Archiv für die Kateogorie ‘ Allgemeines ’

Word-of-Mouth: kalkulierbare Größe in der Mediaplanung

Word-of-Mouth1 in

Von Tina Anschütz, Hubert Burda Media Offenburg, und Prof. Dr. Ralph Sonntag, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Empirische Ergebnisse des Kommunikationstools LISA freundeskreis

Word of Mouth (WoM) Marketing ist Empfehlungsmarketing. Kommunikative Meinungsmacher lernen freiwillig und kostenlos neue Produkte oder Dienstleistungen kennen, testen und empfehlen diese auf Basis der gemachten Erfahrungen weiter.

Für die Wirkung- und damit Erfolgsmessung innerhalb von Instrumenten der Pull-Kommunikation existieren noch keine allgemein akzeptierte Vorgehensweise und Kenngrößen. In der Publikation “Consumer Behaviour” von Prof. Assael wird beschrieben, dass eine Person acht weitere Personen im Internet beeinflussen kann. Laut der Word of Mouth Marketing Assoziation (WOMMA) beträgt die Weiterverbreitungsrate zwischen den durch eine Word-of-Mouth-Kampagne beeinflussten Personen und deren wieder beeinflussten Personen 4,2. Solche Wirkungsstudien gibt es zahlreiche und sicherlich ist dabei auch differenziert die Zielgruppe, das WoM-Werbeobjekt, das Wettbewerbs- und Werbeumfeld dabei zu betrachten.

LISA Freundeskreis

Diese Tester-Community umfasst rund 50.000 Mitglieder, von denen 96 % Frauen sind. Durch die Zeitschrift LISA existiert eine enge Bindung zu der Printmarke, ferner können dadurch auch crossmediale (Print, Online, Word-of-Mouth) Kampagnen umgesetzt werden.Zur zukünftigen Optimierung von WoM-Kampagnen wurden verschiedene Faktoren untersucht.

1. Untersuchung der Tester innerhalb einer WoM-Kampagne

Die Tester von mehreren Kampagnen wurden hinsichtlich Ihrer Profile und ihres Weiterverbreitungsverhalten untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass folgende Faktoren keinerlei Einfluss auf das selbst induzierte Weiterverbreitungsverhalten haben:
•    Ausbildung
•    Einkommen
•    Interesse Computer/ Internet
•    Kinder

Grafik21 in

Grafik3 in

Nicht verwunderlich, aber empirisch auf Basis der Tester untersucht, haben die Faktoren
•    in einem Verein aktiv
•    Anzahl der Freunde
sehr großen Einfluss.

Je intensiver das soziale Umfeld ist, desto höher der WoM-Effekt bei den Testern.

2. Bewertung von Instrumenten innerhalb der WoM-Kampagne

Innerhalb von WoM-Kampagnen werden verschiedene Werbeinstrumente genutzt, um die WoM-Kampagne umzusetzen und zu begleiten. Bei LISA Freundeskreis ist u.a. der Erfolg der WoM-Kampagne von Anzahl der Tester, Anzahl der begleitenden Blogbeiträge und Newsletter abhängig. Diese Faktoren werden als Inputfaktoren bezeichnet. Der Output ist später die Anzahl der generierten WoM-Kontakte. Es ist anzunehmen, dass ein positiver Zusammenhang zwischen den Inputfaktoren und dem Output existiert. Für die vorgenommene Untersuchung wurde der Ansatz der linearen Regression genutzt, da die Inputfaktoren innerhalb eines „gleichen“ Bereichs liegen. Die Steigung gibt den Einfluss des Instruments auf die Wirkung, also den WOM-Kontakten, wieder.

WoM Wirkung in

Im Bereich „Familie“ übt der Faktor Tester die größte Wirkung aus. Je entfernter das soziale Umfeld, umso weniger wirken WoM- und Werbeinstrumente.

Zusammenfassung

Mit dieser Methodik können WoM-Kampagnen optimiert werden. Dieses kann z. B. bei der Auswahl der Tester geschehen. Die Rangfolge der Wirkung bei den Instrumenten kann berücksichtigt werden. Somit ist eine Art Mediaplanung zu Beginn und zur Laufzeit der WoM-Kampagne möglich.

Dieser Gastblogbeitrag ist die Zusammenfassung eines Vortrags auf dem 5. wissenschaftlichen interdisziplinären Kongress für Dialogmarketing des DDV. Den kompletten Vortrag können Sie gerne bei den Autoren anfordern.

IT-Security: Kapitulation vor Internetkriminellen? Studie beschreibt düsteres Zukunftsszenario

DSC01016-Kopie -225x300 in

Zukunft des Internet: Zugewachsen und zugemauert?

Zukunftsstudien machen sich immer gut. Man kann mit ein paar Grundthesen im Gepäck, die zukünftige Welt so erklären, dass es einem gut ins Konzept passt. Besonders beliebt sind heutzutage Studien zur Geburtenentwicklung, die vermeintliche Rückschlüsse auf die Rente im Jahr 2050 zulassen, oder solche zum Energieverbrauch, die die vermeintliche Notwendigkeit neuer Kernkraftwerke belegen. Verschwiegen wird dabei meist, dass die Voraussagen nur eintreten, wenn die Grundannahmen richtig sind und nicht durch unvorhergesehene Ereignisse in der Zukunft über den Haufen geworfen werden.

