Archiv für September, 2009

Baden-württembergische Kreativwirtschaft auf Wachstumskurs – und Sympra mitten drin!

080623 Header Create Li in Baden-württembergische Kreativwirtschaft auf Wachstumskurs – und Sympra mitten drin!Die Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg ist – auch in Zeiten der Krise – gut aufgestellt. Als besonders zukunftsträchtig erweist sich der Bereich Werbung/Marktkommunikation/PR auf, der 22 Prozent zum Gesamtumsatzes der baden-württembergischen Kreativwirtschaft beibringt. Hohes Potenzial weist außerdem der Bereich Software/Games aus; mit einem Anteil von 21 Prozent am Gesamtumsatz liegt er weit über dem Bundesdurchschnitt (14 Prozent). Das ist das Ergebnis einer Studie der Prognos AG, die im Auftrag der MFG Baden-Württemberg im Rahmen des EU-Projekts CReATE durchgeführt wurde. Sie liefert erstmals detaillierte Informationen zur Struktur und Wirtschaftsstärke der baden-württembergischen Kreativwirtschaft für den Zeitraum von 2003 bis 2007. Um ein aussagekräftiges Bild zu zeichnen, haben die Experten die Branche nach ihren Teilbereichen separat analysiert: Software/Games, Werbung/Marktkommunikation/PR, Print und Medien, Design/Medienkunst/Architektur sowie Film/Fernsehen und Musik. Die CReATE-Unternehmen setzten in Baden-Württemberg 2007 insgesamt rund 27,2 Milliarden Euro um. Dies sind knapp drei Prozent des Umsatzes der Gesamtwirtschaft des Landes. Dabei wird deutlich, dass der Branchenkomplex im Verhältnis zum erwirtschafteten Umsatz sehr beschäftigungsintensiv ist.

Eine der Boomregionen: Stuttgart. Die Studie gibt zudem Auskunft über die regionalen Besonderheiten der Kreativwirtschaft im Land. Stark konzentriert ist die Branche in der Region Stuttgart –hier arbeitet mit  85.300 Personen mehr als ein Drittel der insgesamt 248.500 Erwerbstätigen, die der Branche zugeordnet werden können. Über alle Wirtschaftsgruppen hinweg sind in der Region Stuttgart dagegen lediglich 27 Prozent der Erwerbstätigen konzentriert. Durch diese Differenz wird deutlich, dass eine hohe Affinität des Branchenkomplexes CReATE zu urbanen Regionen und Zentren besteht. (Die detaillierten Ergebnisse der Studie „Quantitative Analyse der CReATE-Branchen in Baden-Württemberg“ stehen unter hier zum kostenlosen Download bereit.)

CWF2009 LOGO DATUM 4C in Baden-württembergische Kreativwirtschaft auf Wachstumskurs – und Sympra mitten drin!Was macht kreative Regionen aus und was macht sie attraktiv für Talente, Kreative und die Creative Class? Mit diesen Fragestellungen beschäftigen sich auch internationale beim Creativity World Forum 2009, das Anfang Dezember in Ludwigsburg stattfindet. In den Experten-Panels der Districts of Creativity präsentieren und diskutieren sie internationale Initiativen, Förderansätze im Bereich der Kreativwirtschaft und Strategien für die Standortentwicklung.

Distributed Conversations – ist Ihr Unternehmen reif dafür?

Schwan-photocase-zettberlin-300x199 in Distributed Conversations - ist Ihr Unternehmen reif dafür?

Konversation findet heute überall statt. (Foto: zettberlin | photocase)

Sebastian Küpers berichtet in einem sehr interessanten Posting über “Distributed Conversations”. Distributed – was? Hinter dem schicken Terminus verbirgt sich nichts anderes als die Tatsache, dass Web-Nutzer auf unterschiedlichsten Plattformen über Themen, Marken, Personen schreiben können. Jemand schreibt etwas auf Twitter, ich sehe und beantworte es auf Facebook. Die Antwort auf eine Aussage oder einen  Beitrag muss nicht auf der ursprünglichen Plattform stattfinden – dieses Blogposting ist das beste Beispiel dafür. Im Ansatz entstand es als Kommentar unter Sebastians Posting, letztlich beschloss ich dann, es zu einem eigenen Posting zu machen. Dennoch ist der Bezug via Trackback und Verlinkung noch klar dokumentiert.

