten Medien ändern sich heute so schnell wie ehemals die Themen. Wie erreiche ich also meine Zielgruppen? Shirky rief zu Experimentierfreude auf. Gefragt seien nicht nur die großen, revolutionären Ideen. Es komme darauf an, viele kleine Ideen auszuprobieren.

Alles in allem war der DMMK eine schöne Gelegenheit, kommunikative Trends im Web und in den Medien im Krisenjahr 2009 einmal mehr konstruktiv zu reflektieren und beruhigt festzustellen: Wer auf die derzeitigen Umbrüche mit mehr Kreativität in Werbung, Marketing und PR reagiert, der hat gute Chancen, aus der Krise gestärkt hervorzugehen.

Deutscher Multimedia-Kongress DMMK
Mehr zu Amir Kassaeis Thesen bei onetoone.de
MFG Baden-Württemberg

Erfolgreiche Online-PR dank Video

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Bewegte Bilder bewegen oft mehr als statische. Deshalb gibt es schon seit vielen Jahren in den meisten Unternehmen für Besucher keine Diaschau mehr zu sehen, sondern einen „Imagefilm“. Auch Online-Medien arbeiten heute kaum noch ohne Videos. Ob „Spiegel“, „Bild“ oder „Die Welt“ – der Einsatz von Internet-Videos wird für Journalisten, aber auch für PR-Verantwortliche ein immer wichtigerer Trend. Denn gerade junge Zielgruppen nutzen kaum noch klassische Medien. Die Informationsbeschaffung erfolgt mehr und mehr über Online-Portale, Social Networks, Internetmedien und eben Videos. Mittlerweile stehen mehr als drei Milliarden Filme im Internet bereit, knapp 30 Millionen Online-Zuschauer gibt es weltweit, die Hälfte davon sieht sich Videos auf YouTube, Myvideo und Google an. Zwischen Dezember 2007 und Dezember 2008 hat die Zahl der Nutzer Studien zufolge um 10 Prozent zugenommen – Tendenz steigend.

Dass der Einsatz von Online-Videos in Redaktionen und PR-Agenturen immer beliebter wird, hat unterschiedliche Gründe: Zum einen bieten Filme im Internet nicht nur eine große Reichweite, sondern sind auch einfach zu bedienen und kostengünstig zu verbreiten. Hinzu kommt, dass mit bewegten Bildern Inhalte in einer emotionalen Art und Weise transportiert werden können, wie sie ein Text kaum erreichen kann. Auch komplexe Themen lassen sich mit Videos einfacher und verständlicher vermitteln. Klar ist also: Internet-Videos und bewegte Bilder sind ein Trend, dem sich PR- und Marketing-Experten stellen müssen und den sie lernen müssen zu nutzen.

PR hat Nachholbedarf

Die PR-Branche hat im Vergleich zum Journalismus in diesem Bereich noch starken Nachholbedarf. Eine Studie der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der dpa-Tochter news aktuell mit 2.400 Teilnehmern zeigt, dass sich viele PR-Verantwortliche bisher kaum mit Video-Content im Internet beschäftigt haben. Im Gegensatz dazu geben 60 Prozent der befragten Journalisten an, dass ihre Redaktion bereits Bewegtbilder im Internetauftritt anbietet. Bei den Pressestellen und PR-Agenturen arbeiten bislang nur 40 Prozent der Befragten mit Video-Content. Jede siebte PR-Abteilung oder Agentur plant aber entsprechende Aktivitäten für die Zukunft.

Das größte Potenzial für Bewegtbild sehen PR-Fachkräfte bei der Unternehmenskommunikation mit eigenen Medien und in der Pressearbeit: Fast alle Studienteilnehmer finden, dass sich Online-Videos für Corporate Publishing – also zum Beispiel für Imagefilme von Unternehmen – effektiv einsetzen lassen, drei Viertel sehen die größten Chancen für Bewegtbild in der Presse- und Medienarbeit. Auch Web-2.0-Kommunikation, Interne Kommunikation und Investor Relations werden als mögliche Einsatzfelder genannt.

Im Gegensatz zu Pressestellen und PR-Agenturen produzieren Journalisten ihren Video-Content vorwiegend selbst, während die Mehrzahl der Befragten aus der PR externe Dienstleister beauftragt. Grund dafür ist häufig ein Mangel an Know-how, was die Erstellung von Internet-Videos angeht. So berichtet die Mehrheit aller Befragten, keine oder wenig Erfahrung in der Konzeption, Produktion, Nachbearbeitung, Distribution und Evaluation von Bewegtbildern zu haben.