Valider sind Studien, die mehrere Entwicklungsvarianten berücksichtigen. Eine solche hat Cisco jetzt zusammen mit dem Monitor Group Business Network zur Zukunft des Internets bis zum Jahr 2025 veröffentlicht. Vier Szenarien beschreiben mögliche Richtungen, in die sich das Internet entwickeln kann, basierend auf über einem Jahr Forschung, Datenerhebungen und Interviews. Sie zeigen auf, wie eine Reihe kritischer Faktoren wie Regelungen zur Netzneutralität, Investitionen in die Infrastruktur, Reaktionen der Konsumenten auf neue Preismodelle und Technologieakzeptanz sich auswirken könnten. Eines der Szenarien zeichnet eine vergleichsweise rosige Zukunft ungebremsten Wachstums mit neuen Produkten und Services und einer intensiven Nutzung des Internet. Die drei anderen richten ihr Augenmerk auf die Untiefen, Fallstricke und Gefahren, denen sich Unternehmensführer und politisch Gestaltende ausgesetzt sehen könnten.

Cisco identifizierte insgesamt 14 Hauptfaktoren, die ökonomische, soziale, politische und technologische Entwicklungen charakterisieren und fasste sie, um die Prognosen greifbar und durchaus auch provokant zu gestalten, in drei „Achsen der Unsicherheit“ zusammen. Die erste Achse variiert die Einschätzungen zur Frage, ob es weltweit zu einem extensiven Breitbandausbau als Ergebnis der kombinierten öffentlichen und privaten Investitionen kommt – oder zu einem sehr begrenzten? Die zweite Achse orientiert sich an der Frage, ob der technologische Fortschritt mehr inkrementell oder sprunghaft voranschreitet? In der dritten Achse geht es darum, ob Anwender weiter ungezügelt nach immer mehr und umfangreicheren Internetanwendungen verlangen oder ob es hier vermehrt zu Einschränkungen und Zurückhaltung kommt.

Besonders interessant aus dem Blickwinkel der IT-Sicherheit ist das Szenario „Insecure Growth“. Hier zeichnet der Netzwerkspezialist eine (Internet-) Zukunft, die fest im Griff von Internetkriminellen ist. Aus diesem Grund sei das Internet auch nicht die Handelsplattform geworden bzw. geblieben, wie sie sich Organisationen weltweit und zwar bis in die entlegensten Ecken gewünscht hätten. Regierungen und Organisationen sind überfordert angesichts der allgegenwärtigen Internet-Kriminalität. Software-Downloads von Update oder iPhone-Apps oder elektronischer Aktienhandel über das offene Internet sind zu gefährlich geworden und werden daher nicht mehr praktiziert. Das Internet wird zwar schon noch geschäftlich genutzt, aber nur in aufwändig gesicherten Bereichen für die extra bezahlt wird. „”Combating cyber-crime has become a continuous, high-cost low return endeavor, much like the old war on drugs.“

Gründe für diese pessimistische Prognose sehen die Autoren darin, dass zu viele Menschen über einen längeren Zeitraum zu sorglos im Internet unterwegs waren und nicht bemerkten, dass an allen Ecken und Enden Internetbetrüger, Kriminelle und zugange waren, Rechner anzapften und sich organisierten. Dabei entwickelten sie so raffinierte und komplexe Angriffsmethoden, denen die Sicherheitsprogramme nicht mehr gewachsen waren.

Sicherlich soll ein solches Szenario primär aufrütteln und warnen. Und sicherlich sind wir derzeit auch noch weit davon entfernt, dass Internetkriminalität ganz generell nicht effektiv bekämpft werden kann. Noch handelt es sich nur um ein Zukunftsszenario. Dennoch zeigen die jüngsten Äußerungen des Präsidenten des Bundeskriminalamts Ziercke, dass die Bedrohung schon heute sehr ernst genommen werden muss. Ihm zufolge gehen 60 Prozent aller Ermittlungen gegen Internetkriminalität ins Leere. Für 2010 sei ihm zufolge allein durch Betrug bei Banktätigkeiten in Internet hierzulande mit einem Schaden von 17 Millionen Euro zu rechnen. Das BKA und der Branchenverband BITKOM erwarten zudem circa 5.000 angezeigte Fälle von Phishing, was einer Zunahme von 71 Prozent entspräche. (Das sind absolut gesehen geringe Summen, aber die Dunkelziffer ist in beiden Fällen groß.) Immerhin: Unbeschwert und naiv geht die große Mehrheit der Deutschen nicht mit dem Internet um, wie eine vom BITKOM vorgestellte Studie aufzeigt. Drei Viertel aller Menschen, die hierzulande das Internet nutzen, fühlen sich bedroht, und jeder Fünfte verzichtet deswegen auf Online-Shopping.

Es besteht also Grund zur Hoffnung. Denn eine gesunde Skepsis ist die sicherste Medizin gegen Internetbetrug.

Social Media: Vorträge und Bücher sind gut, Coachings sind besser

Happy Three Friends Photocase163768511 Kl-300x199 in Social Media im Unternehmen funktionieren dann besonders gut, wenn die Aktivitäten von möglichst vielen Mitarbeitern getragen und unterstützt werden. Pflegt ein Einzelkämpfer die Beziehungen ins Web, kann dieses Expertentum zu einer digitalen Kluft führen. Aus dem Spezialisten wird der Geek, bei seinen Kollegen verliert das Thema an Akzeptanz.