Sebastian Küpers greift das Phänomen der Distributed Conversations am Beispiel von Google Sidewiki auf, einem Dienst, der es erlaubt, über eine beliebige Website zu diskutieren und diese zu kommentieren, ohne dass es die Website selbst unterstützt. Kommentare können mit diesem, aber auch mit anderen Tools, auch zu Websites abgegeben werden, die selbst keine Kommentarfunktion bieten.

Für Unternehmen, die im Web dialogorientiert präsent sein möchten, sind diese beschriebenen “Distributed Conversations” eine Herausforderung und im ersten Schritt Kontrollverlust pur. Aber auch eine ganz neue Chance.

Wenn ich als PR-Mensch Kommunikationskonzepte schreibe und Kunden berate, beziehe ich diese neue Realität grundsätzlich mit ein. Mithilfe von Social Media Newsrooms auf Basis von Blogsoftware und den von Sebastian Küpers beschriebenen Aggregationstools wie Disqus, das wir auch hier im Sympra-Blog verwenden, lässt sich eine Unternehmenspräsenz im Web aufbauen, die voll auf Distributed Conversations eingestellt ist – technisch betrachtet. Kommen dann noch Verständnis, Wachsamkeit und Dialogbereitschaft beim Unternehmen hinzu, ist das die Basis für erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit im Social Web.

Was passiert, wenn man die technischen Feedbackkanäle lediglich als Vehikel nutzt, aber keine unternehmensweite Dialogbereitschaft vorhanden ist, haben Fälle in der jüngeren Vergangenheit gezeigt. Ein großer Telekommunikationsanbieter etwa hatte eine werbelastige  Pressekonferenz ins Web gestreamt und unter großem Trommeln das Feedback via Facebook auf der zugehörigen Microsite eingebunden. Zu groß der Spannungsbogen zwischen den frontalen Werbeaussagen und der angestrebten Dialogorientierung – es knallte, das öffentliche Urteil war vernichtend.

Nicht erst seit diesem Vorfall ist klar: Distributed Conversations lassen sich nicht allein mit Technik beeinflussen, es müssen vor allem Kommunikationsstrategie, Zuständigkeiten und ein gemeinsames Werteverständnis im Unternehmen gewährleistet sein. PR-Verantwortliche sind hier aus meiner Sicht die zentrale Schaltstelle. Sie sind es, die Social Media Guidelines für das gesamte Unternehmen erarbeiten müssen. Und damit dafür sorgen, dass Distributed Conversations für die von ihnen vertretene Marke primär Chancen bringen – nicht böse Überraschungen.

dmexco 2009: Die Online-Branche wird (er)wachsen

Der Wechsel von OMD zu dmexco bedeutet nicht nur einen Umzug der wichtigsten deutschen Messe für digitales Marketing von Düsseldorf nach Köln. Von einer Messe der Start-ups, Vordenker, Geeks und Evangelists ist sie zu einer Fachmesse für Werbetreibende gereift. Die interessieren weniger die unbegrenzten Möglichkeiten des digitalen Marketings, sondern der konkrete wirtschaftliche Nutzen einzelner Instrumente.

Dmexco 09 014 031 Kl-150x150 in dmexco 2009: Die Online-Branche wird (er)wachsen

Der scheint groß zu sein. Das sorgt dafür, dass gerade in Zeiten der Krise das Online-Marketing einen großen Zuspruch erfährt. Die Messe war logischerweise ausgebucht und die Stände, Vorträge und die Außenanlagen mehr als gut besucht. Zu den Top-Themen der Messe gehörten die eher unspektaktulären Themen Vermarktung von Online-Werbeplätzen, Suchmaschinen-Marketing, E-Mail-Marketing. Zu den wenigen neuen Themen auf der Messe gehörte Social Media: Wie kann ich Twitter, Facebook und Co. für mein Marketing einsetzen? Und ganz wichtig: Wie kann ich monitoren, was da passiert?

