Archiv für September, 2010

Twitter-Marketing

Twitter Cover in Twitter-Marketing„Wer mitmacht gewinnt!“ ist der Untertitel des Sammelbands zum Thema Online-Marketing via Twitter, das in diesen Tagen auf den Markt kam. Die Herausgeber – Sonja Salmen und Helmut Beckmann – stellen darin sehr anschaulich dar, wie Unternehmen und Organisationen vom Einsatz von Social-Media-Plattformen profitieren können. So wird beispielsweise ausführlich auf die Funktionsweise des Microbloggingdienstes Twitter, auf seine Einbindung in Unternehmenskommunikation und Marketing sowie auf verschiedene Tools eingegangen.

Im Praxisteil erfahren die Leser, wie Twitter (und ein paar andere Social-Media-Instrumente) konkret eingesetzt wurden und werden, um neue und alte Zielgruppen mit Informationen zu versorgen. Die Deutsche Telekom berichtet über ihre Erfahrungen mit dem Account „telekom_hilft“ und BMW erklärt, wie Inhalte für die verschiedenen Microbloggingkanäle des Konzerns generiert und verteilt werden. Sympra beschreibt den Weg der Agentur ins Social Web, die Plattformen, die wir nutzen, warum wir das tun und was es uns bringt. Ein weiteres Beispiel beleuchtet den Bildungskongress unseres Kooperationspartner Know How! AG, den wir gemeinsam mithilfe von Social-Media-Relations bekannt gemacht haben; hier spielte unter anderem der strategische Aufbau der Twitter-Gefolgschaft eine wichtige Rolle.

Als Co-Autor kann ich die Lektüre des Buches natürlich nur wärmstens empfehlen. Wer einen ersten Eindruck von den Inhalten bekommen möchte, kann auf Amazon.de ein wenig im Buch blättern.

Das Buch erscheint in der Steinbeis-Edition als E-Book (978-3-941417-41-0) und als gedruckte Version (978-3-938062-90-6) für EUR 29,95.

Sympra verlost drei Exemplare des Buchs. Wer bis zum 3. Oktober 2010 via Twitter auf diesen Artikel hinweist oder eine DM an @sympra schickt, nimmt automatisch an der Verlosung teil.

20101005 Verlosung Twitter-Buch Sympra Kl in Twitter-MarketingNachtrag:  Vielen Dank für die vielen Direktnachrichten, Tweets und Re-Tweets zu unserem Gewinnspiel. Über 40 Teilnehmer haben wir gezählt.  Die Glücksfee in Form unserer Praktikantin Katharina Dippold hat inzwischen die drei glücklichen Gewinner ermittelt. Über ein Exemplar des Buches dürfen sich freuen: @Suki_Mai, @Sm0K1ngGnu und @newsroomweb. Wir wünschen eine spannende Lektüre!

INCA Award 2010 – Innovative ITK-Anwendungen gesucht

 in INCA Award 2010 – Innovative ITK-Anwendungen gesuchtDer INCA Award (Innovative and Creative Applications) ist ein noch sehr junger Wettbewerb, der 2009 erstmals vom belgischen Forschungsinstitut IBBT in Flandern ausgeschrieben wurde – mit großer Resonanz: In nur vier Wochen entwarfen flämische Entwickler verschiedenste funktionsfähige ITK-Anwendungen, die sich mit einer Bandbreite an Themen beschäftigten; von Kinderbetreuung über Umwelt bis hin zu Kultur und Verkehr. Gewonnen hatte damals das Fisher-Price-Spielzeug Twoddler, mit dem Kleinkinder spielend Twitter Nachrichten versenden können. Bei dem Spielzeug handelt es sich um ein Activity Center von Fisher-Price, das, ausgestattet mit Sensoren und bestückt mit Bildern von Eltern oder Verwandten, die Aktivitäten des Kleinkinds in vorformulierte Tweets umwandelt. Spielt das Kleinkind etwa längere Zeit mit dem Bild seiner Mutter, wird automatisch ein Tweet auf dem zugehörigen Twitter-Account des Kindes veröffentlicht: „… vermisst seine Mama und freut sich darauf, heute Abend mit ihr zu spielen“. Die Applikation erhielt im Internet Aufmerksamkeit auf diversen Social-Media-Seiten, darunter Wired, Mashable oder Geek.com. Auch der amerikanische TV-Sender FOX News berichtete. Die Auffassung über den Sinngehalt der Erfindung blieb dabei geteilt.

