Beiträge zum Schlagwort ‘ PR ’

Vom Geben und Nehmen – zwei Seiten einer Medaille?

63 neue Stellen im PR-Bereich, davon 59 “PR-Arbeiter” und 4 “PR-Führungskräfte” in dieser Woche. 19 neue Stellen für Journalisten, davon zwei mit Leitungsfunktion. Täglich beobachtet “newsroom” die Stellenmärkte der wichtigsten Tageszeitungen, Wochen-, Fachmedien und Online-Jobbörsen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Immer montags zeigt die Zusammenfassung für Abonnenten die wöchentliche Übersicht der Jobinserate, die für Journalisten (und PR-Leute) interessant sind, an. Seit längerer Zeit schon bietet sie das gleiche Bild: es werden doppelt bis dreimal so viele PR-Leute wie Journalisten gesucht. Nicht wirklich eine Neuigkeit für Kundige. Parallel haben viele Verlagshäuser, ob in der Tages- und Wirtschaftspresse oder in der Fachpresse, Redaktionen verkleinert oder geschlossen, zusammengeführt oder neudeutsch Journalistenpools gebildet.

Anders gesagt: auf immer weniger Redakteure kommen immer mehr PR-Mitarbeiter. Mit immer mehr E-Mails und längst auch über Social Media-Kanäle adressieren Pressestellen und Agenturen Redakteure (und immer wieder auch Blogger). Die Möglichkeiten zur Medienansprache haben sich vervielfältigt, was zu einer wahren Flut von echten oder vermeintlichen Neuigkeiten, Einladungen zu Veranstaltungen usw. führt. Auch das ist nichts wirklich Neues. Als PR-Mensch könnte ich diesen Trend ja eigentlich auch begrüßen, denn es gibt ganz offensichtlich viel zu tun und Stellen en masse für uns.

Doch Ungleichgewichte sind selten sinnvoll. “To much supply and no demand” wird man wie ein britischer Popmusiker in den Achtziger Jahren zwar nicht sagen können; die Nachfrage nach Informationen besteht zweifelsohne. Aber die qualifizierte Aufbereitung der Informationen, die Recherche braucht Zeit – und die haben Journalisten heutzutage immer seltener. Zu oft werden Meldungen ungefiltert übernommen, zu selten können Journalisten noch “raus” zu Pressekonferenzen – und oft genug müssen sie kurzfristig Termine absagen. Ein wenig ärgerlich wird es, wenn das sehr kurzfristig geschieht. So geschehen vor kurzem als ich extra einen Nachtzug nahm, um morgens um 10:00 Uhr zum Messeinterview da zu sein und der Journalist um ein Uhr in der Nacht absagte. Ich habe kurzfristige Absagen auch schon vor zehn Jahren erlebt. Doch die “Vorwarnzeit” wird  immer kürzer. Vielleicht sind die Gründe gar nicht jobbedingt.

Geben ist seliger als nehmen. PR-Leute überschlagen sich im Geben. Sie geben beispielsweise gezielt gut gemeinte Einladungen aus und freuen sich, wenn Journalisten diese annehmen. Sie freuen sich sogar, wenn diese die Einladung zwar nicht annehmen, aber schriftlich absagen. Ich weiß, “da kommt so viel rein tagtäglich; da kann ich doch nicht auf jede Einladung reagieren”, ist  eine typische Antwort. Klar. Aber ab und an wünscht man sich: mehr Verbindlichkeit, Verständnis und vielleicht sogar Mitdenken. Denn eine kurze Antwort erspart einem möglicherweise ein, gerade vor Messen häufig vorkommendes telefonisches Nachhaken. Was für beide Seiten praktisch ist. Die eine muss nicht nachtelefonieren und freut sich über eine Antwort, die andere kann ihrer Arbeit mit mehr Ruhe nachgehen.

Alle freuen sich – Oder auch geben und nehmen kann so einfach sein. Selbst bei einem so eklatanten Missverhältnis wie zwischen Journalisten und PR-Leuten …

 

Ein Plädoyer für “Public Relations” – oder: Warum Sympra nicht eine PR-Agentur ist

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1. Auf die Frage: „Was machst Du so?“ hatte ich früher meist geantwortet: „Ich habe eine PR-Agentur.“ Darunter konnten sich die meisten zwar nichts Konkretes vorstellen, aber so in etwa wussten sie dann doch Bescheid: Das ist so etwas wie eine Werbeagentur, weniger mit Anzeigen und Plakate, mehr mit Zeitungsartikeln und so. In vielen Fällen genügte es mir, dass man mich beruflich somit einigermaßen einordnen konnte.