Damit das nicht passiert, müssen alle Mitarbeiter, die mit Social-Media-Aktivitäten betraut werden, auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden. Das darf jedoch nicht – wie im Mathe-Unterricht – der kleinste gemeinsame sein. Mit dem Besuch der vielen Veranstaltungen und Kongresse zum Thema, der Lektüre eines Fachbuchs oder einer Webrecherche nach den besten Werkzeugen für den Follower-Aufbau bei Twitter ist es also nicht getan.

Coaching als Fundament für Social Media

Bei der Betreuung unserer Kunden haben sich spezielle Coachings bewährt. In kleinen Gruppen entsteht das Fundament, das die gesamten Social-Media-Aktivitäten eines Unternehmens trägt. Wird das Coaching entsprechend vorbereitet, weiß der Coach genau, an welcher Stelle welche Informationen benötigt werden und auf welche Plattformen und Werkzeuge er im Workshop abzielen muss. Als Ergebnis steht anschließend im Idealfall eine nicht zu kleine und feine Truppe motivierter und geschulter Netzwerker bereit, die sich gegenseitig unterstützen und ergänzen.

Neben der bloßen Wissensvermittlung erfüllen die Coachings auch einen strategischen Zweck. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass erst in solchen Coachings die verschiedenen Einstellungen der einzelnen Mitarbeiter und die ganz individuellen Fragestellungen innerhalb des Unternehmens deutlich werden: Typische Diskussionspunkte sind beispielsweise die Grenzen zwischen privater und geschäftlicher Kommunikation, welcher Unternehmensbereich den Lead übernimmt und in welcher Art und Weise das Monitoring erledigt werden soll.

Da solche Fragen unbedingt beantwortet sein müssen, bevor mit der Erstellung von Strategie und Guidelines begonnen werden kann, sind Coachings der erste Schritt und eine wichtige Grundlage für Strategien und Guidelines. Nur dann überhaupt können Unternehmen die eigene Identität im Web gestalten.

Neben Workshops für Gruppen wie Marketing- oder PR-Abteilungen machen auch Einzelcoachings für Kommunikationsmanager oder Geschäftsführer Sinn. Auch oder insbesondere weil nicht jeder Entscheider persönlich in Social Networks registriert sein oder twittern muss. Unabhängig vom Grad der Vorkenntnisse versetzen solche Workshops den Teilnehmer in die Lage, Budget- und Strategieentscheidungen, die Social Media mit einschließen, künftig fundiert und auf Basis eigenen Wissens und grundlegender Erfahrungen treffen zu können.

Coachings sind also in jedem Falle für Unternehmen ein guter Einstieg in die Social Media Relations – sowohl für die Mitarbeiter, die aktiv die Beziehungen im Web gestalten, als auch das Management, das jetzt in der Lage ist, künftige und vergangene Online-Aktivitäten zu bewerten.

Frag’ das Erdferkel!

Wenn ich morgens – egal ob um 6.00 oder 9.30 Uhr – meinen Rechner hochgefahren habe und Twitter oder Tweetdeck öffne, sehe ich täglich weit über ein Dutzend Tweets à la „Guten Morgen, liebe Twitterer!“ oder „Hallo Welt – bin da!“. Twitter kennt ja viele Spielregeln und jeder Zwitscherer hat so seine ganz eigenen Nutzungsgewohnheiten. Ich habe mich aber doch immer wieder gefragt, ob hinter diesen Guten-Morgen-Meldungen mehr steckt: Vielleicht der Geheimcode einer Twitter-Subcommunity? Oder eine Netiquette, die ich seit Jahren missachte?

Erdferkel in

Ich wollte es genau wissen. Dazu habe ich mich des Dienstes Aardvark bedient. Dieser verbindet Freunde miteinander, um ungelöste Fragen schnell zu klären. Ich gebe meine Frage ein – vorsichtshalber auf Englisch: „Why do people twitter ‘Good morning, dear Twitter community!’ when they start their day? Does this make any sense?“ Diese Frage schickt Aardvark nun an die Community, genauer gesagt: an ausgewählte Menschen, die sich hier mit einem Expertenprofil registriert haben. Sie haben z. B. angegeben, dass sie sich zum Thema „Twitter“ auskennen und dass sie gern bis zu dreimal am Tag für Antworten auf Aardvark-Fragen zur Verfügung stehen. Klassisches Crowdsourcing also.

Aardvark recherchiert nicht in Datenbanken von Suchmaschinen, sondern befragt Personen, die sich als Experten bei Aardvard registriert haben. (Ich bin dort übrigens auch zu ein paar Themen „Experte“ und wurde auch schon um Tipps gebeten.) Aardvark kann via E-Mail, Instant Messenger, Twitter und über das iPhone genutzt werden, sowie über die Website vark.com. Im Februar 2010 hat Google das Unternehmen übernommen, seither kann man auch sein Google Profil in Aardvark einbinden.

Die Antworten kommen in der Regel innerhalb von 5 Minuten, bei mir ging’s noch schneller. Ross aus New York schreibt mir nach knapp zwei Minuten:

There are several kinds of twitter people. One group uses it for business… and then there are the people who have verbal diarrhoea who think everyone wants to read what they have to write. It’s those people that typically say things like “Good morning twitter.”

Zwei Minuten erreicht mich eine Mail von Martin aus Manchester:

That’s the way they choose to use Twitter. Not the way I’d do it but you don’t have to follow them if they annoy you by doing it Icon Smile in

Beneidenswert, was Lee ebenfalls aus New York, eine Minute später dazu weiß:

I’ve never seen anyone do that

Zwei weitere Minuten später Brian aus Dedham:

There is a community of Twitter users. For some, it is as important as their real life communities. For them, it is like walking into the office and saying good morning to everyone.