“Die Branche hat einen erstaunlichen Wandel vollzogen und wird erwachsen”, beobachtet Christian Mauer, Geschäftsführer der auf Suchmaschinenoptimierung spezialisierten SUMO.  Der Sympra-Kunde gehört zu den Pionieren der Branche und stellt seit 2004 auf der OMD und nun auf der dmexco aus. Auch die Online-Kaufberatung dooyoo gehört inzwischen zum festen Ausstellerstamm. In diesem Jahr stellten die Berliner gemeinsam mit ihrer französischen Mutter LeGuide.com aus. Deren CEO, Dr. Corinne Lejbowicz, ist mit dem Verlauf der Messe zwar sehr zufrieden (”Die Messe ist wirklich sehr gut besucht.”), sieht aber die dmexco vom Status einer internationale Leitmesse noch weit entfernt: “Betrachtet man Aussteller und Besucher, ist das eine deutsche Messe.”

Mit der dmexco hat sich das digitale Marketing als Instrument im Kommunikationsmix der Untermehmen endgültig etabliert.

Links:

http://www.dmexco.de

http://www.sumo.de

http://www.dooyoo.de

http://www.leguide.com

Eine kleine Twitter-Success-Story

Alle reden von Twitter, viele nutzen es, manche wissen nicht warum. Dass dieser Kanal bzw. diese Plattform manchmal das Leben erleichtern kann, durfte ich vorgestern Nacht erleben.

Da organisieren wir also zusammen mit drei anderen GPRA-Agenturen eine interessante Veranstaltung zum Thema Social Media in München. Sympra hat dabei den Part “Konzept und Text Programmflyer” übernommen. Text ist geschrieben, Layout grob gescribbelt, zwei Bildvorschläge mitgeliefert. Der Grafiker entscheidet sich für das Bild einer Twitterwall auf dem Cover, ich verlautbare in die Runde, dass ich kurzfristig die Nutzungsrechte für das Bild einhole. (An dieser Stelle muss angeführt werden, dass das Bild von meinem Kollegen auf Flickr gefunden wurde, Kollege ist im Urlaub.) Ich glaube, ein mindestens so gutes Twitterwall-Foto ließe sich bestimmt schneller in einer Bilderdatenbank finden, ich bezahle ein paar Dollar und wir haben die Bildrechte – ganz unkompliziert. Erstaunlich: Ich durchforste rund ein Dutzend (!) professionelle Bilddatenbanken und finde wenige Fotos zum Stichwort “Twitter”, nicht ein einziges zu “Twitterwall”. Ich suche mithilfe von Google und werde ebenfalls kaum fündig: nur wenige Bilder, die meisten sind zu unscharf, es sind zu viele Menschen darauf oder es gibt andere Gründe, das Motiv nicht zu nehmen. Viel Auswahl habe ich nach der Google-Suche nicht; immerhin ein Bild – nämlich genau das, was mein Kollege favorisierte – taucht immer wieder auf.

2966680974 9a501f6a3e in Eine kleine Twitter-Success-StoryEs ist die Riesen-Twitterwall, die unlängst bei einem Barcamp aufgestellt wurde. Im Web finde ich die Bildquelle, ein Blog. Auf dem Blog ist an keiner Stelle ein Impressum oder sonst ein Hinweis, wie man den Autoren und Fotografen kontaktieren könnte.

