Beiträge zum Tag – PR

Journalisten-Liebling: Das informative Startup

Gibt es das Startup aus dem Bilderbuch? Tolle und erfolgsversprechende Idee, neu am Markt, begeistertes Team – jetzt fehlt nur noch das Fünkchen Bekanntheit, um a) Kunden zu generieren und vor allem b) in der entscheidenden Startup-Phase Investoren zu finden. Viele Startups messen aber gerade angesichts eines vollgepackten Alltags in der Anfangsphase dem Thema Öffentlichkeitsarbeit eine untergeordnete Bedeutung zu. Erst mal eine Basis bilden, eine funktionierende Webseite, eine Vertriebsmöglichkeit fürs Produkt, Werbung, Mitarbeiter … Im Ansatz ist das zu begrüßen, aber warum wird dann das Thema PR gerne ausgeklammert? Keine Zeit, kein Know-how – also ähnlich wie bei etablierten Unternehmen.

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Und ewig lockt das Tier?

Von der Anziehungskraft der Bulldogge Breitbeinig und Respekt einflößend saß Sammy da und blickte in die Kamera. „Ja, prima, weiter so, halte noch ein bisschen durch“, munterte die Hundetrainerin ihren Liebling auf. Das Tier blickte ruhig und souverän ins Scheinwerferlicht des Fotostudios und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Noch ein Schnappschuss von vorne, dann war es geschafft. Die Bulldogge hüpfte vom Stuhl, die Aufnahmen für den Flyer zur neuen Bulldog „Chair Collection“ waren im Kasten. So hatten es sich die Werbefachleute ausgedacht. Der Namensgeber der neuen Bürostuhl-Serie hatte einen perfekten Auftritt. Genau passend zur Kommunikationsaussage: Stark. Standfest. Loyal.…

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Krisensitzung Erfolgsfalle

Wenn ich heute daran zurückdenke, dann erscheint mir die Situation immer noch skurril. Auch wenn ich weiß, wie die Geschichte ausgegangen ist. Ich sehe mich im Büro eines der beiden Geschäftsführer des  damals noch kleinen Unternehmens sitzen. Nennen wir es zum Schutz der Beteiligten Müller&Co. Mir gegenüber die zwei Geschäftsführer. Beide mit sorgenvoller Miene. Der Kaffee ist – wie immer in dieser Firma – heiß und kräftig. Aber die Atmosphäre ist eher kühl. „Herr von Stackelberg, wie soll das weitergehen? Ihre PR-Maßnahmen sind viel zu erfolgreich! Das bringt unsere Planung komplett durcheinander.“ Ich weiß, dass dies nicht als Witz vorgetragen…

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Bloodhound SSC: PR für 1.000 mph

Auf der Mitgliederversammlung unseres Agenturverbunds PRN vor ein paar Tagen in London traf ich mit Ian Glover zusammen, dem Marketingmanager von Bloodhound SSC. Noch nie etwas gehört von diesem Projekt, das viele Engländer zurzeit fast so sehr in Bann zieht wie das Royal Baby? Ging mir bis dahin gleich. Nun bin aber auch ich fasziniert von diesem Vorhaben.

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Wer hat’s erfunden? „Integrierte Kommunikationsberatung“ von Maggi und Griesser

Dieser Tage flatterte uns ein Rezensions-Exemplar des Werkes „Integrierte Kommunikationsberatung – Ein Wegweiser aus Theorie und Praxis für nachhaltige Kommunikationslösungen“ von Roman Griesser und Benno Maggi ins Haus. Auf rund 200 Seiten gehen die beiden Schweizer Kommunikationsberater der Frage nach, was „Integrierte Kommunikation“ in der Theorie bedeuten mag und wie ihre praktische Umsetzung aussehen kann. Und damit sind wir gleich bei der gravierenden Schwäche des Buches, die zugleich seine größte Stärke ist.