Und schließlich noch Anne aus München:

Tja, dann wissen die “Follower”, dass derjenige jetzt auch da ist und man kann ihn direkt mit privaten Nachrichten und ähnlichem bombardieren… So seh ich das. Ich mach es selber aber nicht und halte es auch für relativ überflüssig.

Nach acht Minuten habe ich also Gewissheit:

a) Crowdsouring funktioniert! Das Erdferkel (engl. aardvark) hat ganz Arbeit geleistet.

b) Die Guten-Morgen-Tweets sind wohl tatsächlich weitgehend sinnfrei. Wenigstens wussten die Aardvark-Experten auch nicht mehr als ich. Beruhigend.

Wer es selber mal ausprobieren will: www.vark.com. Registrieren und fragen. Oder antworten. Beides macht Spaß und ist hilfreich.

Nachtrag: Gerade habe ich diesen Beitrag fertig gestellt, da treffe ich auf http://twick.it, eine Art Kombination aus Wiki und Twitter. Das nächste Crowdsourcing-Tool …

(Bild: www.zoo.saarbruecken.de)

Jahrmarkt in Hannover – Gedanken zur CeBIT 2010

DSC00371-300x225 in

München, 2. März 2010 - Nix Neues in Hannover? AZ-Werbung zur CeBIT 2010 mit altem Palm-Handheld

Vor knapp einer Woche schloss die CeBIT 2010, die weltgrößte IT-Messe, ihre Pforten. Die Zahlen sind bekannt: Die Besucher- und Ausstellerzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabilisiert, bei ersteren gab es ein Plus von 3,7 Prozent, die zweiteren haben nur ganz leicht abgenommen. Beim Vergleich der Besucherzahlen von Messe zu Messe, ohne den fehlenden Tag herauszurechnen, bewegten sich sehr viel weniger Menschen durch die Hallen. Un die Zahl der Aussteller ist wieder da angelangt wo sie vor 20 Jahren schon mal war. Grund genug für so Manchen Abgesänge auf die Messe anzustimmen.

„Ich gebe der CeBIT noch drei Jahre … – Also ich war dieses Jahr das letzte Mal da. –  Die Messe ist tot, ich meine, nicht dieses Jahr und auch nicht nächstes, aber in ein paar Jahren sicher. Das Konzept hat sich überlebt … Aus publizistischer Hinsicht hat die CeBIT weniger zu bieten als früher: viel weniger Produktlaunches, kaum Top-Management vor Ort, es werden keine Trends mehr gesetzt.“ Als ich am Dienstagabend, meinem ersten Messetag, die Hallen in Hannover-Laatzen verließ, hatte ich mich von der negativen Stimmung insbesondere von Journalisten anstecken lassen.

Negativ war die Stimmung tatsächlich anfangs im Pressezentrum. Einige Journalisten schienen den „goldenen Jahren“ nachzutrauern. Aber: tempora mutantur – die Zeiten ändern sich und die Menschen mit ihnen. Als die CeBIT vor neun Jahren den Aussteller- und Zuschauerspitzenwert (wohl) aller Zeiten erreichte, hatten die Redaktionen die Stellenstreichungen der Folgejahre noch vor sich, wer konnte, kam zur CeBIT. Es gab quasi keine Konkurrenz anderer Messen und die ganze IT-Branche schwebte auf Wolke Sieben.

Diese Zeiten sind längst vorbei, auch wenn Cloud Computing schon wie letztes Jahr eines der Trendthemen der CeBIT war. Die Messeleitung greift solche aktuellen Themen auf und versucht so seit ein paar Jahren den Puls der Zeit wieder zu finden – und Aussteller sowie Besucher mit einem entsprechenden Programm zur Messe zu locken. Das gelingt, wenn auch nicht immer mit durchschlagendem Erfolg. Immerhin sind einige Firmen zur Messe zurückgekehrt, andere wie Google sogar erstmals dabei gewesen. Bei Veranstaltungen wie dem Broadband-Forum oder dem CeBIT Studio Mittelstand wurden aktuelle Themen zielgruppengerecht aufbereitet und modern dargeboten.

Und ohne die vielen Gespräche mit negativen Tenor am ersten Messetag, wäre mein Eindruck da schon positiver gewesen. Weil nämlich einige Hallen geschlossen und das Interesse insgesamt größer war als im Vorjahr, war doch auch an diesem traditionell ruhigen Tag schon mehr los. Im Verlauf der folgenden zwei Messetage wandelte sich mein Eindruck von Zustand und Zukunft der Messe. Der Webciety-Bereich, der besonders die Internet-Firmen ansprechen sollte, hatte beständig viele Besucher und interessierte Zuhörer bei den Podiumsdiskussionen. Unternehmensvertreter freuen sich in Gesprächen über reichen Andrang und gute Geschäfte und auch die eine oder andere Innovation sprang mir ins Auge. In Halle 9 zeigten mir beispielsweise begeisterte Jungforscher vom Institut Carnot M.I.N.E.S. eine von ihnen entwickelte Drohne, die von einem iPhone über WLAN und ohne GPS gesteuert wurde.  Auch die Insidermeinungen wurden positiver. Die CeBIT bleibe für sie der wichtigste Branchentreffpunkt im Kalenderjahr, meinte eine Journalistin, die ich in der Planet Reseller-Halle traf. Ein ehemaliger Journalist, mittlerweile Analyst und Berater, brachte nach eigenem Bekunden von jedem Termin einen Auftrag mit.