2. Moritz Hunzinger ist ein PR-Berater. Dieter Thomas Heck wollte seine Gattin erwürgen – war aber wohl nur ein PR-Gag für die Vermarktung seiner Memoiren. Beim PR-Bild-Award gibt’s auch mal ein schönes Portraitbild vom Regierungssprecher und ein Foto von einem Balkon an der Chinesischen Mauer. “Liszt war ein geniales PR-Genie” (Pianistin Hélène Grimaud zum 200. Geburtstag von Franz Liszt).

3. Ein Anruf erreicht mich im Büro: „Guten Tag! (…) Ich bringe ein neues Produkt auf den Markt und komme zu Ihnen, weil ich PR dafür brauche.“ Im Klartext bedeutet diese Anfrage: Ich brauche Unterstützung bei der Pressearbeit. Genau genommen bei der Produktpressearbeit. Aufgabe der PR ist hier Verkaufsförderung, soll die Werbung ergänzen (oder gar ersetzen), fast ausschließlich marktorientiert. Legitim.

4. Im Strategieworkshop unseres Agenturverbands GPRA e. V. machen wir uns Gedanken, ob die GPRA umfirmieren soll. Die beiden mittleren Buchstaben im Akronym stehen für „Public Relations“ und einige Agenturkollegen fühlen sich damit nicht mehr so richtig wohl. Ihr Tätigkeitsspektrum sei viel umfassender geworden, sie böten umfassende Kommunikation, Events, Public Affairs und das sei doch weit mehr als Pressearbeit. Wir diskutieren über die Vertrauenskrise in der Öffentlichkeit, die durch großes Misstrauen gegenüber politischen Autoritäten, staatlichen Organisationen und Unternehmen gekennzeichnet ist. Eine große Rolle spielt der Wandel des Mediensystems, vor allem die Krise der klassischen Medien und der Bedeutungsgewinn von Social Media. In dieser Situation wollen wir unsere Kernkompetenzen stärker nutzen: Wir sind doch die Experten für den Aufbau und Erhalt von Vertrauen sowie für Meinungsbildung und Dialog mit Stakeholdern – Public Relations pur! Es bleibt bei „GPRA“.

5. „Public Relations [sind] das bewusste und legitime Bemühen um Verständnis sowie um Aufbau und Pflege von Vertrauen in der Öffentlichkeit auf der Grundlage systematischer Erforschung“ definiert die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG).

Auch wenn “PR” nur die Abkürzung für “Public Relations” ist: Ich fühle im allgemeinen Sprachgebrauch einen großen Unterschied zwischen den beiden Begriffen. „PR“ reduziert unsere Disziplin nur zu oft auf Pressearbeit und Event, gern laut und am besten kurzfristig wirksam. „Public Relations” steht für mehr: für Aufklärung, für langfristig angelegtes Informieren und Aufbauen von Vertrauen, für Interessensausgleich, vor allem für Dialog. Pressearbeit gehört dazu, Kommunikation über soziale Medien, aber auch Hintergrundgespräche, runde Tische und Diskussionen mit Befürwortern und Gegner. Public Relations sind nach meinem Empfinden leiser als PR, brauchen mehr Zeit und wirken nachhaltiger. Sympra ist ganz klar eine Public-Relations-Agentur.

Empfinde nur ich diesen semantischen Unterschied? Ihre/Euere Meinung würde mich interessieren.

Messen, Events und Social Media Newsrooms

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Dass Social Media Newsrooms die zeitgemäße Version des klassischen Pressebereichs auf der Website eines Unternehmens oder einer Institution sind, spricht sich ja langsam herum. Gut 100 dieser Websites wurden vor Kurzem auf der Facebookseite Social Media Newsroom zusammengestellt. Eine schöne Übersicht, aber auch gleichzeitig Beleg dafür, dass der Newsroom zurzeit immer noch Sache einer kleinen Gruppe von Pionieren zu sein scheint. Eigentlich erstaunlich, denn viele Unternehmen sind im Social Web bereits recht aktiv und haben erkannt, dass sie über Web-2.0-Plattformen ihre Zielgruppen, darunter auch neue, direkt erreichen.

