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Messen, Events und Social Media Newsrooms

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Dass Social Media Newsrooms die zeitgemäße Version des klassischen Pressebereichs auf der Website eines Unternehmens oder einer Institution sind, spricht sich ja langsam herum. Gut 100 dieser Websites wurden vor Kurzem auf der Facebookseite Social Media Newsroom zusammengestellt. Eine schöne Übersicht, aber auch gleichzeitig Beleg dafür, dass der Newsroom zurzeit immer noch Sache einer kleinen Gruppe von Pionieren zu sein scheint. Eigentlich erstaunlich, denn viele Unternehmen sind im Social Web bereits recht aktiv und haben erkannt, dass sie über Web-2.0-Plattformen ihre Zielgruppen, darunter auch neue, direkt erreichen.

Jedes Unternehmen kann seinen individuellen Nutzen aus einem Social Media Newsroom ziehen. Doch wenn man die Funktionen eines Newsrooms betrachtet (Veröffentlichen von Neuigkeiten aus dem Unternehmen, Pflege des Dialogs mit der interessierten Öffentlichkeit und Aggregation von interessanten Informationen aus dem Social Web), gibt es bestimmte Branchen, die davon besonders profitieren. Dazu gehören meines Erachtens Messegesellschaften. Für sie bildet ein Newsroom eine ideale Plattform, um Informationen der Presse bereitzustellen, um die Aktivitäten auf Blogs, Facebook, Flickr, Twitter & Co. zu bündeln und um ihren Ausstellern zusätzliche Services anzubieten, zu deren Nutzen und zum Nutzen der Messegesellschaft.

a. Pressebereich 2.0

Im Newsroom findet der Journalist alles, was er für die (Vor-)Berichterstattung über die Messe benötigt: Presseinformationen, Pressebilder (die z. B. in unterschiedlichen Auflösungen auf Flickr hinterlegt sind), Messelogos und Präsentationen zum Download, Audio- und Video-Postcasts und die Kontaktdaten der Ansprechpartner in der Pressestelle. Er kann sich Pressemeldungen per RSS abonnieren und erhält Informationen über Öffnungszeiten der Messe und die Ausstattung des Pressezentrums. Die Messe Frankfurt ist mit ihrem Newsroom hierfür ein schönes Beispiel.

b. Social Media Relations

Der Newsroom erweitert die Funktionen des Pressebereichs, indem er ihn mit den verschiedenen 2.0-Plattformen verbindet. Messenews und Postings ausgewählter Blogs werden in der Timeline ebenso angezeigt wie Facebook-Beiträge oder neue Präsentationen auf Slideshare oder Videos von YouTube. Die aktuellen Tweets findet man hier, die Freunde der Facebookseite, Social Bookmarks oder den Link zu iPhone Apps. Vom Newsroom aus werden Informationen aber auch ins Web verteilt. Neue Postings werden getwittert und an Facebook übermittelt – falls dies gewünscht ist. Je nach Themenbereich bieten sich auch andere, speziellere Plattformen für den Informationsaustausch an, z. B. Themenportale, die Informationen aus dem Newsroom via RSS-Feed beziehen. Auf diese Weise kann die Messeveranstalter seine relevanten Communities direkt mit den neuesten Informationen versorgen.

c. Neue Services für die Aussteller

 

Im Newsroom lässt sich Content von Websites Dritter einbinden. Dies können beispielsweise Blogs und Websites von Ausstellern sein. In einem speziellen Bereich im Newsroom ist ein Rubrik „Informationen der Aussteller“ denkbar, in dem die neuesten Pressemitteilungen der teilnehmenden Unternehmen und Institutionen aufgeführt sind. Intelligente Importfilter sorgen dafür, dass nur Inhalte mit passenden Tags übernommen werden. Auf diese Weise entsteht ein Informationspool um Themen rund um die Messe, der den Journalisten die Recherche erleichtert und der anderen Interessenten zusätzliche Informationen zu den Messethemen gibt. Meldungen werden, falls gewünscht, automatisch getwittert und auf weiteren Plattformen gepostet. Die Messegesellschaft profitiert dreifach:

