Heute vor 20 Jahren…

…wollte ich dann doch mal wissen, wie Kommunikation eigentlich auf Englisch geht!

Sympra wird dieses Jahr 20, ich 30. Gleich zwei gute Gründe zum Feiern. Und ein toller Anlass, mich zurück zu besinnen, was ich eigentlich vor 20 Jahren gemacht habe – 1992, als unsere GFs sich entschieden haben, Sympra zu gründen und ich noch blutjung war:

Die Rechnung ist einfach, ich war (knapp) 10. Für mich nicht so sehr, aber für meine Eltern, stellte sich die Frage, wie es mit mir nach der Grundschule weitergehen soll. Denn: Auch wenn der Lehrer durchaus davon überzeugt war, dass ich auf dem Gymnasium bestehen kann, hielten meine Eltern meine mathematischen Kenntnisse damals für … sagen wir … grenzwertig. Und sie hatten nicht ganz Unrecht. Um also zumindest schon einmal einen kleinen Wissensvorsprung in anderen Fächern zu erlangen, entschied ich mich dazu, mich frühzeitig auf die weiterführende Schule vorzubereiten. Dazu habe ich mir Gedanken gemacht, wie das mit der englischen Sprache eigentlich genau funktioniert. Aus MTV kannte ich schon einige englische Worte und deren Übersetzung. Nun war nur die Frage, wie geht das denn genau, dass man aus Deutsch Englisch macht. Und nach kurzem Nachdenken lag es auf der Hand: Das ist ganz einfach, die haben ein eigenes Alphabet! Alles was bei uns beispielsweise ein A ist, ist bei denen da in England ein E, ein H ist bei denen auch ein H… Hatte ich aus den Worten „Hallo“ und „Hello“ ruckzuck abgeleitet. L bleibt L, O bleibt O. „Ist das easy“, dachte ich mir und schrieb mir genau auf, welchen Buchstaben ich wie übersetzen muss. Beim Wort Fußball stellte sich dann heraus, dass ein U durch ein doppeltes O ins Englische übersetzt wird. Ist doch klar! Aber … Moment … was ist da los? „Fußball“ – „Football“, das A in „ball“ bleibt ein A, obwohl es doch ein E sein müsste? Ah, es muss auf Englisch „Footbell“ heißen. Mensch, dass ich das nicht schon vorher wusste?! Weiter geht’s! Tür und Door, aha, ok, Ü ist also auch OO, alles klar. Und so stellte ich meine Liste fertig, alles was nicht passte, habe ich in meinem kleinen Kopf einfach passend gemacht. Abschließend habe ich die Liste zur Verifizierung meinem Bruder gezeigt. Schließlich lernte der ja schon eine Weile Englisch und konnte beurteilen, ob das so stimmt. Leider hat er aber keinen Ton verstanden, von all dem, was ich ihm da erzählt habe und einfach zustimmend genickt. Und einige Zeit später, in der ersten Englisch-Stunde kam das böse Erwachen. So einfach ist das doch nicht mit der Kommunikation (vor allem, wenn sie international sein soll).

Bei Sympra durfte ich von Anfang an auch Kunden von internationalen Partneragenturen aus dem Public Relations Network (PRN) mitbetreuen. Diese Projekte erinnern mich immer wieder an mein kleines Englisch-Deutsch-Wörterbuch: Jedes Land hat sein eigenes „PR-Alphabet“, das sich auch nicht so einfach 1:1 übersetzen lässt. Genau deshalb hat Sympra im Jahr 2005 PRN gegründet. 20 Agenturen aus allen Teilen der Erde unterstützen Unternehmen gemeinsam bei europa- oder weltweiten Projekten. So kann jedes Mitglied bei internationalen Projekten auf regionale Spezialisten zurückgreifen, die genau wissen, wie PR im eigenen Land funktioniert. Genau 20 Jahre nach meinen ersten Überlegungen zum Thema internationale Kommunikation, öffnet sich für mich damit ein neues spannendes Kapitel. So klappt das also mit der Kommunikation über Grenzen hinweg.

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Über den Verfasser

Ines Kübler
ist seit 2011 bei Sympra. Die Kommunikationswissenschaftlerin betreut vor allem Kunden aus den Bereichen Maschinenbau und Wissenschaft, wenn es um Medienarbeit, Social-Media-Beratung oder internationale PR geht. Weitere Informationen finden Sie bei Xing.



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