An meinem letzten Messetag kam ich auch am bayerischen Gemeinschaftsstand vorbei: Bayern Innovativ war hier vertreten. Ein Schild wies am Eingang darauf hin, dass heute bayerischer Tag auf dem Stand sei. Und plötzlich hörte ich mir aus München vertraute Töne: Blasmusik. Skurril mutete das schon an, inmitten all der Hightech-Installationen. Aber diese musikalische Einlage zur Mittagszeit brachte mich auf den Gedanken, was die CeBIT für mich ist und bleibt: die führende Schau der ITK-Branche, oft geschäftsmäßig, häufig technikverliebt und immer noch mit neusten Innovationen, manchmal ein Parcours für Jäger und Sammler, immer aber eines: der jährliche Treffpunkt und Jahrmarkt einer Branche, die gereift ist und einen enorm wichtigen Stellenwert für die Gesamtwirtschaft hat.

Japan aufs Handy – Kulturstudien 2.0

Es gibt wahrlich viele Liebhaber der japanischen Kultur. Da ich mich selbst nicht dazu zähle, wäre es falsch und unangebracht, mich hier über Sitten und Gebräuche eines Landes zu ergehen, zu dem ich einfach keinen Zugang habe. Das Land ist mir fremd und ich habe bisher keinen verstärkten Wert darauf gelegt, es in näherer Zukunft kennenzulernen.

Doch wie das Leben so spielt, wird man beruflich immer mit den Dingen konfrontiert, die man in einem aufwändigen Prozess privat immer hervorragend vermieden hat. Plötzlich werde ich mit einem Projekt konfrontiert und habe keine Möglichkeit mehr, dem Thema Japan und seiner Kultur auszuweichen.  Und ehe man sich’s versieht, ist man mittendrin in der japanischen Alltagskultur und dummerweise hat man plötzlich Spaß dran.

Was ist “51 Japanese Characters“?

Der Designer Peter Machat war während seines Studiums längere Zeit in Japan und hat sich dort mit japanischen Gebräuchen und Verhaltensweisen beschäftigt. Da er sich für diese Themen schnell begeistern konnte, kam er bald auf die Idee, seine neu entdeckte Leidenschaft mit seinen grafischen Talenten zu verbinden und rief das Projekt ins Leben. Aus seinen zahlreichen Erfahrungen resultierend hat er über Monate hinweg Verhalten, Ticks, kulturelle Eigenheiten und Einstellungen seiner japanischen Umwelt gesammelt und in ein einzigartiges Projekt verpflanzt.

Anhand von 51 liebevoll gestalteten verschiedenen Stereotypen erklärt Peter Machat Japan und seine Menschen. Da ist beispielsweise „Cosplay“, ein grünhaariges Mädchen mit Stern auf der Stirn und einem Zauberstab in der Hand.

51characters ITunes Screenshot03-200x300 in

„Cosplay. Sie liebt Anime und Manga. Jeden Sonntag verkleidet sie sich als ihre Lieblingsanimefigur und trifft sich mit anderen Cosplayern in Harajuku und dem Yoyogi Park. Sie mag es, wenn man sie fotografiert, und freut sich, wenn sie ein Foto von sich in einem ihrer geliebten Cosplay Magazine findet. Ihr größter Traum ist es, einer der großen Cosplayerinnen der wachsenden internationalen Szene zu werden.“

Und genau so verhält es sich mit anderen Figuren. Ekiin drückt die Fahrgäste in die überfüllte Tokioter U-Bahn, Oyaji ist der strenge altmodische japanische Vater und Okama ist eine Travestiehostess, die in einer entsprechenden Bar arbeitet.  Für all die Figuren, die auch der Japan-Laie vielleicht schon mal gesehen hat und sich immer gefragt hat, in welcher Kultur solche Charaktere entstehen, hat Peter Machat eine spielerische Weise entwickelt, sie den Leuten näherzubringen

Was ist neu?

Zunächst hat Peter Machat die Figuren nur auf einer Homepage gezeigt und Poster und Postkartensets dazu verkauft. Jetzt kommt er mit einer passenden iPhone-App auf dem Markt. Mit dieser App kann man sich die Figuren nicht nur ansehen und mehr über deren Charakter erfahren, sondern man kann  die Charaktere mithilfe eines Baukastensystems auch miteinander kombinieren, somit bis zu 130.000 neue Stereotypen kreieren und diese dann auch per Mail an Freunde verschicken.

512x512neu Geisha-300x3001 in

Im Gegensatz zu vielen anderen kostenlosen Apps hat „51 Japanese Characters“ drei innovative Eigenschaften. Erstens wird der User selbst gestalterisch tätig und schafft seine eigenen Charaktere, zweitens kann er mit anderen iPhone-Usern interagieren und drittens erfährt er mehr über Japan und seine Gebräuche. Letztlich lernt man auf spielerische Art und Weise die japanische Kultur kennen und wird zum Nachdenken angeregt. Fremde Kulturen auf diese Weise zu entdecken, macht nicht nur Spaß, sondern kann auch eine Möglichkeit sein, auf zunächst seltsam erscheinende Verhaltensweisen humorvoll zu reagieren und damit Verständnis , Toleranz und letztlich Akzeptanz zu schaffen. In einer globalisierten Welt, in der das Fremde an jeder (virtuellen) Ecke wartet, ist der Zugang über Stereotypen eine Variante, die eigenen Vorurteile zu entkräften und auch über eigene kulturelle Eigenheiten nachzudenken.

