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Japan aufs Handy – Kulturstudien 2.0

Es gibt wahrlich viele Liebhaber der japanischen Kultur. Da ich mich selbst nicht dazu zähle, wäre es falsch und unangebracht, mich hier über Sitten und Gebräuche eines Landes zu ergehen, zu dem ich einfach keinen Zugang habe. Das Land ist mir fremd und ich habe bisher keinen verstärkten Wert darauf gelegt, es in näherer Zukunft kennenzulernen.

Doch wie das Leben so spielt, wird man beruflich immer mit den Dingen konfrontiert, die man in einem aufwändigen Prozess privat immer hervorragend vermieden hat. Plötzlich werde ich mit einem Projekt konfrontiert und habe keine Möglichkeit mehr, dem Thema Japan und seiner Kultur auszuweichen.  Und ehe man sich’s versieht, ist man mittendrin in der japanischen Alltagskultur und dummerweise hat man plötzlich Spaß dran.

Was ist “51 Japanese Characters“?

Der Designer Peter Machat war während seines Studiums längere Zeit in Japan und hat sich dort mit japanischen Gebräuchen und Verhaltensweisen beschäftigt. Da er sich für diese Themen schnell begeistern konnte, kam er bald auf die Idee, seine neu entdeckte Leidenschaft mit seinen grafischen Talenten zu verbinden und rief das Projekt ins Leben. Aus seinen zahlreichen Erfahrungen resultierend hat er über Monate hinweg Verhalten, Ticks, kulturelle Eigenheiten und Einstellungen seiner japanischen Umwelt gesammelt und in ein einzigartiges Projekt verpflanzt.

Anhand von 51 liebevoll gestalteten verschiedenen Stereotypen erklärt Peter Machat Japan und seine Menschen. Da ist beispielsweise „Cosplay“, ein grünhaariges Mädchen mit Stern auf der Stirn und einem Zauberstab in der Hand.

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„Cosplay. Sie liebt Anime und Manga. Jeden Sonntag verkleidet sie sich als ihre Lieblingsanimefigur und trifft sich mit anderen Cosplayern in Harajuku und dem Yoyogi Park. Sie mag es, wenn man sie fotografiert, und freut sich, wenn sie ein Foto von sich in einem ihrer geliebten Cosplay Magazine findet. Ihr größter Traum ist es, einer der großen Cosplayerinnen der wachsenden internationalen Szene zu werden.“

Und genau so verhält es sich mit anderen Figuren. Ekiin drückt die Fahrgäste in die überfüllte Tokioter U-Bahn, Oyaji ist der strenge altmodische japanische Vater und Okama ist eine Travestiehostess, die in einer entsprechenden Bar arbeitet.  Für all die Figuren, die auch der Japan-Laie vielleicht schon mal gesehen hat und sich immer gefragt hat, in welcher Kultur solche Charaktere entstehen, hat Peter Machat eine spielerische Weise entwickelt, sie den Leuten näherzubringen

Was ist neu?

Zunächst hat Peter Machat die Figuren nur auf einer Homepage gezeigt und Poster und Postkartensets dazu verkauft. Jetzt kommt er mit einer passenden iPhone-App auf dem Markt. Mit dieser App kann man sich die Figuren nicht nur ansehen und mehr über deren Charakter erfahren, sondern man kann  die Charaktere mithilfe eines Baukastensystems auch miteinander kombinieren, somit bis zu 130.000 neue Stereotypen kreieren und diese dann auch per Mail an Freunde verschicken.

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Im Gegensatz zu vielen anderen kostenlosen Apps hat „51 Japanese Characters“ drei innovative Eigenschaften. Erstens wird der User selbst gestalterisch tätig und schafft seine eigenen Charaktere, zweitens kann er mit anderen iPhone-Usern interagieren und drittens erfährt er mehr über Japan und seine Gebräuche. Letztlich lernt man auf spielerische Art und Weise die japanische Kultur kennen und wird zum Nachdenken angeregt. Fremde Kulturen auf diese Weise zu entdecken, macht nicht nur Spaß, sondern kann auch eine Möglichkeit sein, auf zunächst seltsam erscheinende Verhaltensweisen humorvoll zu reagieren und damit Verständnis , Toleranz und letztlich Akzeptanz zu schaffen. In einer globalisierten Welt, in der das Fremde an jeder (virtuellen) Ecke wartet, ist der Zugang über Stereotypen eine Variante, die eigenen Vorurteile zu entkräften und auch über eigene kulturelle Eigenheiten nachzudenken.

Wer mehr erfahren möchte, wird auf www.51characters.com fündig und kann sich hier auch die App herunterladen.

Welcher Branche vertrauen die Deutschen?

„Vertrauen ist zur wichtigen Währung im Urteil von Personen und Institutionen geworden. Zum einen weil unsere Gesellschaft so komplex geworden ist, dass sie niemand mehr versteht und zum anderen weil durch das Internet sämtliche Prozesse und Verhaltensweisen transparent sind“, erläutert Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer von TNS Emnid. Da das Schaffen von Vertrauen eine zentrale Aufgabe der PR ist, betrachtet unser Branchenverband, die GPRA, zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid ab sofort viermal jährlich die Vertrauenswerte von Unternehmen und Institutionen. Dabei beleuchtet der Index acht verschiedene Branchen:

- Gesundheitsbranche
- Automobilbranche
- Energie- und Wasser¬versorger
- Informationstechnologie
- Finanzbranche
- Lebensmittelindustrie
- Chemische Industrie
- Verkehrs- und Transportunternehmen

Die Ergebnisse der ersten Erhebung zeigen, dass die Deutschen der Lebensmittelbranche das meiste Vertrauen schenken. Grund zum Jubeln gibt es jedoch bei einem Indexwert von 42,1 von 100 möglichen Punkten keinen. Klare Verlierer des GPRA-Vertrauensindex sind die krisengeschüttelte Finanzbranche und die Energieindustrie. Bei der Betrachtung der Einzelergebnisse wird deutlich, dass beide unter einem massiven Glaubwürdigkeitsproblem leiden: Nur rund 20 % Prozent der deutschen Bevölkerung vertrauen den Aussagen dieser Branchen

Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer computergestützten persönlichen Befragung (CAPI) erhoben. Dabei wurden vier verschiedene Bereiche von Vertrauen überprüft.

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Vertrauensindex Teilbereich Ehrlichkeit

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Vertrauensindex Teilbereich Gesellschaftliche Verantwortung

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Vertrauensindex Teilbereich Umgang mit Mitarbeitern

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Vertrauensindex Teilbereich Umgang mit Kunden

Der Indexwert gewichtet die vier Dimensionen und stellt so das Vertrauensniveau der deutschen Bevölkerung dar.

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Aus dieser Studie kann man aus der Sicht der PR nun zweierlei Schlüsse ziehen.
- Leistungen und Verhalten der einzelnen Branchen sind nicht zufriedenstellend
- Leistungen und Verhalten der Branchen sind zwar zufriedenstellend, werden allerdings nicht oder schlecht nach außen transportiert.
Im ersten Fall können auch PR und Werbung nicht viel ausrichten. Ein mündiger Bürger wird sich kein X für ein U vormachen lassen und Vertrauen nur dann aussprechen, wenn er es auch für berechtigt hält. Die PR-Branche kann nur hoffen, dass es sich um den zweiten Fall handelt. Dann bedarf es allerdings neben einer Verbesserung der Qualität weiterer missionarischer Anstrengungen gegenüber den Kunden, um ihnen die Leistungen professioneller PR-Arbeit klar zu machen.

Mehr dazu: http://www.pr-guide.de/index.php?id=384