Jedes Unternehmen kann seinen individuellen Nutzen aus einem Social Media Newsroom ziehen. Doch wenn man die Funktionen eines Newsrooms betrachtet (Veröffentlichen von Neuigkeiten aus dem Unternehmen, Pflege des Dialogs mit der interessierten Öffentlichkeit und Aggregation von interessanten Informationen aus dem Social Web), gibt es bestimmte Branchen, die davon besonders profitieren. Dazu gehören meines Erachtens Messegesellschaften. Für sie bildet ein Newsroom eine ideale Plattform, um Informationen der Presse bereitzustellen, um die Aktivitäten auf Blogs, Facebook, Flickr, Twitter & Co. zu bündeln und um ihren Ausstellern zusätzliche Services anzubieten, zu deren Nutzen und zum Nutzen der Messegesellschaft.

a. Pressebereich 2.0

Im Newsroom findet der Journalist alles, was er für die (Vor-)Berichterstattung über die Messe benötigt: Presseinformationen, Pressebilder (die z. B. in unterschiedlichen Auflösungen auf Flickr hinterlegt sind), Messelogos und Präsentationen zum Download, Audio- und Video-Postcasts und die Kontaktdaten der Ansprechpartner in der Pressestelle. Er kann sich Pressemeldungen per RSS abonnieren und erhält Informationen über Öffnungszeiten der Messe und die Ausstattung des Pressezentrums. Die Messe Frankfurt ist mit ihrem Newsroom hierfür ein schönes Beispiel.

b. Social Media Relations

Der Newsroom erweitert die Funktionen des Pressebereichs, indem er ihn mit den verschiedenen 2.0-Plattformen verbindet. Messenews und Postings ausgewählter Blogs werden in der Timeline ebenso angezeigt wie Facebook-Beiträge oder neue Präsentationen auf Slideshare oder Videos von YouTube. Die aktuellen Tweets findet man hier, die Freunde der Facebookseite, Social Bookmarks oder den Link zu iPhone Apps. Vom Newsroom aus werden Informationen aber auch ins Web verteilt. Neue Postings werden getwittert und an Facebook übermittelt – falls dies gewünscht ist. Je nach Themenbereich bieten sich auch andere, speziellere Plattformen für den Informationsaustausch an, z. B. Themenportale, die Informationen aus dem Newsroom via RSS-Feed beziehen. Auf diese Weise kann die Messeveranstalter seine relevanten Communities direkt mit den neuesten Informationen versorgen.

c. Neue Services für die Aussteller

Im Newsroom lässt sich Content von Websites Dritter einbinden. Dies können beispielsweise Blogs und Websites von Ausstellern sein. In einem speziellen Bereich im Newsroom ist ein Rubrik „Informationen der Aussteller“ denkbar, in dem die neuesten Pressemitteilungen der teilnehmenden Unternehmen und Institutionen aufgeführt sind. Intelligente Importfilter sorgen dafür, dass nur Inhalte mit passenden Tags übernommen werden. Auf diese Weise entsteht ein Informationspool um Themen rund um die Messe, der den Journalisten die Recherche erleichtert und der anderen Interessenten zusätzliche Informationen zu den Messethemen gibt. Meldungen werden, falls gewünscht, automatisch getwittert und auf weiteren Plattformen gepostet. Die Messegesellschaft profitiert dreifach:

  • Erstens kann sie das Importieren der News zu einem neuen (kostenpflichtigen) Service für die Aussteller ausbauen. Aussteller profitieren von diesem zusätzlichen Verteilkanal  und erhöhen die Reichweite für ihre Medienarbeit.
  • Zweitens erhält jede importierte Meldung automatisch eine eigene URL – eine URL der Messegesellschaft. Diese Links bzw. Backlinks erhöhen Linkpopularität und Wichtigkeit des Newsrooms bzw. der Website der Messe oder der Messegesellschaft, was sich positiv auf die Positionierung in Suchmaschinen auswirkt. (Allein dieser SEO-Effekt ist schon Grund genug für den Einsatz eines Newsrooms.)
  • Und drittens wandelt sich die reine Messe-Website zu einem Themenportal, welches wiederum eine eigene Community adressiert. Das ist insbesondere deshalb attraktiv, weil sich der personelle Aufwand für Redaktion theoretisch bis gegen Null fahren lässt. Je nach Kapazität oder Anlass kann die Messegesellschaft selbst Inhalte zum Newsroom beitragen – muss sie aber nicht. Im Idealfall kann ein solches Portal die Themenführerschaft für das Thema der betreffenden Messe einnehmen. Wie so ein Themenportal aussehen könnte, hat Sympra im Newsroom in der Rubrik Neues von Sympra-Partnern. Zusätzlich aggregiert Sympra manuell interessante Postings im Social Media Explorer.
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Newsrooms bieten sich für viele Unternehmen und Institutionen an. Messegesellschaften könnten deswegen besonders von ihnen profitieren, weil sie für ihre vielen Messen sehr aktiv Öffentlichkeitsarbeit für ganz unterschiedliche Zielgruppen (B2C und B2B) betreiben müssen. Denkbar ist ein einziger Newsroom mit jeweils Unterseiten für jede Fach- oder Publikumsmesse (wie es die Messe Frankfurt macht) oder ein eigener Newsroom für ausgewählte Messen (was die Einführung dieser Plattform vereinfacht). Dass Social Media eine wichtige Rolle in der Kommunikation für Messen spielt, ist unstrittig. Dass ein Newsroom die ideale Plattform dafür ist, ebenso wenig.

