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„Nicht mehr die Bravo ist es, die Jugendliche anspricht.“

16 interessierte Vertreter der Handwerkskammern Baden-Württemberg, ein Referent mit vielschichtiger Erfahrung in der Jugendkommunikation und eine inspirierende Location über den Dächern von Stuttgart – perfekte Voraussetzungen für einen fruchtbaren Workshop.

DSC09534-300x224 in Und darum ging es genau: Pressesprecher und andere Kommunikationsverantwortliche der Handwerkskammern waren der Einladung vom Baden-Württembergischen Handwerkstag e.V. (BWHT) gefolgt und kamen einen Tag nach Stuttgart, um sich zum Thema Jugendansprache weiterzubilden. Unter dem Motto „Der professionelle Auftritt bei Jugendmessen“ hat Daniel Barkowski, seit 2008 Projektleiter der YOU, kurzweilig über die Trends und Erfolgsfaktoren im Umgang mit einer jugendlichen Zielgruppe berichtet. Die YOU ist Europas größte Jugendmesse und lockt jeden Sommer bis zu 150.000 Jugendliche auf das Messegelände Berlin. Aber wie macht man Jugendliche auf die Messe aufmerksam? Wie weckt man ihr Interesse? „Durch das Internet sind Jugendliche jetzt ihre eigenen Redakteure. Es ist längst nicht mehr die Bravo, die die Jugendlichen am besten erreicht“, erklärt Barkowski den Teilnehmern und macht deutlich, dass soziale Medien bei jungen Menschen mittlerweile eine größere Bedeutung haben als klassische Printmedien. Nahezu 100 Prozent der Mädchen und Jungen zwischen 15 und 17 Jahren nutzen das Internet und suchen sich dort aktiv alle Informationen, die sie benötigen. Und genau dort sollte man sie abholen. Die Präsenz auf verschiedenen Social-Media-Kanälen hält Barkowski für die Aktivierung von Jugendlichen sehr wichtig. Und das funktioniert nur mit zielgruppengerechtem Inhalt „Stellen Sie sich breiter auf“, rät Barkowski den Anwesenden und fügt hinzu: „Sie sollten sich nicht nur auf Ihre Nische konzentrieren.“ So kommt der Referent beispielsweise spontan auf die Idee, das Interesse der Jugendlichen mit einer Autogrammstunde vom VfB Stuttgart zu wecken. „Jugendliche sind heutzutage von vorne herein schon mehr gewillt, auf coole Events zu gehen. Denn damit haben Sie etwas, das sie auf Facebook posten können, um Eindruck zu machen“, fügt Barkowski hinzu. Und er überzeugte. Während anfangs einige Teilnehmer daran zweifelten, ob sich Barkowskis Erfahrungen aus Berlin so einfach auf Reutlingen, Karlsruhe und Co. übertragen lassen, setzte nach und nach immer mehr zustimmendes Nicken ein. Natürlich kann man die Maßnahmen der YOU nicht 1:1 übernehmen, aber man kann sich daran orientieren und sie auf die eigenen Ziele herunter brechen.

Handwerks-power in Der Workshop war der gelungene Abschluss einer Veranstaltungsreihe, die Sympra seit 2004 mit dem BWHT umgesetzt hat. In bis zu vier Veranstaltungen pro Jahr ging es stets darum, gemeinsam mit den Pressesprechern der Handwerksorganisationen darüber zu diskutieren, über welche Kanäle Jugendliche am besten angesprochen und fürs Handwerk begeistert werden können. Die Workshops waren Teil der Nachwuchskampagne www.handwerks-power.de des Baden-Württembergischen Handwerkstags und der acht Handwerkskammern des Landes, in der Anfangsphase unterstützt durch Mittel des Europäischen Sozialfonds.

Messen, Events und Social Media Newsrooms

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Dass Social Media Newsrooms die zeitgemäße Version des klassischen Pressebereichs auf der Website eines Unternehmens oder einer Institution sind, spricht sich ja langsam herum. Gut 100 dieser Websites wurden vor Kurzem auf der Facebookseite Social Media Newsroom zusammengestellt. Eine schöne Übersicht, aber auch gleichzeitig Beleg dafür, dass der Newsroom zurzeit immer noch Sache einer kleinen Gruppe von Pionieren zu sein scheint. Eigentlich erstaunlich, denn viele Unternehmen sind im Social Web bereits recht aktiv und haben erkannt, dass sie über Web-2.0-Plattformen ihre Zielgruppen, darunter auch neue, direkt erreichen.