  • Erstens kann sie das Importieren der News zu einem neuen (kostenpflichtigen) Service für die Aussteller ausbauen. Aussteller profitieren von diesem zusätzlichen Verteilkanal  und erhöhen die Reichweite für ihre Medienarbeit.
  • Zweitens erhält jede importierte Meldung automatisch eine eigene URL – eine URL der Messegesellschaft. Diese Links bzw. Backlinks erhöhen Linkpopularität und Wichtigkeit des Newsrooms bzw. der Website der Messe oder der Messegesellschaft, was sich positiv auf die Positionierung in Suchmaschinen auswirkt. (Allein dieser SEO-Effekt ist schon Grund genug für den Einsatz eines Newsrooms.)
  • Und drittens wandelt sich die reine Messe-Website zu einem Themenportal, welches wiederum eine eigene Community adressiert. Das ist insbesondere deshalb attraktiv, weil sich der personelle Aufwand für Redaktion theoretisch bis gegen Null fahren lässt. Je nach Kapazität oder Anlass kann die Messegesellschaft selbst Inhalte zum Newsroom beitragen – muss sie aber nicht. Im Idealfall kann ein solches Portal die Themenführerschaft für das Thema der betreffenden Messe einnehmen. Wie so ein Themenportal aussehen könnte, hat Sympra im Newsroom in der Rubrik Neues von Sympra-Partnern. Zusätzlich aggregiert Sympra manuell interessante Postings im Social Media Explorer.
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Newsrooms bieten sich für viele Unternehmen und Institutionen an. Messegesellschaften könnten deswegen besonders von ihnen profitieren, weil sie für ihre vielen Messen sehr aktiv Öffentlichkeitsarbeit für ganz unterschiedliche Zielgruppen (B2C und B2B) betreiben müssen. Denkbar ist ein einziger Newsroom mit jeweils Unterseiten für jede Fach- oder Publikumsmesse (wie es die Messe Frankfurt macht) oder ein eigener Newsroom für ausgewählte Messen (was die Einführung dieser Plattform vereinfacht). Dass Social Media eine wichtige Rolle in der Kommunikation für Messen spielt, ist unstrittig. Dass ein Newsroom die ideale Plattform dafür ist, ebenso wenig.

Informationen zur Social-Media-Newsroom-Lösung von Sympra-Team gibt es hier.

Forschungsprojekt: Lernen im virtuellen Raum

Virtuelle Welten als Plattformen für die Weiterbildung – zu diesem Thema hat die Hochschule Heilbronn ein Forschungsprojekt initiiert. Ziel ist es, den praktischen Nutzen von virtuellen Welten im betrieblichen Umfeld und bei Weiterbildungen zu erkunden.

Die dazugehörige virtuelle Seminarreihe findet im MFG Innovation Park der virtuellen Welt Second Life statt.  Ab Dienstag , den 11. Mai, referieren unter anderem Veit Mathauer und Martin Kurth von Sympra zu ausgewählten Marketing-Themen. Die Seminare stellen eine gute Chance dar, erste Erfahrungen mit Second Life zu machen.

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Ergänzt wird die Seminarreihe durch eine virtuelle 3D-Betreuung in Form eines Tutors, Mitschnitte der Fachvorträge für individuelle Vertiefungsmöglichkeiten sowie ein virtuelles Get-together nach jeder Veranstaltung, bei dem die teilnehmenden Fach- und Führungskräfte miteinander ins Gespräch kommen und Kontakte knüpfen können.