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Ganz schön international, die Weinsberger

Ein schönes Beispiel, wie echtes internationales Geschäft aus dem Ländle aussieht, ist unser Kunde Vollert Anlagenbau. Das Unternehmen aus dem idyllischen Weinsberg fertigt mit rund 200 Mitarbeitern Betonfertigteilwerke, Intralogistiksysteme für schwere Lasten (und damit sind wirklich schwere Lasten bis 50 Tonnen und mehr gemeint) sowie Rangiersysteme, zum Beispiel zur Beladung von Güterzügen. Anlagen von Vollert Anlagenbau finden sich auf der ganzen Welt – genau wie die bestehenden und potenziellen Kunden. Entsprechend international muss auch die Kommunikation ausgerichtet sein, aber das ist nicht gleichbedeutend mit einem immensen Aufwand.

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PR in Deutschland: Er Häuptling, sie Indianer?

Auch wenn die Latzhosen längst abgestreift und die Diskussionen um die Salzstreuerin verstummt sind, war das Thema Geschlechtergerechtigkeit im Jahr 2012 hochaktuell – auch und gerade im Bezug auf den Arbeitsmarkt. Mit zunehmender Professionalisierung als Wissenschaft hielt die Gender-Thematik auch Einzug in die PR-Berufsfeldforschung. Doch wie steht es eigentlich um die Geschlechtergerechtigkeit im deutschen Berufsfeld PR? Diese Frage untersuchten Patricia Schiel und ich im Auftrag von GPRA, PR Journal und PR Career Center.

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Vom Geben und Nehmen – zwei Seiten einer Medaille?

63 neue Stellen im PR-Bereich, davon 59 “PR-Arbeiter” und 4 “PR-Führungskräfte” in dieser Woche. 19 neue Stellen für Journalisten, davon zwei mit Leitungsfunktion. Täglich beobachtet “newsroom” die Stellenmärkte der wichtigsten Tageszeitungen, Wochen-, Fachmedien und Online-Jobbörsen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Immer montags zeigt die Zusammenfassung für Abonnenten die wöchentliche Übersicht der Jobinserate, die für Journalisten (und PR-Leute) interessant sind, an. Seit längerer Zeit schon bietet sie das gleiche Bild: es werden doppelt bis dreimal so viele PR-Leute wie Journalisten gesucht. Nicht wirklich eine Neuigkeit für Kundige. Parallel haben viele Verlagshäuser, ob in der Tages- und Wirtschaftspresse oder in der…

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Theorie vs. jahrelange Erfahrung

Muss man Grunig/Hunt kennen, um gute PR machen zu können? Ein interessante Frage, die gerade bei Sympra intern diskutiert wird. Die einen bezeichnen die beiden Kommunikationsforscher als „Godfathers of PR“, die andern geben kleinlaut zu, diese nicht einmal zu kennen. Klar ist auf beiden Seiten, dass Kommunikationsarbeit nur erfolgreich sein kann, wenn sie strategisch und zielgerichtet erfolgt. Einfach mal machen und gucken, was passiert, verschlingt unnötig Zeit und Geld. Sicherlich wiegen aber auch 20 Jahre praktischer Erfahrung locker so manches Gramm Theorie auf. Zum Glück sind wir in der bequemen Situation, dass sich bei uns sowohl das kommunikationswissenschaftliche Hintergrundwissen als…

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Ein Plädoyer für “Public Relations” – oder: Warum Sympra nicht eine PR-Agentur ist

1. Auf die Frage: „Was machst Du so?“ hatte ich früher meist geantwortet: „Ich habe eine PR-Agentur.“ Darunter konnten sich die meisten zwar nichts Konkretes vorstellen, aber so in etwa wussten sie dann doch Bescheid: Das ist so etwas wie eine Werbeagentur, weniger mit Anzeigen und Plakate, mehr mit Zeitungsartikeln und so. In vielen Fällen genügte es mir, dass man mich beruflich somit einigermaßen einordnen konnte.

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