Jedes Unternehmen kann seinen individuellen Nutzen aus einem Social Media Newsroom ziehen. Doch wenn man die Funktionen eines Newsrooms betrachtet (Veröffentlichen von Neuigkeiten aus dem Unternehmen, Pflege des Dialogs mit der interessierten Öffentlichkeit und Aggregation von interessanten Informationen aus dem Social Web), gibt es bestimmte Branchen, die davon besonders profitieren. Dazu gehören meines Erachtens Messegesellschaften. Für sie bildet ein Newsroom eine ideale Plattform, um Informationen der Presse bereitzustellen, um die Aktivitäten auf Blogs, Facebook, Flickr, Twitter & Co. zu bündeln und um ihren Ausstellern zusätzliche Services anzubieten, zu deren Nutzen und zum Nutzen der Messegesellschaft.

a. Pressebereich 2.0

Im Newsroom findet der Journalist alles, was er für die (Vor-)Berichterstattung über die Messe benötigt: Presseinformationen, Pressebilder (die z. B. in unterschiedlichen Auflösungen auf Flickr hinterlegt sind), Messelogos und Präsentationen zum Download, Audio- und Video-Postcasts und die Kontaktdaten der Ansprechpartner in der Pressestelle. Er kann sich Pressemeldungen per RSS abonnieren und erhält Informationen über Öffnungszeiten der Messe und die Ausstattung des Pressezentrums. Die Messe Frankfurt ist mit ihrem Newsroom hierfür ein schönes Beispiel.

b. Social Media Relations

Der Newsroom erweitert die Funktionen des Pressebereichs, indem er ihn mit den verschiedenen 2.0-Plattformen verbindet. Messenews und Postings ausgewählter Blogs werden in der Timeline ebenso angezeigt wie Facebook-Beiträge oder neue Präsentationen auf Slideshare oder Videos von YouTube. Die aktuellen Tweets findet man hier, die Freunde der Facebookseite, Social Bookmarks oder den Link zu iPhone Apps. Vom Newsroom aus werden Informationen aber auch ins Web verteilt. Neue Postings werden getwittert und an Facebook übermittelt – falls dies gewünscht ist. Je nach Themenbereich bieten sich auch andere, speziellere Plattformen für den Informationsaustausch an, z. B. Themenportale, die Informationen aus dem Newsroom via RSS-Feed beziehen. Auf diese Weise kann die Messeveranstalter seine relevanten Communities direkt mit den neuesten Informationen versorgen.

c. Neue Services für die Aussteller

Im Newsroom lässt sich Content von Websites Dritter einbinden. Dies können beispielsweise Blogs und Websites von Ausstellern sein. In einem speziellen Bereich im Newsroom ist ein Rubrik „Informationen der Aussteller“ denkbar, in dem die neuesten Pressemitteilungen der teilnehmenden Unternehmen und Institutionen aufgeführt sind. Intelligente Importfilter sorgen dafür, dass nur Inhalte mit passenden Tags übernommen werden. Auf diese Weise entsteht ein Informationspool um Themen rund um die Messe, der den Journalisten die Recherche erleichtert und der anderen Interessenten zusätzliche Informationen zu den Messethemen gibt. Meldungen werden, falls gewünscht, automatisch getwittert und auf weiteren Plattformen gepostet. Die Messegesellschaft profitiert dreifach:

