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Sympra-Podcast: Meinungsbildung im Web

Twin Sq-150x150 in DemokratieZweiNull – Wahlkampf im Web: Unter diesem Motto hat Sympra mit Partnern nicht nur eine erfolgreiche Veranstaltung mit 130 Besuchern in Stuttgart durchgeführt, sondern im Mai 2009 zudem in der virtuellen Welt Twinity referiert (siehe Bericht). Wir freuen uns, den Vortrag von Veit Mathauer und Bernhard Jodeleit jetzt auch als Podcast anbieten zu können. Details zur Community und Veranstaltungsreihe DemokratieZweiNull finden sich auf der Aktions-Website.

Sympra-Podcast

Starten Sie hier die Wiedergabe:  

Bürgerbeteiligung 2.0

Logo in Heute fand im Literaturhaus im Rahmen von Kreativraum und in Zusammenarbeit zwischen der MFG Baden-Württemberg und Sympra Die Blaue Stunde zur Demokratie 2.0 statt. MFG-Geschäftsführer Klaus Haasis informierte über europäische Bürgerkommunikation mit innovativen Medientechnologien; Andreas Huber vom InnovatorsClub und Herausgeber des Buches “Web 2.0 für Kommunen und Kommunalpolitik” und mein Kollege Bernhard Jodeleit, Sympra-Social-Media-Experte, diskutierten über Bürgerkommunikation im Web 2.0.

Collaboration und Crowd Sourcing – zwei Erfolgsfaktoren in der virtuellen und in der realen Welt. Darauf ging Klaus Haasis in seiner Einleitung ein. So entstünden z. B. Zukunftsfelder wie Gaming durch die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, ihre Akteure vernetzt, technologisch verwoben über Web-2.0-Technologien. Collaboration ist auch bei der Veranstaltungsreihe Kreativraum selbst angesagt: Das neue Format wurde begleitend zu fmx/09, Trickfilmfestival und anderen Medienveranstaltungen gemeinsam von der Landeshauptstadt Stuttgart, der Wirtschaftsregion Stuttgart und der MFG Baden-Württemberg organisiert. Wo bisher die jeweiligen Institutionen ihre Grenzen gesehen haben (die Stadt-Wirtschaftsförderung an den Stadtgrenzen, die WRS in der Region und die MFG mit ihrem Landesblick wiederum vor allem im IT-Fokus), werden diese Grenzen jetzt sinnvollerweise unbedeutend. Damit spielen nicht mehr die politischen Positionen die Hauptrolle, sondern die Vernetzung in den Marktfeldern, die das beste Mittel gegen Krisen ist.

Kreativraum in

Andreas Huber, Bernhard Jodeleit, Klaus Haasis (v.l.)

Bernhard Jodeleit stellte anschließend Social-Media-Kanäle und -Plattformen vor, die sich speziell dafür eignen, damit sich Bürger an politischen Entscheidungen beteiligen. Blogs und Social Networks zum Beispiel, die über Twitter & Co. bekannt gemacht werden. Sein Hinweis: Die Kommunikation muss dialogisch angelegt sein, authentisch, und konzeptionell in eine Gesamtstrategie eingebettet. (Dass dies Zeit oder Geld bzw. Zelt und Geld kostet, wissen wir ja aus eigenen Projekten, wie z. B.  unsere Veranstaltung DemokratieZweiNull – Wahlkampf im Web.)

Aktuelle Beispiele der Bürgerbeteiligung im Web 2.0 stellte Andreas Huber vor. Er vertrat den Innovators Club , der sich 2005 auf Initiative des Deutschen Städte- und Gemeindebundes mit dem Ziel gegründet hat, innovative Praktiker aus dem kommunalen Umfeld mit Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik zusammenzubringen. Huber berichtete darüber, wie sich mithilfe von Web 2.0 Bürger an den kommunalen Haushaltsplanungen der Städte Köln und Hamburg beteiligen konnten. In den “Unortkataster” der Stadt Köln können die Bürger Kritik und Verbesserungsvorschläge für einzelne Stadtbereiche direkt vermerken und diskutieren. Ähnlich funktioniert das englische Projekt FixMyStreet, bei dem Schlaglöcher und andere Missstände im öffentlichen Bereich in Landkarten eingetragen werden, um die Kommunalverwaltung zum Handeln zu animieren. Ein anderes Beispiel war die Diskussion über die Gestaltung eines Gebiets an der ehemaligen Berliner Mauer, die teils im Web, teils real mit einer großen Gruppe interessierter Bürger geführt wurde.

Eine engagierte Diskussion folgte. Hier ging’s dann auch noch um ganz andere Dinge rund ums Social Web – Fakes, Digital Divide, Spam, Datenmüll.

