Beiträge zum Schlagwort ‘ Bernhard Jodeleit ’

Ein Monat voller Social-Media-Events mit Sympra

Twitter in der Unternehmenskommunikation, Social-Media-Strategien, Web 2.0 und Wandel in der Medienbranche – Themen, die uns bei Sympra in den vergangenen Monaten immer intensiver beschäftigt haben und die immer stärker Einzug in Beratungsalltag und Tagesgeschäft halten. Im zurückliegenden Monat durften wir uns über mehrere sehr spannende Veranstaltungen zu dem Thema unter Sympra-Beteiligung freuen:

  • Social Media – Zukunft der Kommunikation oder Spielzeug für Web-Geeks?
    Die Wahrheit über Twitter, Blogs und soziale Netzwerke

    Das Besondere an diesem Event: Es handelte sich um eine Veranstaltung der Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V. (GPRA) in Zusammenarbeit mit den Agenturen komm.passion, talkabout communications, wbpr und Sympra. Vier befreundete (na gut: sicher zudem im Wettbewerb befindliche…) Agenturen innerhalb der GPRA hatten gemeinsam (!) unter GPRA-Dach ein spannendes Event auf die Beine gestellt, zu dem mehr als 100 Entscheider aus Unternehmen, Medienbranche und Institutionen gekommen waren – allesamt geladene Gäste – eine Top-Besucherqualität. Meines Erachtens ein tolles Beispiel für unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, die ohne Twitter nicht zustande gekommen wäre, denn nur aufgrund von Social Media und Social Networking sind wir Agenturen täglich so intensiv im Austausch und entwickeln solche Ideen.
  • Twitter in der Unternehmenskommunikation
    Das Event bei der MFG Baden-Württemberg (Innovationsagentur des Landes für IT und Medien) war überaus gut besucht, Sympra hat moderiert. Ein spannend besetztes Podium unter anderem mit Uwe Knaus von Daimler (@uknaus) diskutierte das Thema aus meiner Sicht wohltuend praxisnah und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Da kam der hemdsärmlige, aber erfolgreiche Einstieg der Sparkasse Pforzheim ebenso zur Sprache wie der Umgang mit Twitter bei einem Großkonzern wie Daimler. Rechtliche Aspekte von Twitter am Arbeitsplatz wurden ebenso diskutiert wie Kommunikationsstrategisches, begonnen bei der Notwendigkeit, vor dem Loslegen eine Social-Media-Strategie zu entwickeln, bis hin zu technischen Aspekten rund um Twitter-Keywords- und -Tools. Eine tolle Veranstaltung mit tollen Gesprächen während des offiziellen Teils und im Anschluss.
  • Ganztägiger Kundenworkshop mit einer kompletten Marketingabteilung
    Mit Marketing- und Werbeleuten aus völlig unterschiedlichen Altersgruppen und mit ganz unterschiedlicher Affinität zum Social Web konnte ich in der zweiten Oktoberhälfte bei einem ganztägigen Workshop rund um Social Media und Social Networking diskutieren. Von ganz persönlichen Fragen wie “Wer muss sich wie weit ins Web 2.0 hervorwagen, wenn wir erfolgreich sein wollen?” bis hin zur Definition unternehmensweit relevanter  Strategieentscheidungen sind wir dabei gekommen. Besonders erfreulich finde ich, dass mit dem Workshop nicht die Diskussion zu Ende war – sie wurde beim Kunden intern fortgesetzt, und ich bin sehr gespannt auf das, was daraus wird. Ich hoffe natürlich, dass wir als Agentur dann auch weiter dabei sein dürfen.
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Seminarpausen gab es auch! Zum Twittern natürlich.

Drei Highlights aus einem sehr, sehr interessanten Social-Media-Herbst bei Sympra, und es geht gerade so weiter! Wir freuen uns.

@jodeleit

Links:

Social Media – Zukunft der Kommunikation oder Spielzeug für Web-Geeks?

Die Wahrheit über Twitter, Blogs und soziale Netzwerke
Veranstaltungsinfo, Aufzeichnung und Folien
Interview Monty Metzger mit mir am Rande der Veranstaltung

Twitter in der Unternehmenskommunikation
Veranstaltungsinfo
Audio-Aufzeichnung
Folien

Sympra-Podcast: Meinungsbildung im Web

Twin Sq-150x150 in DemokratieZweiNull – Wahlkampf im Web: Unter diesem Motto hat Sympra mit Partnern nicht nur eine erfolgreiche Veranstaltung mit 130 Besuchern in Stuttgart durchgeführt, sondern im Mai 2009 zudem in der virtuellen Welt Twinity referiert (siehe Bericht). Wir freuen uns, den Vortrag von Veit Mathauer und Bernhard Jodeleit jetzt auch als Podcast anbieten zu können. Details zur Community und Veranstaltungsreihe DemokratieZweiNull finden sich auf der Aktions-Website.