Informationen zur Social-Media-Newsroom-Lösung von Sympra-Team gibt es hier.

DMMK 2009: Relevanz als Schlüssel

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DMMK 2009 (Foto: flickr - _kcu)

Wandel in der Medienlandschaft – Thema Nr. 1 beim Deutschen Multimedia Kongress DMMK in Berlin. Das von der MFG Baden-Württemberg (einem Sympra-Kunden) veranstaltete Event war außerordentlich gut besucht und begleitet von spannenden Diskussionen sowohl vorort im Berliner e-Werk als auch bei Twitter.

Zu den Highlights zählten die beiden Keynotes am Vormittag des 9. Juni: Internet-Vordenker Clay Shirky und Amir Kassaei, CCO der DDB GroupGermany, beleuchteten den aktuellen, durch dialogorientierte Internet-Anwendungen ausgelösten und durch die Wirtschaftskrise beschleunigten Medienwandel. Relevanz der Botschaften für die jeweiligen Zielgruppen und eine so flexibel wie nie arbeitende Orchestration der unterschiedlichen Kanäle. Dabei sei es wichtig, den Konsumenten Orientierung zu bieten, so Kassaei, der den Marketingverantwortlichen attestierte, diesbezüglich Feuer mit Benzin zu löschen. Er spitzte seine Kritik auf die Aussage zu, Awareness sei tot, die Marketingblase werde platzen. Relevanz dagegen sei der Schlüssel zum Erfolg.

Einige sehr interessante Aussagen von Clay Shirky möchte ich kurz streifen:

  • Erst wenn die Technik langweilt, entfalten Anwendungen ihre soziale Relevanz.

    Hier hat Shirky absolut recht, die Beispiele liegen auf der Hand. Ein Blick auf das Beispiel Mobiltelefone zeigt eindrucksvoll, wie eine Technologie unseren Alltag verändern kann, wenn sie erst einmal mit ausreichend hoher Zuverlässigkeit und Nutzungsdichte im Markt ist. Wer nutzte SMS, als SMS noch exotisch und kaum bekannt war? Hype-Themen wie Social Media stehen da noch ganz am Anfang.

  • Die Zeiten des rundfunkartigen Aussendens von Botschaften sind vorbei.

    Zielgruppen unterhalten sich untereinander. Und Targeting hin oder her: Was relevant und interessant zu sein hat, das kann ein Werber, Journalist oder Marketingmensch in Zukunft vielleicht nicht mehr ganz so einfach wie zu den besten Zeiten von TV nach Gutdünken und dicken Etats festlegen. Gewisse Tendenzen zur Übertreibung waren hier aus meiner Sicht jedoch nicht vom Tisch zu wischen – dem Geiste nach, der auf dem DMMK wehte, sind Massenmedien eigentlich schon tot.

  • Die Kanäle rücken in den Hintergrund und werden immer flexibler.

    An praktischen Beispielen aus der Blogosphäre machte Clay Shirky deutlich, was er unter “Accidental Media” versteht – aus einem Blog mit rein privatem Content kann über Nacht die wichtigste Plattform für den Austausch über einen Staatsstreich werden. Schon Tage später kann dem entsprechenden Blogger das Thema auf die Nerven gehen, er hat es nicht nötig, Zielgruppen zu bedienen, und schickt sie weg („Hey, das ist mein privates Blog – wenn’s Euch nicht passt, bleibt eben weg.“)  Fazit: Die Kommunikationskanäle und die genutzten Medien ändern sich heute so schnell wie ehemals die Themen. Wie erreiche ich also meine Zielgruppen? Shirky rief zu Experimentierfreude auf. Gefragt seien nicht nur die großen, revolutionären Ideen. Es komme darauf an, viele kleine Ideen auszuprobieren.