Klar wurde an diesem Abend: Bei der Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungsprozessen stehen wir noch am Anfang und dürfen noch auf vieles gespannt sein. Ganz entscheidend für den Erfolg vom Mitmach-Web in der Politik, und da waren sich alle die Referenten einig, ist ein Umdenken der Vertreter in Politik, Parteien und öffentlicher Verwaltung. Sie müssen die neuen Instrumente kennen und sie schätzen und sich auf ganz neue, dialogische Kommunikationsformen einlassen. Technisch sind wir hier schon sehr weit …

Wer sich für das Thema Bürgerbeteiligung 2.0 interessiert, dem sei das Buch “Web 2.0 für Kommunen und Kommunalpolitik” von Franz-Reinhard Habbel und Andreas Huber (Hrsg.) empfohlen. Oder ein Anruf bei Sympra.

Volles Haus bei DemokratieZweiNull

Zum Glück hatten wir zwei weitere Stuhlreihen einbauen lassen: So konnten wir mehr als 120 Gästen einen Sitzplatz bieten, um die Vorträge bei DemokratieZweiNull zu verfolgen. Parallel übertrugen wir die Veranstaltung als Audiostream ins Web, sodass wir weitere 260 Personen am Event teilhaben lassen konnten. Das Publikum im Saal: gemischt – Vertreter von Parteien, der öffentlichen Verwaltung, Marketingfachleute aus Unternehmen, Journalisten, Mitglieder der Web-2.0-Community, Leute aus der Kommunikationsbranche; Gäste aus der Region und von weit weg; solche, die mit Blogs, Twitter & Co. bislang noch wenig zu tun haben, einige, die schon (recht viel) Erfahrung gesammelt haben, wenige Geeks.

Wahlkampf und Web 2.0

Nach kurzer Begrüßung durch Rüdiger Dresel, Partner vom Hausherrn PricewaterhouseCoopers, machte Prof. Dr. Frank Brettschneider den Anfang mit seinem Referat: „Von Obama lernen heißt siegen lernen?“ Als ein profilierter Kenner des vergangenen US-Wahlkampfs berichtete er über die langfristig angelegten Social-Media-Aktivitäten von Barack Obama, über deren Zusammenspiel mit den klassischen Massenmedien, und ging insbesondere auch auf die Macht der Bilder ein. Jeder kennt die emotionalen Bilder aus dem Wahlkampf, auf denen Obama vor einer Menge von Menschen steht, die ihm Plakate mit „Change!“ entgegenhalten. (Im Detail gehe ich gar nicht auf die Vorträge ein; sie stehen als Video und Audio auf DemokratieZweiNull.de bereit).

Nächster Referent war mein Kollege Bernhard Jodeleit, der einen Überblick über aktuelle Plattformen, Informations- und Kommunikationskanäle gab und deren Einsatzmöglichkeiten für die Politik (aber auch für Unternehmen und Institutionen) beschrieb. Sein Credo: Social Media Relations müssen Teil der Gesamt-Kommunikationsstrategie sein, sie müssen systematisch, ernsthaft und engagiert genutzt werden – und ihr Einsatz kostet Zeit oder Geld oder beides.

Podcasting war Thema von Dusan Minic. Er hat aufgezeigt, welche Rolle Video und Audio im Kommunikations-Mix spielen, und wies darauf hin, dass ein Video- oder Audioclip nicht nur auf der eigenen Website stattfinden muss, sondern auch auf YouTube oder iTunes gestellt werden sollte, um gesehen oder gehört zu werden. Die Veranstaltung und diese Website selbst sind ein gute Beispiel für die Einsatzmöglichkeiten von Audio und Video.

Unsere Veranstaltung hieß DemokratieZweiNull, und ein sehr schönes Beispiel dafür, wie das Internet Bürger dabei unterstützen kann, politische Entscheidungen zu beeinflussen, stellte zum Schluss Johanna Schepers von der MFG Baden-Württemberg vor. Sie ist hier Projektleiterin e-Participation Plattform und ist für das Projekt VoicE verantwortlich, bei dem sich z. B. Bürger aus Baden-Württemberg und Valencia/Spanien über Verbraucherschutzthemen und die entsprechende Gesetzgebung in Brüssel informieren können.

Social Media live!

Oliver Gassner von carpe.com, einer der aktivsten Blogger, Twitterer, Kommentatoren und Social-Networker der Region, bloggte und twitterte live und informierte die Web-Community darüber, was gerade referiert wurde. Seinen Namen kennen viele, ihn als Person nur wenige. Mir ging es übrigens bei einigen anderen Gästen gleich: Die kannte ich von ihren Tweets, von ihren Blogkommentaren, manche sogar via Mail – und sah sie an diesem Abend zum ersten Mal live.

Wir hatten eine Twitterwall aufgebaut, und während die Referenten sprachen, erschienen dort die Tweets von Personen, die die Veranstaltung entweder am PC oder im Saal verfolgten. Sie gaben Inhalte der Vorträge wieder, kommentierten diese, fragten an, ob es noch Platz für sie gäbe und ob sie noch kommen dürften, stellten Fragen für die Diskussionsrunde. Ich habe zum ersten Mal live die Twitterbegleitung eines laufenden Events miterlebt und hatte anfangs Bedenken, dass diese „Parallelplattform“ von den Vorträgen ablenken könnte. Im Gegenteil – es war eine tolle Ergänzung und ein superschneller Feedbackkanal.