Das von Prof. Dr. Sonja Salmen von der Hochschule Heilbronn sowie der Medienpädagogin Katja Bett entwickelte didaktisch-methodische Konzept zur 3D-Seminarreihe beruht auf zwei Säulen. Zum einen vermitteln anerkannte Fachexperten in 3D-Impulsvorträgen aktuelles Theorie- und Praxiswissen zu Marketingthemen. Bei diesen Vorträgen können Referenten und Teilnehmende live miteinander interagieren. Zum anderen bekommen die Teilnehmenden nach den Vorträgen die Möglichkeit die vermittelten Inhalte eigenständig oder in kooperativen Arbeitsgruppen anzuwenden. Dieses sogenannte situierte Lernen ermöglicht eine Wissensvertiefung, -anwendung und ein Praxistransfer. Dabei wird zwischen Formen des selbstgesteuerten Lernens (Selfdirected Learning), des gemeinschaftlichen Lernens in Arbeitsgruppen (Collaborative Learning) und des Plenums (Learning Community), in dem sich die Teilnehmenden untereinander vernetzen und so interessensspezifisch ins Gespräch kommen können, unterschieden

Konkret bedeutet das situierte Lernen für die Teilnehmenden Aufgabenstellungen zu bearbeiten, die an das neu erworbene Wissen anknüpfen. So wird auch in der 3D Welt ein möglichst hoher Realitätsbezug erreicht. Ebenso erleichtert die Einbindung verschiedener Perspektiven das Gelernte auf andere Anwendungskontexte zu übertragen. Die Kommunikation mit den anderen Teilnehmenden, bzw. deren Avataren, ermöglicht zudem eine vertiefte Auseinandersetzung mit Inhalten und vermittelt gleichzeitig ein Gefühl der sozialen Eingebundenheit. Lernen findet somit im sozialen Austausch statt.

„Die 3D-Welt erlaubt eine neue Art der ‚Versinnlichung’ des virtuellen Lebens. Als Avatar kann man sich im virtuellen Raum bewegen und sich interaktiv mit den anderen Avataren austauschen, diskutieren und zusammen arbeiten. Gerade durch dieses direkte Miterleben bietet die virtuelle Welt erfahrungsnahe und anschauliche Lernsituationen“, erklärt Prof. Dr. Sonja Salmen, Professorin im Studiengang Electronic Business an der Hochschule Heilbronn.

Für die 3D-Seminare gibt es noch freie Restplätze.

Die Termine:

•    11.05.2010 Thema: Social Web Applikation, Veit Mathauer
•    18.05.2010 Thema: Juristische Aspekte des Social Web mit Fallstudie zu Social Media Guidelines, Martin Kurth
•    01.06.2010 Thema: Innovationsfindungsprozess unter Einbindung Sozialer Medien
•    08.06.2010 Thema: Marketingpotenziale des 3-D Internet

Beginn ist jeweils um 18 Uhr; Ende gegen 21 Uhr.

Informationen über die Vortragsreihe und das Projekt gibt es auf  http://forschungsprojekt2010.hs-heilbronn.de/vortragsreihe.

Das Projektteam der Hochschule Heilbronn gibt bei Fragen gerne Auskunft und begleitet Interessenten auf dem Weg in die 3D-Welten. Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter http://forschungsprojekt2010.hs-heilbronn.de/event/register.

Social Media: Vorträge und Bücher sind gut, Coachings sind besser

Happy Three Friends Photocase163768511 Kl-300x199 in Social Media im Unternehmen funktionieren dann besonders gut, wenn die Aktivitäten von möglichst vielen Mitarbeitern getragen und unterstützt werden. Pflegt ein Einzelkämpfer die Beziehungen ins Web, kann dieses Expertentum zu einer digitalen Kluft führen. Aus dem Spezialisten wird der Geek, bei seinen Kollegen verliert das Thema an Akzeptanz.

Damit das nicht passiert, müssen alle Mitarbeiter, die mit Social-Media-Aktivitäten betraut werden, auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden. Das darf jedoch nicht – wie im Mathe-Unterricht – der kleinste gemeinsame sein. Mit dem Besuch der vielen Veranstaltungen und Kongresse zum Thema, der Lektüre eines Fachbuchs oder einer Webrecherche nach den besten Werkzeugen für den Follower-Aufbau bei Twitter ist es also nicht getan.