Wer mehr erfahren möchte, wird auf www.51characters.com fündig und kann sich hier auch die App herunterladen.

Mit der Cyber-DNA gegen Cyberspionage?

IStock 000005356215Small-300x199 in Im neuen Roman von Frank Schätzing Limit jagt eine der Hauptpersonen Cyberkriminelle in China. Beim Lesen des Romans, der immerhin im Jahr 2025 spielt, habe ich mich gefragt, warum der Autor sich nicht neue Arten von Cyberattacken ausgedacht hat, so sehr ähneln seine Fiktionen aktuellen Analysen – und Geschehnissen. China und die USA spielen dabei eine wichtige Rolle, aber Wirtschaftsspionage im Internet ist ein globales Problem.

Die Auseinandersetzung zwischen Google und der chinesischen Regierung scheint auf den ersten Blick auch eher wie das Phantasieprodukt eines begabten Schriftstellers zu wirken. Die chinesische Regierung hat demnach gezielt Hacker beauftragt, Daten über Bürgerrechtler auszuspionieren – und das offensichtlich erfolgreich. Sie hat das vehement bestritten, Google scheint indes so sicher, dass es sein China-Geschäft in Frage gestellt hat.

Dieser weltweit bekannt gewordene Fall illustriert einen Trend. Neben Google wurden im Dezember 2009 34 weitere amerikanische Unternehmen höchstwahrscheinlich von China aus attackiert. Im Sommer 2009 griffen Hacker 100 amerikanische Unternehmen über manipulierte PDF-Dokumente an, allerdings ohne Erfolg, so Eli Jellenc, Vorstand der internationalen Abteilung für Cyber Intelligence bei Verisign iDefense.  Und Ende Januar erst wurde ein Bericht bekannt, demzufolge die nordamerikanischen Ölfirmen Marathon Oil, ExxonMobil und ConocoPhilips Opfer von Hackern wurden. Laut Christian Science Monitor haben Unbekannte schon im Jahr 2008 vertrauliche Informationen über Ölvorkommen und E-Mail-Passwörter gestohlen. Ein Angriff konnte nach China zurückverfolgt werden.

Es geht nicht darum, einen Cyberwar von China gegen US-amerikanische Unternehmen zu konstruieren. Internetspionage erfolgt sicherlich in vielfältige Richtungen – und ist auch nicht neu. Was aber irritiert, ist die Tatsache, dass die verwandten Methoden immer perfider werden. Bei der Attacke, die darauf abzielte, Zugang zu persönlichen Informationen der chinesischen Dissidenten zu erlangen, gaben sich die Angreifer als Freunde von Mitarbeitern aus. So hat McAfee-CTO George Kurtz der Financial Times erklärt, die Hacker hätten sich vor den Angriffen informiert, wer die verantwortlichen Personen in den Unternehmen seien und wie man sie kontaktieren könne. Jemand habe sich die Mühe gemacht, unter den Freunden nach potenziellen “Mithelfern” zu suchen. Über eine Instant-Messaging-Lösung hätten sie Malware an die Opfer geschickt.

In dem Fall der attackierten Ölfirmen sei es sogar so, „dass ausländische Geheimdienste die Kontrolle über wesentliche Teile ihrer Netzwerke“ übernommen hätten, so eine Quelle. Was die Verantwortlichen dort nicht glauben wollten, aber wahr sei, weil der „Schädling nicht wie ein normaler Virus“ funktionierte. Etwas so Raffiniertes und Hartnäckiges haben wir noch nie gesehen.”

Gestern brachte die FTD als Aufmachermeldung, dass Hacker das europäische Register für den Emissionshandel geplündert haben. Die Kriminellen stahlen Verschmutzungsrechte und verkauften sie weiter. Laut Candid Wüst von Symantec hat der Markt für Cyber Warfare und Wirtschaftsspionage im Jahr 2009 ein weltweites Budget von 8,12 Millionen US-Dollar. Er bezieht sich auf Zahlen von Companiesandmarkets. Die jüngsten Fälle lassen annehmen, dass die Tendenz weiter deutlich nach oben zeigt.

Was also dagegen tun? Vielleicht hat das Pentagon demnächst das unschlagbare Mittel gefunden. Denn seit Ende Januar sucht eine neue gegründete „Cyber-Genom“-Arbeitsgruppe nach der eindeutigen, nicht zu widerlegenden digitalen DNA der Hacker. Was das genau sein soll und wie sich die Wissenschaftler des Pentagon diesem Thema annähern, liest sich so spannend wie der neue Roman von Frank Schätzing ab Seite 346. Doch das ist eine andere Geschichte – für den nächsten Blog.

Welcher Branche vertrauen die Deutschen?