Sympra-Podcast

Starten Sie hier die Wiedergabe:  

Bürgerbeteiligung 2.0

Logo in Heute fand im Literaturhaus im Rahmen von Kreativraum und in Zusammenarbeit zwischen der MFG Baden-Württemberg und Sympra Die Blaue Stunde zur Demokratie 2.0 statt. MFG-Geschäftsführer Klaus Haasis informierte über europäische Bürgerkommunikation mit innovativen Medientechnologien; Andreas Huber vom InnovatorsClub und Herausgeber des Buches “Web 2.0 für Kommunen und Kommunalpolitik” und mein Kollege Bernhard Jodeleit, Sympra-Social-Media-Experte, diskutierten über Bürgerkommunikation im Web 2.0.

Collaboration und Crowd Sourcing – zwei Erfolgsfaktoren in der virtuellen und in der realen Welt. Darauf ging Klaus Haasis in seiner Einleitung ein. So entstünden z. B. Zukunftsfelder wie Gaming durch die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, ihre Akteure vernetzt, technologisch verwoben über Web-2.0-Technologien. Collaboration ist auch bei der Veranstaltungsreihe Kreativraum selbst angesagt: Das neue Format wurde begleitend zu fmx/09, Trickfilmfestival und anderen Medienveranstaltungen gemeinsam von der Landeshauptstadt Stuttgart, der Wirtschaftsregion Stuttgart und der MFG Baden-Württemberg organisiert. Wo bisher die jeweiligen Institutionen ihre Grenzen gesehen haben (die Stadt-Wirtschaftsförderung an den Stadtgrenzen, die WRS in der Region und die MFG mit ihrem Landesblick wiederum vor allem im IT-Fokus), werden diese Grenzen jetzt sinnvollerweise unbedeutend. Damit spielen nicht mehr die politischen Positionen die Hauptrolle, sondern die Vernetzung in den Marktfeldern, die das beste Mittel gegen Krisen ist.

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Andreas Huber, Bernhard Jodeleit, Klaus Haasis (v.l.)

Bernhard Jodeleit stellte anschließend Social-Media-Kanäle und -Plattformen vor, die sich speziell dafür eignen, damit sich Bürger an politischen Entscheidungen beteiligen. Blogs und Social Networks zum Beispiel, die über Twitter & Co. bekannt gemacht werden. Sein Hinweis: Die Kommunikation muss dialogisch angelegt sein, authentisch, und konzeptionell in eine Gesamtstrategie eingebettet. (Dass dies Zeit oder Geld bzw. Zelt und Geld kostet, wissen wir ja aus eigenen Projekten, wie z. B.  unsere Veranstaltung DemokratieZweiNull – Wahlkampf im Web.)

Aktuelle Beispiele der Bürgerbeteiligung im Web 2.0 stellte Andreas Huber vor. Er vertrat den Innovators Club , der sich 2005 auf Initiative des Deutschen Städte- und Gemeindebundes mit dem Ziel gegründet hat, innovative Praktiker aus dem kommunalen Umfeld mit Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik zusammenzubringen. Huber berichtete darüber, wie sich mithilfe von Web 2.0 Bürger an den kommunalen Haushaltsplanungen der Städte Köln und Hamburg beteiligen konnten. In den “Unortkataster” der Stadt Köln können die Bürger Kritik und Verbesserungsvorschläge für einzelne Stadtbereiche direkt vermerken und diskutieren. Ähnlich funktioniert das englische Projekt FixMyStreet, bei dem Schlaglöcher und andere Missstände im öffentlichen Bereich in Landkarten eingetragen werden, um die Kommunalverwaltung zum Handeln zu animieren. Ein anderes Beispiel war die Diskussion über die Gestaltung eines Gebiets an der ehemaligen Berliner Mauer, die teils im Web, teils real mit einer großen Gruppe interessierter Bürger geführt wurde.

Eine engagierte Diskussion folgte. Hier ging’s dann auch noch um ganz andere Dinge rund ums Social Web – Fakes, Digital Divide, Spam, Datenmüll.

Klar wurde an diesem Abend: Bei der Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungsprozessen stehen wir noch am Anfang und dürfen noch auf vieles gespannt sein. Ganz entscheidend für den Erfolg vom Mitmach-Web in der Politik, und da waren sich alle die Referenten einig, ist ein Umdenken der Vertreter in Politik, Parteien und öffentlicher Verwaltung. Sie müssen die neuen Instrumente kennen und sie schätzen und sich auf ganz neue, dialogische Kommunikationsformen einlassen. Technisch sind wir hier schon sehr weit …

Wer sich für das Thema Bürgerbeteiligung 2.0 interessiert, dem sei das Buch “Web 2.0 für Kommunen und Kommunalpolitik” von Franz-Reinhard Habbel und Andreas Huber (Hrsg.) empfohlen. Oder ein Anruf bei Sympra.