Qualität ist das oberste Gebot

Ist kein ausreichendes technisches Wissen vorhanden, sollten Unternehmen und PR-Verantwortliche auf selbst produzierte Videos verzichten. Besser ist es, einen professionellen Dienstleister mit der Erstellung eines Online-Videos zu beauftragen, denn heute ist ein Kurzfilm oder Imagetrailer preiswerter denn je produzierbar und kann in vielen kostenlosen Video-Portalen unentgeltlich bereitgestellt werden. So lässt sich beispielsweise eine Pressemitteilung oder ein Online-Fachartikel durch ein aussagekräftiges oder erklärendes Video ergänzen. Ein gut gemachter Film erspart lange Erklärungstexte, unterhält und ist kurzweilig. Dennoch versteht der Zuschauer, worum es geht und erfährt, was das Neue an einem Produkt ist oder welchen Vorteil eine bestimmte Dienstleistung bietet.

Eine weitere Möglichkeit im Rahmen von Online-Videos ergibt sich auch für den Business-to-Business-Bereich – ob es um geschäftliche Produkte, Dienstleistungen bei Case Studies oder um Anwenderberichte geht. So lassen sich zum Beispiel Kunden-Statements mit Empfehlungen wesentlich glaubhafter in Form einer Video-Einspielung darstellen. Und wer die Chance nutzt, den Einsatz seiner B2B-Produkte bei Geschäftskunden als Film zu dokumentieren, hat sowohl an Glaubwürdigkeit als auch an vertrieblicher Wirksamkeit seines Anwenderberichts gewonnen. Generell bieten sich zudem Interviews oder Statements unabhängiger Experten als zusätzliche Möglichkeit an, glaubwürdig per Video zu kommunizieren.

Doch egal, welche Inhalte vermittelt werden – grundsätzlich gilt: PR-Videos im Internet dürfen keinen werblichen Charakter haben, sondern müssen das Informationsinteresse der Zuschauer befriedigen. Dabei ist Qualität die oberste Prämisse. Das technische und journalistische Handwerkszeug müssen stimmen und auch der Inhalt muss den jeweiligen Märkten und Nutzern angepasst sein. Nur so kann Video-PR ihre Ziele und Zielgruppen erreichen und als wirksames Instrument des viralen Marketings eingesetzt werden.

Bewegtbildkommunikation als Instrument in wirtschaftlich schwierigen Zeiten?

Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise will der Einsatz der richtigen Kommunikationsinstrumente gut überlegt sein. Wie erreicht man am besten welche Zielgruppe? Was bringt welches Instrument? Steht der Nutzen im Verhältnis zum personellen und finanziellen Aufwand? Und wie können neue Instrumente in die bestehende Kommunikation integriert und optimal eingesetzt werden?

Antworten auf diese und andere Fragen bietet die Veranstaltung „Unternehmenskommunikation mit begrenztem Etat – was tun in der Krise? Warum es sich lohnt, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten über den Einsatz der richtigen Instrumente nachzudenken.“, organisiert von Sympra in Zusammenarbeit mit AV Medien. Der Event findet am 26. Juni 2009 von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr in den Räumlichkeiten der Fernsehproduktion „moving pictures“, Kornbergstraße 36 in Stuttgart statt. Weitere Informationen sowie Video-Statements der Referenten finden Sie unter: http://www.avmedien.com/avbusinesspictures/veranstaltung/info.php

Sympra-Podcast: Meinungsbildung im Web

Twin Sq-150x150 in Sympra-Podcast: Meinungsbildung im WebDemokratieZweiNull – Wahlkampf im Web: Unter diesem Motto hat Sympra mit Partnern nicht nur eine erfolgreiche Veranstaltung mit 130 Besuchern in Stuttgart durchgeführt, sondern im Mai 2009 zudem in der virtuellen Welt Twinity referiert (siehe Bericht). Wir freuen uns, den Vortrag von Veit Mathauer und Bernhard Jodeleit jetzt auch als Podcast anbieten zu können. Details zur Community und Veranstaltungsreihe DemokratieZweiNull finden sich auf der Aktions-Website.

Sympra-Podcast

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