„Vertrauen ist zur wichtigen Währung im Urteil von Personen und Institutionen geworden. Zum einen weil unsere Gesellschaft so komplex geworden ist, dass sie niemand mehr versteht und zum anderen weil durch das Internet sämtliche Prozesse und Verhaltensweisen transparent sind“, erläutert Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer von TNS Emnid. Da das Schaffen von Vertrauen eine zentrale Aufgabe der PR ist, betrachtet unser Branchenverband, die GPRA, zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid ab sofort viermal jährlich die Vertrauenswerte von Unternehmen und Institutionen. Dabei beleuchtet der Index acht verschiedene Branchen:

- Gesundheitsbranche
- Automobilbranche
- Energie- und Wasser¬versorger
- Informationstechnologie
- Finanzbranche
- Lebensmittelindustrie
- Chemische Industrie
- Verkehrs- und Transportunternehmen

Die Ergebnisse der ersten Erhebung zeigen, dass die Deutschen der Lebensmittelbranche das meiste Vertrauen schenken. Grund zum Jubeln gibt es jedoch bei einem Indexwert von 42,1 von 100 möglichen Punkten keinen. Klare Verlierer des GPRA-Vertrauensindex sind die krisengeschüttelte Finanzbranche und die Energieindustrie. Bei der Betrachtung der Einzelergebnisse wird deutlich, dass beide unter einem massiven Glaubwürdigkeitsproblem leiden: Nur rund 20 % Prozent der deutschen Bevölkerung vertrauen den Aussagen dieser Branchen

Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer computergestützten persönlichen Befragung (CAPI) erhoben. Dabei wurden vier verschiedene Bereiche von Vertrauen überprüft.

Ehrlichkeit-300x225 in

Vertrauensindex Teilbereich Ehrlichkeit

Verantwortung1-300x225 in

Vertrauensindex Teilbereich Gesellschaftliche Verantwortung

Mitarbeiter-300x225 in

Vertrauensindex Teilbereich Umgang mit Mitarbeitern

Kunden-300x225 in

Vertrauensindex Teilbereich Umgang mit Kunden

Der Indexwert gewichtet die vier Dimensionen und stellt so das Vertrauensniveau der deutschen Bevölkerung dar.

Unbenannt in

Aus dieser Studie kann man aus der Sicht der PR nun zweierlei Schlüsse ziehen.
- Leistungen und Verhalten der einzelnen Branchen sind nicht zufriedenstellend
- Leistungen und Verhalten der Branchen sind zwar zufriedenstellend, werden allerdings nicht oder schlecht nach außen transportiert.
Im ersten Fall können auch PR und Werbung nicht viel ausrichten. Ein mündiger Bürger wird sich kein X für ein U vormachen lassen und Vertrauen nur dann aussprechen, wenn er es auch für berechtigt hält. Die PR-Branche kann nur hoffen, dass es sich um den zweiten Fall handelt. Dann bedarf es allerdings neben einer Verbesserung der Qualität weiterer missionarischer Anstrengungen gegenüber den Kunden, um ihnen die Leistungen professioneller PR-Arbeit klar zu machen.

Mehr dazu: http://www.pr-guide.de/index.php?id=384

Baden-württembergische Kreativwirtschaft auf Wachstumskurs – und Sympra mitten drin!

080623 Header Create Li in Die Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg ist – auch in Zeiten der Krise – gut aufgestellt. Als besonders zukunftsträchtig erweist sich der Bereich Werbung/Marktkommunikation/PR auf, der 22 Prozent zum Gesamtumsatzes der baden-württembergischen Kreativwirtschaft beibringt. Hohes Potenzial weist außerdem der Bereich Software/Games aus; mit einem Anteil von 21 Prozent am Gesamtumsatz liegt er weit über dem Bundesdurchschnitt (14 Prozent). Das ist das Ergebnis einer Studie der Prognos AG, die im Auftrag der MFG Baden-Württemberg im Rahmen des EU-Projekts CReATE durchgeführt wurde. Sie liefert erstmals detaillierte Informationen zur Struktur und Wirtschaftsstärke der baden-württembergischen Kreativwirtschaft für den Zeitraum von 2003 bis 2007. Um ein aussagekräftiges Bild zu zeichnen, haben die Experten die Branche nach ihren Teilbereichen separat analysiert: Software/Games, Werbung/Marktkommunikation/PR, Print und Medien, Design/Medienkunst/Architektur sowie Film/Fernsehen und Musik. Die CReATE-Unternehmen setzten in Baden-Württemberg 2007 insgesamt rund 27,2 Milliarden Euro um. Dies sind knapp drei Prozent des Umsatzes der Gesamtwirtschaft des Landes. Dabei wird deutlich, dass der Branchenkomplex im Verhältnis zum erwirtschafteten Umsatz sehr beschäftigungsintensiv ist.

Eine der Boomregionen: Stuttgart. Die Studie gibt zudem Auskunft über die regionalen Besonderheiten der Kreativwirtschaft im Land. Stark konzentriert ist die Branche in der Region Stuttgart –hier arbeitet mit  85.300 Personen mehr als ein Drittel der insgesamt 248.500 Erwerbstätigen, die der Branche zugeordnet werden können. Über alle Wirtschaftsgruppen hinweg sind in der Region Stuttgart dagegen lediglich 27 Prozent der Erwerbstätigen konzentriert. Durch diese Differenz wird deutlich, dass eine hohe Affinität des Branchenkomplexes CReATE zu urbanen Regionen und Zentren besteht. (Die detaillierten Ergebnisse der Studie „Quantitative Analyse der CReATE-Branchen in Baden-Württemberg“ stehen unter hier zum kostenlosen Download bereit.)

CWF2009 LOGO DATUM 4C in Was macht kreative Regionen aus und was macht sie attraktiv für Talente, Kreative und die Creative Class? Mit diesen Fragestellungen beschäftigen sich auch internationale beim Creativity World Forum 2009, das Anfang Dezember in Ludwigsburg stattfindet. In den Experten-Panels der Districts of Creativity präsentieren und diskutieren sie internationale Initiativen, Förderansätze im Bereich der Kreativwirtschaft und Strategien für die Standortentwicklung.