Dieses Jahr wird der INCA Award zum ersten Mal europaweit ausgeschrieben. Junge Talente, einfallsreiche Programmierer, sowie Gründer und Unternehmer aus ITK-, Medien- und Kreativwirtschaft sind dazu aufgerufen, innerhalb eines Monats nützliche und kreative ITK-Anwendungen zu entwerfen. Die Erfindungen sollten sich den gesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit stellen und der Allgemeinheit von Nutzen sein. Denkbar sind neben mobilen Applikationen auch die Entwicklung von Webseiten, Widgets, Mashups oder APIs. Eine internationale Jury wählt unter den Einsendungen die Gewinner aus, die im Rahmen der Future Internet Conference Week 2010 in Gent, Belgien, am 16. Dezember mit Geldpreisen in Höhe von 25.000 Euro prämiert werden.

Bundesweite Kontaktstelle des INCA Awards ist der Sympra-Partner MFG Baden-Württemberg, die Innovationsagentur des Landes für IT und Medien. Mit dem INCA-Award bietet die MFG nationalen ITK-, Medien- und Kreativunternehmen eine internationale Plattform, über die Kontakte zu potentiellen Kunden, Investoren oder Kooperationspartnern geknüpft werden können. Das genaue Motto des Awards und die Einreichungsfrist werden am 1. Oktober 2010 veröffentlicht. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Teilnahme finden sich unter www.inca-award.eu. Rückfragen nimmt Valentina Grillea entgegen.

IT-Security: Kapitulation vor Internetkriminellen? Studie beschreibt düsteres Zukunftsszenario

DSC01016-Kopie -225x300 in IT-Security: Kapitulation vor Internetkriminellen? Studie beschreibt düsteres Zukunftsszenario

Zukunft des Internet: Zugewachsen und zugemauert?

Zukunftsstudien machen sich immer gut. Man kann mit ein paar Grundthesen im Gepäck, die zukünftige Welt so erklären, dass es einem gut ins Konzept passt. Besonders beliebt sind heutzutage Studien zur Geburtenentwicklung, die vermeintliche Rückschlüsse auf die Rente im Jahr 2050 zulassen, oder solche zum Energieverbrauch, die die vermeintliche Notwendigkeit neuer Kernkraftwerke belegen. Verschwiegen wird dabei meist, dass die Voraussagen nur eintreten, wenn die Grundannahmen richtig sind und nicht durch unvorhergesehene Ereignisse in der Zukunft über den Haufen geworfen werden.

Valider sind Studien, die mehrere Entwicklungsvarianten berücksichtigen. Eine solche hat Cisco jetzt zusammen mit dem Monitor Group Business Network zur Zukunft des Internets bis zum Jahr 2025 veröffentlicht. Vier Szenarien beschreiben mögliche Richtungen, in die sich das Internet entwickeln kann, basierend auf über einem Jahr Forschung, Datenerhebungen und Interviews. Sie zeigen auf, wie eine Reihe kritischer Faktoren wie Regelungen zur Netzneutralität, Investitionen in die Infrastruktur, Reaktionen der Konsumenten auf neue Preismodelle und Technologieakzeptanz sich auswirken könnten. Eines der Szenarien zeichnet eine vergleichsweise rosige Zukunft ungebremsten Wachstums mit neuen Produkten und Services und einer intensiven Nutzung des Internet. Die drei anderen richten ihr Augenmerk auf die Untiefen, Fallstricke und Gefahren, denen sich Unternehmensführer und politisch Gestaltende ausgesetzt sehen könnten.