Überwiegend positive Reaktionen

Der Abend endete mit einem Get-Together im Foyer von PwC. Das Team von Prof. Dr. Brettschneider hatte einen Eye-Tracker aufgebaut, mit dessen Hilfe man z. B. den Blickverlauf über Parteienwebsites verfolgen konnte. Sehr aufschlussreich!

In den Gesprächen mit den Gästen bekamen wir fast ausschließlich positives Feedback. Klar, dass man es bei einem so heterogenen Publikum nicht allen Recht machen kann. Einige aus der Web-2.0-Community fühlten sich unterfordert („ist alles ziemlich einsnullig hier“), manche Aussagen der Referenten waren aus ihrer Sicht diskussionswürdig („Finde ja auch, dass gelackte Agenturvideos niemanden interessieren. Es geht um Authenzität – auch technisch.“). Eine ganze Reihe von Menschen scheinen wir aber auch wachgerüttelt zu haben und bekamen Kommentare zu hören wie: „Die Themen packen und lassen nicht ruhen: Werde umgehend anregen, diese auch in unserem Unternehmen eingehender zu vertiefen.“ Manche tauchten wohl zum ersten Mal in die Welt von Social Media ein und hatten zum ersten Mal Kontakt mit dem sagenumwobenen Twitter oder dem Phänomen Facebook („Ob ich auch twittern sollte?“, „Bislang kannte ich ja nur xing.de“).

Gesprächsstoff gab’s jedenfalls reichlich. Geplant war das Get-Together bis ca. 20.00 Uhr, um 21.30 Uhr war’s noch recht voll, die Letzten gingen kurz vor halb elf.

Für uns war das Event ein vorläufiger Höhepunkt von DemokratieZweiNull. Auch wir haben in der Vorbereitung viele Erfahrungen sammeln können, die wir in Folgeprojekten berücksichtigen werden. Eine davon: Mit Social Media und Online-PR lässt sich ein Event hervorragend promoten, die Reichweite ist gigantisch – aber es kostet auch viel Mühe, Zeit und Freizeit. Und: Man kommt in Kontakt mit vielen Menschen, die man bisher nicht gekannt hat.

Was wir bisher an Rückmeldungen – persönlich, via Mail, via Twitter – erhalten haben, bestätigt uns, dass wir einen interessanten Abend gestaltet haben. Heute Vormittag erreichte mich der Anruf eines Politikberaters aus Hessen, der mit uns ein ähnliches Event organisieren möchte. Und am 5. Mai 2009 geht’s ja schon konkret weiter mit „DIE BLAUE STUNDE ZUR DEMOKRATIE 2.0 – Bürgerkommunikation im Web“, einer Veranstaltung von Sympra und der MFG Baden-Württemberg im Rahmen von Kreativraum.

Establishing a common belief

The view from the U.S. (and of the U.S.) just got whole lot better with the inauguration of our new president, Barack Obama. Even though the stock market keeps plummeting and the nation’s financial brain trust warns of more impending disasters, hope springs eternal.

Barack Obama Poster in Indeed, 2008 was a tough business year here—and all around the world—and the forecast for 2009 doesn’t seem much better. Still, small things, like Obama signing an executive order to close Guantánamo within the next year and mandating that going forward our governmental processes include a responsible level of transparency, make a big difference, even if the “action” associated with those declarations hasn’t yet been implemented.

Sometimes just saying it makes it so, if who is speaking is believed to be credible by a majority of those listening.

Building a consensus is, after all, what each of us does everyday for each and every one of our accounts. Many times, however, spurred by anxious clients, a short-term result — hard-won editorial coverage, a well-received event with a big buzz factor, a media tour that opens a couple of stubborn press doors — can blur our sense of what PR is really about: establishing a common belief first within an inner circle of influencers and then transferring it into an entire market, so much so that simply saying something makes it feel and appear like an action has already taken place.

This is the promised land in both politics and in PR, and getting there requires a devotion worthy of pilgrims on the journey. What’s essential to “getting there” is taking advantage of high-visibility opportunities and putting one foot in front of the other,  a common message, clear communication, an honest connection, unshakeable confidence and a promise of changing how we view the world or at least some small part of it. And most of all it demands unwavering leadership.

As PR specialists we often redirect the path of a campaign and thereby relinquish our vision for it and leadership of it to the client, for any number of reasons, not the least of which is our desire to “please” the client. Witnessing Obama’s textbook single-minded, stay-in-the-moment, be-always-engaged, go-in-a-straight-line campaign, with its equal measures of vision, truth-telling, caution, optimism, inspiration and integrity, was the single most impressive demonstration of consensus-building I’ve ever witnessed. It has prompted me to recommit myself to the betterment of my agency, my profession and my country.