Ich öffne Tweetdeck und ganz zufällig entdecke ich in der Spalte, in der ich Tweets zum Stichwort “Sympra” anzeigen lasse, den Tweet eines Herrn, der sich, etwas kryptisch, freut, dass wir sein Bild im Sympra-Blog verwendet haben. Ich habe den Fotografen gefunden! Sofort folge ich ihm, er mir aber nicht und daher kann ich ihm keine Direct Message (DM) schicken. Ich gehe in die Öffentlichkeit und twittere um 21.12 Uhr: “@((Twittername)) Ich hätte mal eine eilige Frage wg. Barcamp-Foto. Bitte mal DM zwecks Kontaktaufnahme. Dankeschön!” und hoffe, dass jemand, der Barcamps besucht, um diese Zeit noch online ist. Glück gehabt: Nur drei Minuten später erreicht mich der Tweet “Hallo auch. Worum geht es denn bei dem Barcamp Foto?”.  Ich schicke zwei DM mit meinem Anliegen, er antwortet per Reply @veit64, wir kommunizieren parallel per Mail, wir klären die Lizenzbedingungen, verhandeln ein – sehr faires – Honorar, er mailt mir um 23.31 Uhr das Bild in bester Druckqualität. Der Grafiker kann am nächsten Morgen mit der Reinzeichnung beginnen.

Die Lehren daraus?
a) Twitter ist auch ein Klasse-Tool zum Recherchieren. Ein bisschen Glück gehört dazu.
b) Twitter enables E-Commerce – wenigstens für den Fotografen der Twitterwall.
c) Bei nächster Gelegenheit lasse ich eine Twitterwall professionell fotografieren und biete das Foto mehreren Bilddatenbanken zum Verkauf an! Oder gleich auf eBay!

Schock-Videos im Internet – Top oder Flop?

 in Schock-Videos im Internet – Top oder Flop?

In Zeiten, in denen Video-Plattformen wie YouTube boomen, entscheiden sich immer mehr Unternehmen und Organisationen für die Kommunikation via Bewegtbild. Schließlich zeigen Videos wie der Nike-Werbespot mit Fußballstar Ronaldinho, dass junge Zielgruppen vor allem durch virales Marketing zu erreichen sind. Denn je häufiger ein Clip verschickt und von den Empfängern angeklickt wird, desto populärer wird meist die Marke, die dahinter steht.

Dass sich Videos mit außergewöhnlichen Inhalten in Windeseile verbreiten, beweist auch die aktuelle Anti-Aids-Kampagne der Initiative Regenbogen e.V., die als gemeinnütziger Selbsthilfeverein für die AIDS-Prävention kämpft: Das Licht im Kampagnen-Video ist gedimmt, man kann Mann und Frau nur schemenhaft erkennen. Die anschließende Sexszene ist jedoch eindeutig. Am Ende rückt das Gesicht des Mannes in den Fokus der Kamera, zu sehen ist Adolf Hitler. Danach folgt der Slogan: „AIDS ist ein Massenmörder. Schütz Dich!”

Regenbogen e.V. setzt in seiner Kommunikation auf Schock-Bilder von Hitler, Stalin und Saddam Hussein, um auf die Problematik von HIV und AIDS hinzuweisen. Bereits vor ihrer offiziellen Veröffentlichung kursierten die Plakate und Videospots im Internet und sorgten für heftige Kritik – aber auch für hohe Abrufzahlen.

Innerhalb kürzester Zeit geriet das Video nun in den Blickpunkt der Medien, nicht zuletzt durch den Aufschrei unterschiedlicher Organisationen, die den Clip als geschmacklos kritisierten: Die AIDS-Hilfe prüft derzeit rechtliche Schritte gegen den verantwortlichen Verein Regenbogen. Ihr Vorwurf: Der Spot mit einem Hitler-Imitator verhöhne die Opfer des Nationalsozialismus und setze HIV-positive Menschen mit Massenmördern gleich. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verurteilte die Kampagne scharf. Kurze Zeit später nahm YouTube das umstrittene Anti-Aids-Video von der Webseite. Anstelle des Clips war nur die Standardzeile zu lesen, das Video sei wegen eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen entfernt worden. Auf der Website des Vereins Regenbogen ist der Film aber nach wie vor zu sehen. Ob er künftig – wie geplant – auch im Fernsehen und im Kino gezeigt wird, bleibt abzuwarten.