Cisco identifizierte insgesamt 14 Hauptfaktoren, die ökonomische, soziale, politische und technologische Entwicklungen charakterisieren und fasste sie, um die Prognosen greifbar und durchaus auch provokant zu gestalten, in drei „Achsen der Unsicherheit“ zusammen. Die erste Achse variiert die Einschätzungen zur Frage, ob es weltweit zu einem extensiven Breitbandausbau als Ergebnis der kombinierten öffentlichen und privaten Investitionen kommt – oder zu einem sehr begrenzten? Die zweite Achse orientiert sich an der Frage, ob der technologische Fortschritt mehr inkrementell oder sprunghaft voranschreitet? In der dritten Achse geht es darum, ob Anwender weiter ungezügelt nach immer mehr und umfangreicheren Internetanwendungen verlangen oder ob es hier vermehrt zu Einschränkungen und Zurückhaltung kommt.

Besonders interessant aus dem Blickwinkel der IT-Sicherheit ist das Szenario „Insecure Growth“. Hier zeichnet der Netzwerkspezialist eine (Internet-) Zukunft, die fest im Griff von Internetkriminellen ist. Aus diesem Grund sei das Internet auch nicht die Handelsplattform geworden bzw. geblieben, wie sie sich Organisationen weltweit und zwar bis in die entlegensten Ecken gewünscht hätten. Regierungen und Organisationen sind überfordert angesichts der allgegenwärtigen Internet-Kriminalität. Software-Downloads von Update oder iPhone-Apps oder elektronischer Aktienhandel über das offene Internet sind zu gefährlich geworden und werden daher nicht mehr praktiziert. Das Internet wird zwar schon noch geschäftlich genutzt, aber nur in aufwändig gesicherten Bereichen für die extra bezahlt wird. „”Combating cyber-crime has become a continuous, high-cost low return endeavor, much like the old war on drugs.“

Gründe für diese pessimistische Prognose sehen die Autoren darin, dass zu viele Menschen über einen längeren Zeitraum zu sorglos im Internet unterwegs waren und nicht bemerkten, dass an allen Ecken und Enden Internetbetrüger, Kriminelle und zugange waren, Rechner anzapften und sich organisierten. Dabei entwickelten sie so raffinierte und komplexe Angriffsmethoden, denen die Sicherheitsprogramme nicht mehr gewachsen waren.

Sicherlich soll ein solches Szenario primär aufrütteln und warnen. Und sicherlich sind wir derzeit auch noch weit davon entfernt, dass Internetkriminalität ganz generell nicht effektiv bekämpft werden kann. Noch handelt es sich nur um ein Zukunftsszenario. Dennoch zeigen die jüngsten Äußerungen des Präsidenten des Bundeskriminalamts Ziercke, dass die Bedrohung schon heute sehr ernst genommen werden muss. Ihm zufolge gehen 60 Prozent aller Ermittlungen gegen Internetkriminalität ins Leere. Für 2010 sei ihm zufolge allein durch Betrug bei Banktätigkeiten in Internet hierzulande mit einem Schaden von 17 Millionen Euro zu rechnen. Das BKA und der Branchenverband BITKOM erwarten zudem circa 5.000 angezeigte Fälle von Phishing, was einer Zunahme von 71 Prozent entspräche. (Das sind absolut gesehen geringe Summen, aber die Dunkelziffer ist in beiden Fällen groß.) Immerhin: Unbeschwert und naiv geht die große Mehrheit der Deutschen nicht mit dem Internet um, wie eine vom BITKOM vorgestellte Studie aufzeigt. Drei Viertel aller Menschen, die hierzulande das Internet nutzen, fühlen sich bedroht, und jeder Fünfte verzichtet deswegen auf Online-Shopping.

Es besteht also Grund zur Hoffnung. Denn eine gesunde Skepsis ist die sicherste Medizin gegen Internetbetrug.