  • Erstens kann sie das Importieren der News zu einem neuen (kostenpflichtigen) Service für die Aussteller ausbauen. Aussteller profitieren von diesem zusätzlichen Verteilkanal  und erhöhen die Reichweite für ihre Medienarbeit.
  • Zweitens erhält jede importierte Meldung automatisch eine eigene URL – eine URL der Messegesellschaft. Diese Links bzw. Backlinks erhöhen Linkpopularität und Wichtigkeit des Newsrooms bzw. der Website der Messe oder der Messegesellschaft, was sich positiv auf die Positionierung in Suchmaschinen auswirkt. (Allein dieser SEO-Effekt ist schon Grund genug für den Einsatz eines Newsrooms.)
  • Und drittens wandelt sich die reine Messe-Website zu einem Themenportal, welches wiederum eine eigene Community adressiert. Das ist insbesondere deshalb attraktiv, weil sich der personelle Aufwand für Redaktion theoretisch bis gegen Null fahren lässt. Je nach Kapazität oder Anlass kann die Messegesellschaft selbst Inhalte zum Newsroom beitragen – muss sie aber nicht. Im Idealfall kann ein solches Portal die Themenführerschaft für das Thema der betreffenden Messe einnehmen. Wie so ein Themenportal aussehen könnte, hat Sympra im Newsroom in der Rubrik Neues von Sympra-Partnern. Zusätzlich aggregiert Sympra manuell interessante Postings im Social Media Explorer.
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Newsrooms bieten sich für viele Unternehmen und Institutionen an. Messegesellschaften könnten deswegen besonders von ihnen profitieren, weil sie für ihre vielen Messen sehr aktiv Öffentlichkeitsarbeit für ganz unterschiedliche Zielgruppen (B2C und B2B) betreiben müssen. Denkbar ist ein einziger Newsroom mit jeweils Unterseiten für jede Fach- oder Publikumsmesse (wie es die Messe Frankfurt macht) oder ein eigener Newsroom für ausgewählte Messen (was die Einführung dieser Plattform vereinfacht). Dass Social Media eine wichtige Rolle in der Kommunikation für Messen spielt, ist unstrittig. Dass ein Newsroom die ideale Plattform dafür ist, ebenso wenig.

Informationen zur Social-Media-Newsroom-Lösung von Sympra-Team gibt es hier.

dmexco 2009: Die Online-Branche wird (er)wachsen

Der Wechsel von OMD zu dmexco bedeutet nicht nur einen Umzug der wichtigsten deutschen Messe für digitales Marketing von Düsseldorf nach Köln. Von einer Messe der Start-ups, Vordenker, Geeks und Evangelists ist sie zu einer Fachmesse für Werbetreibende gereift. Die interessieren weniger die unbegrenzten Möglichkeiten des digitalen Marketings, sondern der konkrete wirtschaftliche Nutzen einzelner Instrumente.

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Der scheint groß zu sein. Das sorgt dafür, dass gerade in Zeiten der Krise das Online-Marketing einen großen Zuspruch erfährt. Die Messe war logischerweise ausgebucht und die Stände, Vorträge und die Außenanlagen mehr als gut besucht. Zu den Top-Themen der Messe gehörten die eher unspektaktulären Themen Vermarktung von Online-Werbeplätzen, Suchmaschinen-Marketing, E-Mail-Marketing. Zu den wenigen neuen Themen auf der Messe gehörte Social Media: Wie kann ich Twitter, Facebook und Co. für mein Marketing einsetzen? Und ganz wichtig: Wie kann ich monitoren, was da passiert?

“Die Branche hat einen erstaunlichen Wandel vollzogen und wird erwachsen”, beobachtet Christian Mauer, Geschäftsführer der auf Suchmaschinenoptimierung spezialisierten SUMO.  Der Sympra-Kunde gehört zu den Pionieren der Branche und stellt seit 2004 auf der OMD und nun auf der dmexco aus. Auch die Online-Kaufberatung dooyoo gehört inzwischen zum festen Ausstellerstamm. In diesem Jahr stellten die Berliner gemeinsam mit ihrer französischen Mutter LeGuide.com aus. Deren CEO, Dr. Corinne Lejbowicz, ist mit dem Verlauf der Messe zwar sehr zufrieden (“Die Messe ist wirklich sehr gut besucht.”), sieht aber die dmexco vom Status einer internationale Leitmesse noch weit entfernt: “Betrachtet man Aussteller und Besucher, ist das eine deutsche Messe.”

Mit der dmexco hat sich das digitale Marketing als Instrument im Kommunikationsmix der Untermehmen endgültig etabliert.

Links:

http://www.dmexco.de

http://www.sumo.de

http://www.dooyoo.de

http://www.leguide.com