Trotz aller Kritiken, die derzeit auf die Macher des Videos niederprasseln, hat der Clip die breite Masse zweifellos erreicht. Wer den Film nicht aus dem Internet kennt, wurde spätestens durch die umfangreiche Medienberichterstattung auf die Kampagne aufmerksam. Aber kommt die Botschaft, dass sich die junge Zielgruppe bewusst gegen HIV schützen sollte, überhaupt an? Oder weckt die Kampagne lediglich Emotionen wie Entsetzen oder gar Faszination über die aggressive Vorgehensweise der Werbung? Ist es „erlaubt“, Hitler und Stalin als Werbeträger einzusetzen? Bewegt sich der Film noch auf der Grenze des guten Geschmacks oder ist die Grenze hier längst überschritten?

Egal wie oft man sich den Film ansieht, ob der gewünschte Effekt des Schock-Videos eintritt und sich die Menschen bewusster vor AIDS schützen, bleibt fraglich. Klar ist nur, dass Provokationen wie diese verschiedenste Reaktionen hervorrufen, positive wie negative. Doch selbst wenn den Verantwortlichen nun rechtliche Schritte drohen – eine PR-Aktion, die solche Wellen schlägt, muss ihnen erstmal jemand nachmachen. Dann aber vielleicht eher mit einem Video, das nicht Gefahr läuft, die Würde von Menschen zu verletzen.

Kann PR die brand communities im Web steuern?

Die ersten Marken erobern die Welt der sozialen Netze und die Unternehmen, denen die Marken gehören erleben ein Hase-Igel-Dejavue. Ihre Marke ist schon längst da. Die eigenen Kunden waren schneller und haben sich vernetzt, eine eigene brand community gebildet und sich damit die Marke teilweise zu eigen gemacht.

Heute gibt es eine neben den Fans einer Marke, die sich über Fansiten zu ihrer Marke bekennen, eine Vielzahl etablierter, mehr oder weniger große und gut geführte brand communities, die die Positionen der jeweiligen Marken in den sozialen Plattformen besetzen. Aus den unterschiedlichsten Fansites und brand communities entstand und entsteht eine heterogene Landschaft unterschiedlich intensiver Markenbindung und unterschiedlicher Aktivität für die Marke.

Was auf den ersten Blick irritiert, ist zumindest hochinteressant.  Wir sehen auch ein Barometer der realen Markenstärke, denn nicht alle Marken schaffen es ihre Kunden und Freunden so zu aktivieren, das sie sich zu brand communities zusammenschließen.

Fashionbrands in Kann PR die brand communities im Web steuern?Wir sehen wie die Markenkommunikation der eigenen Marke den Unternehmen ein Stück weit aus der Hand genommen werden kann: Die Kommunikation über die Marke mit den treuesten Freunden der Marke findet weitgehend ohne die Markeninhaber statt, denn wofür eine Marke im Bewusstsein ihrer Kunden und des Markes steht, wird im Dialog der Menschen untereinander definiert und dieser Dialog findet zunehmend dort statt, wo die Markenkommunikation noch nicht etabliert und künftig bestenfalls zu Gast ist.

Das hat Konsequenzen. Die Qualität der brand communities und die Inhalte der Kommunikation in den brand communities ist für die Marke und das Unternehmen dahinter alles andere als unwichtig. Diese Position für das Unternehmen zurück zu erobern, dürfte alles andere als einfach sein. Dazu ist Fingerspitzengefühl nötig. Unsensibles handeln würde wertvolle Markenevangelisten vergrätzen, die ihre brand community aufgebaut haben. Sich gegen die treuesten Markenfans zu stellen, ist sicher nicht empfehlenswert.

Für mich stellt sich die Frage, ob diese sensible Aufgabe – Einfluss auf die Kommunikation über die Marke in den bereits bestehenden brand communities zu nehmen – nicht bei der PR angesiedelt sein könnte. Dort hat man Erfahrung damit, wie mit Fingerspitzengefühl, hilfreicher Unterstützung und intensivem Dialog auf Kommunikation einzugehen ist.  Im klassischen Marketing steht sie zumindest nicht in dieser Qualität und Quantität zur Verfügung. Diese Kompetenz im Marketing aufzubauen kostet Zeit und das ist in diesem extrem schnellen Umfeld besonders fragwürdig. Wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich der Markt.  Und für viele Unternehmen beginnt bereits jetzt eine schwierige Aufholjagd.