Alles in allem war der DMMK eine schöne Gelegenheit, kommunikative Trends im Web und in den Medien im Krisenjahr 2009 einmal mehr konstruktiv zu reflektieren und beruhigt festzustellen: Wer auf die derzeitigen Umbrüche mit mehr Kreativität in Werbung, Marketing und PR reagiert, der hat gute Chancen, aus der Krise gestärkt hervorzugehen.

Deutscher Multimedia-Kongress DMMK
Mehr zu Amir Kassaeis Thesen bei onetoone.de
MFG Baden-Württemberg

PR: Physical vs. Virtual

Sprachrohr Kallejipp in






Blog postings. E-mail newsletters. Text messages. Notices from social networks (“Janie Smith wrote on your wall”). Electronic press kits. The virtual is everywhere.

But things you can actually hold in your hand — a press clipping, a press kit, a creative promo item — become more important these days in PR because, let’s face it, the virtual is here one minute, gone and forgotten the next.

PR is all too often perceived as an ethereal business, and because the virtual is so fleeting, the chances of having our PR efforts viewed as momentary manipulation rather than strategic positioning are greatly increased. For PR to live only in the virtual world seems much too risky, and, in this way, I worry that PR could become an “at-risk” industry. After all, in the virtual world, worlds collide as blogger after blogger becomes both publicist and reporter. Church and state meld into one. I contend that unless there’s something physical and sustainable about PR, it simply perpetuates the “it’s only smoke and mirrors” syndrome we’ve endeavored to counteract for years.

And while at the moment we’re fascinated with all things virtual—YouTube postings, tweets, tags, BlogTalkRadio and more—and with virtual being touted as “the future is now,” I say, “Just say no.”

Virtual is more than a fad, for sure. It’s never going to go away. But it will be “weighted” differently. And going forward, I predict it will be “back to the future” with old-school PR trappings being viewed once more as the glue, as the basis of substance.

The mix of real and virtual is actually moving PR (and the rest of the world) forward, to be sure. In our industry, the blog posting by a respected writer, for instance, adds readership and reinforces the print magazine review, which in turn sparks a discussion in an online forum, which piques the interest of a television producer. More likely though, at least for now, it works in reverse. A newspaper article prompts a television segment and both get repurposed as virtual content, in the land where content is king.

But the virtual on its own is a mere puff of smoke.

To me, with the proliferation of all these blogs and with so many people blogging, blog translates as blahhhhhhhhhhhhhh.

Much of this blahhhhhhhhh bloggggggggggging comes from people who have no existing platform, reputation or relevance. All they have is an opinion (and we know about opinions being like a certain part of our anatomy…everyone’s got one). But that doesn’t mean we really want to know everyone’s opinion, because opinions mean nothing, basically, unless they’re coming from someone we already respect. It’s all too much in real time all the time. In the virtual world people spill their guts, most of which aren’t relevant, interesting, compelling or newsworthy. The old-school PR talent of positioning something so it “becomes” newsworthy is ignored, discarded, deemed unnecessary. Oh, Lord, I crave an editorial hand in the matter, a gatekeeper. I haven’t the time or the inclination to sort through so much self-indulgent crap.  Who does?

To be fair, I do not count blogs powered by traditional news media, which lend the voices credibility. And there are some online-only news and magazine-style sites that are credible — Salon, Slate and the Huffington Post, to name a few. We’ve come to respect and enjoy them because they were purposeful in how they built their reputations — a result, by the way, of traditional PR. They are also professionally edited. They’re the exception, however, swimming in the sea of blah bloggers.

So while some bloggers might actually build their reputation from blogging — and I do believe that’s true, that some people we’ve never heard of before will elevate their positions by blogging and develop a following — the majority of bloggers, blogs and blog content is indiscriminate chatter — hot air that simply leaves me cold.

I see one of our primary functions as PR professionals as crafting timely stories that have real-world news value. That might be an entertainment piece that inspires fans to look at an idol in a new way; it might be a feature story that hits a nerve among a particular readership; it might be a profile of an industry leader who has something to say to a wide audience.

Regardless, to make a strong impact, the results have to be tangible in some way. Give me a newspaper or magazine clipping, a video clip, a permalink to a radio show. And if a blogger wants to post about what he read, place a link to the story from the blog, all well and good! We’ll keep him on the publicity list. But chances are good the blogger won’t be the primary media target for quite some time to come, if at all. The mix of physical and virtual is fine, but I’ll take the physical first and foremost for optimal media exposure. And so will our clients.