Coaching als Fundament für Social Media

Bei der Betreuung unserer Kunden haben sich spezielle Coachings bewährt. In kleinen Gruppen entsteht das Fundament, das die gesamten Social-Media-Aktivitäten eines Unternehmens trägt. Wird das Coaching entsprechend vorbereitet, weiß der Coach genau, an welcher Stelle welche Informationen benötigt werden und auf welche Plattformen und Werkzeuge er im Workshop abzielen muss. Als Ergebnis steht anschließend im Idealfall eine nicht zu kleine und feine Truppe motivierter und geschulter Netzwerker bereit, die sich gegenseitig unterstützen und ergänzen.

Neben der bloßen Wissensvermittlung erfüllen die Coachings auch einen strategischen Zweck. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass erst in solchen Coachings die verschiedenen Einstellungen der einzelnen Mitarbeiter und die ganz individuellen Fragestellungen innerhalb des Unternehmens deutlich werden: Typische Diskussionspunkte sind beispielsweise die Grenzen zwischen privater und geschäftlicher Kommunikation, welcher Unternehmensbereich den Lead übernimmt und in welcher Art und Weise das Monitoring erledigt werden soll.

Da solche Fragen unbedingt beantwortet sein müssen, bevor mit der Erstellung von Strategie und Guidelines begonnen werden kann, sind Coachings der erste Schritt und eine wichtige Grundlage für Strategien und Guidelines. Nur dann überhaupt können Unternehmen die eigene Identität im Web gestalten.

Neben Workshops für Gruppen wie Marketing- oder PR-Abteilungen machen auch Einzelcoachings für Kommunikationsmanager oder Geschäftsführer Sinn. Auch oder insbesondere weil nicht jeder Entscheider persönlich in Social Networks registriert sein oder twittern muss. Unabhängig vom Grad der Vorkenntnisse versetzen solche Workshops den Teilnehmer in die Lage, Budget- und Strategieentscheidungen, die Social Media mit einschließen, künftig fundiert und auf Basis eigenen Wissens und grundlegender Erfahrungen treffen zu können.

Coachings sind also in jedem Falle für Unternehmen ein guter Einstieg in die Social Media Relations – sowohl für die Mitarbeiter, die aktiv die Beziehungen im Web gestalten, als auch das Management, das jetzt in der Lage ist, künftige und vergangene Online-Aktivitäten zu bewerten.

Social Media: Startschuss für den Dialog

Seit dem GPRA dialoq zu Social Media in München sind einige Tage vergangen, die neuen Kontakte pflegen wir über Xing, Twitter und natürlich auch persönlich, und auch das Debriefng mit allen Beteiligten haben wir absolviert. Zeit für eine kurze Nachbetrachtung, aber auch Gelegenheit für einen Ausblick.

Beeindruckend war sicher das überwältigende positive Feedback zur Veranstaltung (”Selten habe ich eine nützlichere und bessere Überziehung der vorgesehenen Veranstaltungszeit erlebt”, “kurzweiliger und hochinteressanter Abend“, “Klasse Diskussion!“). Interessant auch, wie sehr die Veranstaltung auch Tage später noch die Branche bewegt. Das ist Beleg, dass das Thema einen Nerv getroffen hat. Marketing-Verantwortliche und Pressesprecher begreifen zusehends, dass sich die Unternehmenskommunikation und damit ihre Rolle verändert. Vom alleinigen Sprachrohr und Hüter der Unternehmensbotschaften, zum Berater in allen Fragen der Unternehmensdarstellung und Dirigenten des Mitarbeiter-Chors , der künftig einen großen Teil des Images und Auftritts des Unternehmens prägt.