Eine außergewöhnliche Pressekonferenz: Grillen bei Familie Sachansky

Fam Sachansky Logo1-300x185 in Eine außergewöhnliche Pressekonferenz: Grillen bei Familie SachanskyDie Abendsonne scheint durch die Obstbäume. Die Würste brutzeln auf dem Grill im Garten der Familie Sachansky, der kleine Kater Minz turnt auf dem Sofa herum und alle vier Familienmitglieder sind im Haus in Berlin-Biesdorf beschäftigt. Was nach abendlicher Vorstadtidylle klingt, ist in der Wirklichkeit dieses 1. Septembers die wohl außergewöhnlichste Pressekonferenz der IFA. Denn außer Vater Udo; seiner Frau Petra und den beiden Töchtern Alicia (13) und Laura (11) sind noch etwa 30 weitere Personen im Haus. Eingeladene und mit Spannung erwartete Gäste, denen die Sachanskys gerade bereitwillig erzählen, was sie in den vergangenen zwei Wochen mit fünf ganz neuen, unterschiedlichen Lenovo-Computern erlebt haben.

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Thilo Huys steht Rede und Anwort.

„Wir wollten einfach mal etwas ganz anderes machen, keine trockene Produktpräsentation mit Bits und Bytes, sondern zeigen, wie unsere Produkte im Leben einer Familie ankommen“, hatte der Lenovo-Pressesprecher Thilo Huys den Journalisten schon im Bus auf dem Weg nach Biesdorf erläutert. Bei seiner Suche nach der passenden Familie hatte er reichlich Glück gehabt, denn die Sachanskys, die sich auf eine Twitterrecherche bei Lenovo gemeldet hatten, erschienen schon beim ersten Gespräch als Idealbesetzung. Die vier musste man einfach gern haben. An diesem Abend nun kommt ihre erfrischende Natürlichkeit und die beinah verblüffende Offenheit auch bei den neugierigen Journalisten gut an.

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Alicia beantwortet die Fragen der Journalisten.

„Für was interessieren Sie sich denn?“ lautet die offene Frage der 13-jährigen Alicia, die sich den Journalisten gegenüber verhält, als wäre es die natürlichste Sache der Welt, im eigenen Kinderzimmer interviewt zu werden. Aber vielleicht ist es auch das relativ niedrige Durchschnittsalter der Journalisten, das aus einem Pressetermin ein lockeres Gespräch zwischen Menschen macht, die sich dafür interessieren, wie gut oder auch schlecht ein Computer ist.

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Sachanskys nützen den Rechner auch in der Küche intensiv

Unten in der Küche steht Petra Sachansky. Nicht allein, sondern ebenfalls mit einer Gruppe von Journalisten um sie herum. Wo bei anderen Familien die Pinn- oder Magnetwand mit Zetteln und Plänen hängt, steht hier ein Flachbildschirm. „Hier trage ich die Abholtermine der Kinder ein und was wir an bestimmten Tagen nicht vergessen sollten“, erläutert die berufstätige Mutter. Beim Kochen schlägt sie dann aber auch schnell mal ein Rezept im Internet nach oder schaut kurz in eine Fernsehsendung.

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Udo Sachansky erklärt den IdeaCentre A700

„Wer sich einmal mit einem Touchscreen angefreundet hat, möchte diesen nicht mehr missen“, berichtet Udo Sachansky zwei Journalisten im Wohnzimmer und zeigt, wie er seinen Desktop-Hintergrund mit Urlaubsfotos gestaltet. Er ist der größte Technik-Fan in der Familie und hat auch einen eigenen Blog. Im Eigenheim ist er für den Homeserver zuständig, worüber sich vor allem die Mädchen freuen, da sie so über WLAN auf ihre Lieblingssendungen zugreifen können.

Um 9 Uhr Abends schmeißt der Busfahrer den Motor an, um die Journalisten wieder zum Messeplatz zu bringen. Ein aufregender Tag geht für die Sachanskys zu Ende und Kater Minz ist froh, wieder ungestört über das Sofa hüpfen zu können.

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Kater Minz auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen...

Weiteres Bildmaterial von der Pressekonferenz finden Sie auf flickr.