New York – impressions from a business trip

The Public Relations Network (PRN) held its first meeting outside of Europe in New York on June 26th and 27th. The meeting was hosted by partner Mantra Public Relations. 15 members from Europe, Australia and America gathered at the Omni Berkshire Hotel on 52nd Street to discuss projects and collaboration within the Network as well as to swap experiences and talk about trends present and future in the world of PR. (here you can find PRN press release; keynotes on the future of publishing and the current state of social media will follow on this blog so stay tuned!)

P6280163 PRNNYJun09-1024x664 in

Actually I don’t want to write much about the Big Apple. Those who have been to New York know that it is a feast for the senses – there is just too much to see, to hear, to smell, to taste, and it would not do the City justice to try and describe everything in a short blog posting. (To those who haven’t travel to New York yet: Go there as soon as possible!)

However, I would like to note some of my observations.

Mark Sanford, Farah Fawcett and… Michael JacksonNYT-150x150 in
The day I arrived was the day Michael Jackson died. In fact the day began with former American dream girl Farah Fawcett passing away. No, to be honest it started with a live press conference by Governor Mark Sanford who, after going AWOL (absent without leave) for seven days, admitted that he had secretly flown to Argentina to visit a woman with whom he was having an affair. Wiping away the tears, he apologized to his wife and his four sons. CBS, NBC, CNN and all the other stations broadcasted live. Colleagues and experts were in the middle of commentary when suddenly the program was interrupted by the news that Farah Fawcett had passed away after having suffered from cancer. CBS, NBC, CNN and all the other stations broadcasted live. Colleagues and experts were in the middle of commentary when suddenly the program was interrupted by the news that Michael Jackson had been rushed to hospital. CBS, NBC, CNN and all the other stations broadcasted live, at the beginning referring to news brought by the paparazzi news service TMZ.com , showing just a helicopter view of the hospital. Colleagues and experts commented live. What a haunting issue forcing everyone to talk, pray and then mourn – and the media to live-broadcast and to print. Less than 24 hours later at Times Square T-shirts with ”Jacko – R.I.P. 1958-2009“ were sold by the hundreds.

Everybody is in the media business and makes media their business

During the four days I got to know a couple of people and got the impression that in Manhattan everyone is in the media business. I met an ad, video and documentary producer turned Social Media Content Strategist, a publisher of print magazines and a lot of PR people. Walking down the streets you see all those skyscrapers belonging to Condé Nast, Murray Hill, CBS or NBC, and at each corner there is a camera team making a film, interviewing passers-by. There was a live TV broadcasting from outside our hotel and I very nearly appeared in the video on New York’s Pride Parade on Michael Bloomberg’s website ((www.michaelbloomberg.com)); you can see my arm…

IMG 3360-150x150 in Celebrities
Talking about famous people. I was standing two meters away from New York’s Mayor Mike Bloomberg and I had a close-up of the Chief of New York Police Department. I saw the legendary Hotel Chelsea and read ”The Guide To Spotting Celebrities In New York City“ (e. g. Halle Berry at Barney’s and Paris Hilton at Butter). I saw so many stretch limousines and I am sure that behind each black window there was a celebrity, a politician or a business tycoon on his way to a cocktail party or a concert. (Okay I have to admit that in Little Italy the driver of one of black stretch limos offered us a ride ”forr the same prrice as a cab“.)

Reasonable and unreasonable prices
Thanks to the relatively strong Euro the US is still not too expensive for us Europeans. From JFK airport to any place in Manhattan there is a taxi flat rate of 45 Dollars (+ toll + tip), a good price for a 45 minutes trip, satellite-based onboard entertainment with satnav and news service included. The luxurious hotel ($199 per room) offered free WLAN in the room and free morning coffee. The daily rate for WLAN in our meeting room would have been $1,100, the costs for the rental of a video projector $1,100 per day.

IMG 3322-150x150 in Apple Store
I visited the Apple Store at 767 Fifth Ave. in front of the Plaza Hotel. The cathedral of the Apple disciplines is open 24/365. Located underground it can be entered by a glass cube via glass stairs. Just for your information: There is nothing for free, you have to pay for iPhone, iPod, MacBook & Co. – but really – the last time I saw crowds like this were at the CeBIT trade fair years ago! Dozens, no, it must have been hundreds of Apple fans were queuing to see and test-drive one of exhibited products or to get a personal shopping experience. To be successful you have to be hard-nosed or make a reservation in advance via the store’s website. Buy an iPod or rather buy Apple stocks!

Red Skies over Twitter P6270061 PRNNYJun09-150x150 in
In Chinatown we saw a strange weather phenomena following a heavy thunderstorm: A green-yellow-purple sky with extraordinary clouds shaped like huge balloons. The setting sun dipped the buildings in surreal bright colors. What an experience! And what a flood of tweets and Flicker photos on this meteorological anomaly the next day!

And even more
By coincidence we saw the Pride Parade on Fifth Ave. (“40 years of Stonewall riots”), there was model shooting at Abercrombie & Fitch, in the Financial District they prepared a film set, some of the photos taken from on top of the Rockefeller Center show a wonderful rainbow…

We twittered on the PRN meeting; just follow #PRN@NYC.

http://fehlermeldungen.pons.eu/?p=155