Die Veranstaltung ist für Sympra daher erst der Auftakt: Wir werden das Thema Social hier in unserem Blog, im Web, in Social Media Coachings und auf Veranstaltungen und Diskussionsrunden weiter vertiefen. Besonders freuen wir uns über den persönlichen Dialog und den Austausch mit anderen PR- und Medien-Schaffenden in Unternehmen, Verbänden und Redaktion.

Sie können  eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung verfolgen und die Sympra-Präsentationsfolien abrufen:

View more presentations from sympra.

dmexco 2009: Die Online-Branche wird (er)wachsen

Der Wechsel von OMD zu dmexco bedeutet nicht nur einen Umzug der wichtigsten deutschen Messe für digitales Marketing von Düsseldorf nach Köln. Von einer Messe der Start-ups, Vordenker, Geeks und Evangelists ist sie zu einer Fachmesse für Werbetreibende gereift. Die interessieren weniger die unbegrenzten Möglichkeiten des digitalen Marketings, sondern der konkrete wirtschaftliche Nutzen einzelner Instrumente.

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Der scheint groß zu sein. Das sorgt dafür, dass gerade in Zeiten der Krise das Online-Marketing einen großen Zuspruch erfährt. Die Messe war logischerweise ausgebucht und die Stände, Vorträge und die Außenanlagen mehr als gut besucht. Zu den Top-Themen der Messe gehörten die eher unspektaktulären Themen Vermarktung von Online-Werbeplätzen, Suchmaschinen-Marketing, E-Mail-Marketing. Zu den wenigen neuen Themen auf der Messe gehörte Social Media: Wie kann ich Twitter, Facebook und Co. für mein Marketing einsetzen? Und ganz wichtig: Wie kann ich monitoren, was da passiert?

“Die Branche hat einen erstaunlichen Wandel vollzogen und wird erwachsen”, beobachtet Christian Mauer, Geschäftsführer der auf Suchmaschinenoptimierung spezialisierten SUMO.  Der Sympra-Kunde gehört zu den Pionieren der Branche und stellt seit 2004 auf der OMD und nun auf der dmexco aus. Auch die Online-Kaufberatung dooyoo gehört inzwischen zum festen Ausstellerstamm. In diesem Jahr stellten die Berliner gemeinsam mit ihrer französischen Mutter LeGuide.com aus. Deren CEO, Dr. Corinne Lejbowicz, ist mit dem Verlauf der Messe zwar sehr zufrieden (”Die Messe ist wirklich sehr gut besucht.”), sieht aber die dmexco vom Status einer internationale Leitmesse noch weit entfernt: “Betrachtet man Aussteller und Besucher, ist das eine deutsche Messe.”

Mit der dmexco hat sich das digitale Marketing als Instrument im Kommunikationsmix der Untermehmen endgültig etabliert.

Links:

http://www.dmexco.de

http://www.sumo.de

http://www.dooyoo.de

http://www.leguide.com

Twitter vs. Google: Der Microblogging-Dienst positioniert sich als Suchmaschine

Seit heute kommt Twitter mit neuer Startseite daher. Während man bislang die Suchfunktion nur über einen unscheinbaren Link am Fuß der Seite erreicht hat, prangt sie nun als zentrales Element auf der Homepage. Das macht Sinn, denn Twitter hat sich in den letzten Monaten als die Plattform etabliert, um quasi in Echtzeit Informationen, Neuigkeiten oder Fachleute zu finden. Darin liegt der eigentliche Wert des Micro-Blogging-Dienstes.

Mit der Positionierung als Suchdienst bringt sich Twitter gleichzeitig auch aktiv in Stellung gegenüber dem Platzhirsch Google. Spätestens nach den Terroranschlägen in Indien, der Notwasserung eines Flugzeugs in New York oder den Geschehnissen rund um die Wahlen im Iran hat Google zwar den Wert einer Echtzeitsuche erkannt, kann aber bislang Informationen oder Tweets nicht in Echtzeit in seinen Suchergebnisse darstellen. Die neue Twitter-Homepage verstärkt daher den Druck auf Google, in Sachen Echtzeitsuche aktiv zu werden. Eine Übernahme von Twitter war ja bereits Anfang April im Gespräch. Seit heute dürfte aber der Preis für Twitter nochmals erheblich gestiegen sein.

Twitter probt den Ernstfall am Stuttgarter Flughafen

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Dicke Rauchwolke über dem Flughafen Stuttgart. Was ist denn da los?” Mit dieser über den Microblogging-Dienst Twitter veröffentlichten Meldung sorgte ha75 am frühen Montagnachmittag  für einige Aufregung und Besorgnis.

Innerhalb weniger Minuten hatten andere Twitter-Nutzer das Ereignis aufgegriffen und somit an über 3.000 Follower verbreitet.  Für die (Gott sei Dank!) schnelle Entwarnung sorgte Twitter-Nutzer orngnrvrhng nur sechs Minuten nach der ersten Meldung zum Thema:  “Brandübung: http://www.flughafen-stuttgart.de/sys/index.php?section_id=8&id=1&news_id=652″

Er hatte sich als Erstes die Mühe gemacht und auf der Website des Flughafens recherchiert – und damit die imaginären Flammen im Keim erstickt. Doch nicht alle haben diese Brandübung bestanden: Einige der nachfolgenden Tweets wurden ohne die einfache Gegenrecherche auf der Website des Flughafens abgesetzt. Und fast schon enttäuscht, dass da nicht mehr passiert war, klang einer der Tweets in der Folge:  “Ach nur ne Übung, manchmal macht man sich einfach zuviel Sorgen.”

Für einen verantwortungsvollen Umgang mit Twitter gilt die Devise: Wenn bei Twitter “Breaking News” auftauchen – erst recherchieren, dann weiterverbreiten!

E-Mail Nummer 53

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Spam

E-Mail-Spam ist nicht nur ärgerlich, sondern auch ein Klimakiller. Das belegt die Studie “Carbon Footprint of Spam” des Sicherheitsexperten McAfee in Zusammenarbeit mit Umweltforschern von ICF. Den Berechnungen zufolge beträgt die Energie, die jahrlich aufgewandt wird, um die unnützen E-Mails zu verschicken, zu übertragen und schließlich auzusortieren 33 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Das entspricht der Energie, die 2,4 Millionen Haushalte pro Jahr verbrauchen. Oder dem Gesamtausstoß an Treibhausgasen, den 3,1 Millionen Pkws mit über 250 Millionen Liter Treibstoff verursachen. Mein Vorschlag: Die Anbieter von EDV-Sicherheitslösungen sollten bei der nächsten CeBIT auf der green IT World ausstellen.

Nach Angaben des E-Mail-Sicherheitsspezialisten eleven ist insgesamt das Spamaufkommen seit Mitte 2005 um 10.000 (in Worten: zehntausend!) Prozent gestiegen. Wie groß die Spam-Plage in der Praxis ist, zeigt ein Blick in die EDV-Statistik bei Sympra: Von Ausreißern abgesehen sind pro Monat rund 90.000 E-Mails an Sympra adressiert. Das macht rein rechnerisch gesehen bei 18 Mitarbeitern rund 5.000 Nachrichten pro Nase und Woche. Das übersteigt selbst die Kapazitäten unserer Heavy-User, die fähig und willig sind, aus beinahe jeder Lebenslage und über jedes Endgerät elektronische Post zu empfangen und zu versenden. Deshalb schauen wir uns hier bei Sympra nur noch jede 53. E-Mail an. Denn 98 Prozent aller Mails, die bei uns aufschlagen sind Spam. Zur Beruhigung: Bei der Auswahl, welche E-Mails wir lesen, hilft uns ein Spamfilter.

McAfee, Inc. Research Reveals the Environmental Impact of Spam

CeBIT 2009: Die PR hat’s auch nicht leicht

Allen Unkenrufen und Meldungen über zurückgehende Ausstellerzahlen zum Trotz bleibt die CeBIT die größte IT-Messe der Welt.  Nach wie vor ist man abends geschafft und geplättet von den Eindrücken, Informationen und Gesprächen. Und dass in solch weltwirtschaftlich schwierigen Zeiten, der Prunk und Protz vergangener Jahre zurückgeschraubt wird, ist eher wohltuend. Die Probleme der Messe sind inhaltlicher Natur: Die CeBIT wird dem Zusammenwachsen von Internet, Diensten und Infrastruktur nicht gerecht. Aber vielleicht kann sie das auch gar nicht? Zu groß ist der Gegensatz zwischen den Herstellern von Kisten und der Web-2.0-Gemeinde.  Thomas Knüwer vom Handelsblatt beschreibt diesen Gegensatz sehr schön in seinem Beitrag.

Besonders deutlich wird der Gegensatz am Dresscode: In Halle 6 mit der Webciety dreht sich alles um Suchmaschinenoptimierung, Twitter, Web 2.0, IPTV und Shopsysteme. Krawatten sind dort allerdings Fehlanzeige und wer in Anzug und Hemd unterwegs ist, gehört fast schon zum Establishment. In den anderen Hallen sind durchgängig die von Thomas Knüwer erwähnten grauen Herren anzutreffen. Nicht nur für die Messe, sondern auch für uns PR-Schaffende erwächst daraus ein Problem. Da ich Kunden in verschiedenen Hallen (darunter auch die besagte Halle 6) betreue bin ich latent over- oder underdressed. Allein schon deswegen hoffe ich, dass sich Web und Infrastruktur bald richtig gut verstehen.

Google Zeitgeist: Die Deutschen suchen “ebay”

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Screenshot Google Zeitgeist

Unter dem Namen “Google Zeitgeist” gibt Google regelmäßig Listen heraus, welche Suchbegriffe besonders beliebt sind. Jetzt zum Ende des Jahres veröffentlicht der Suchmaschinenriese eine Übersicht für 30 Staaten. Darunter natürlich auch Deutschland. Die beliebtesten Suchbegriffe hierzulande sind “ebay”, “youtube” und “wetter”.

Eigentlich seltsam, dass bekannte Web-Portale gesucht werden. Aber viele Nutzer (nicht nur in Deutschland) nutzen Google nicht nur zur Suche, sondern auch zur Navigation: Statt die URL direkt in die Adresszeile einzugeben, geben sie den Namen der Website in Google ein und landen dann per Mausklick über die Trefferliste auf der Seite.

Interessant ist außerdem, dass zu den Suchbegriffen mit am schnellsten wachsender Popularität viele soziale Netzwerke gehören. Spitzenreiter: “Wer kenn wen”, eine deutsche Online-Community, die statt mit Pseudonymen oder Künstlernamen nur echte bürgerliche Namen erlaubt. Weltweit gesehen liegt “Wer kennt wen” übrigens auf einem sehr beachtlichen achten Rang in dieser Kategorie! Kleine Überraschung in der Rubrik “meistgesuchte Personen”: Nicht der designierte US-Präsident Barack Obama führt die Liste an, sondern Pop-Sternchen Britney Spears.

Kurzer Blick zu unseren deutschsprachigen Nachbarn in Österreich und der Schweiz: Das Suchverhalten ist ähnlich. Dort stehen ebenfalls Suchbegriffe wie “youtube” oder “google” hoch im Kurs. “Obama” schafft es bei den Eidgenossen zur meistgesuchten Person. Die Österreicher wiederum scheinen auch besonders an Britney interessiert zu sein, geben sich aber bei den schnellst wachsenden Suchbegriffen naturwissenschaftlich interessiert: Der Favorit heißt hier “Teilchenbeschleuniger”.