Beiträge zum Schlagwort ‘ Social Media ’

re:publica 2012 – Tag 2: Customer Relationship 2.0

We-are-open in Die Deutsche Telekom rüstet beim Kundendialog auf. Nachdem bereits vor zwei Jahren auf Twitter und Facebook die Customer Relationship Management-Kanäle (CRM) „Telekom hilft“ gestartet sind, geht Ende Mai die Beta-Version der Telekom Feedback-Community online. Die Idee: Kunden helfen Kunden. Wer Probleme oder Fragen hat, stellt sie hier ein und bekommt Antworten aus der Crowd. Kollaborativ heißt daher das Wort der Stunde bei den Bonnern. Strategisch steckt jedoch mehr dahinter: In ihren digitalen CRM-Aktivitäten sieht sich die Telekom großen Herausforderungen gegenüber.

1. Das CRM 2.0 der Telekom ist derzeit zerfasert.

Die Telekom bietet zwar auf Twitter und Facebook je einen Hilfe-Kanal, die Kunden wenden sich aber mit Fragen und Problemen an jegliche Dialogplattform der Telekom, auf die sie im Internet stoßen. Allein bei Facebook betreibt die Telekom vier weitere Präsenzen, die vom Konzern eigentlich als Marketing-Instrumente gedacht sind und von Kunden (auch) als Hilfe-Kanal genutzt werden. Kurz: Die internen Strukturen der Telekom bilden nicht die Kundenbedürfnisse ab.

2. Das CRM 2.0 der Telekom ist derzeit wenig effizient.

Facebook und Twitter sind flüchtige Formate. Werden Fragen von Kunden beantwortet, sind die Antworten schon wenige Augenblicke später so weit im Stream nach unten gewandert, dass andere Kunden mit ähnlichen Problemen sie nicht mehr wahrnehmen. Viel Energie geht deshalb derzeit in die redundante Beantwortung der immer und immer wieder auftauchenden Kundenanliegen.

Mit der Feedback-Community reagiert die Telekom und hofft, beide Probleme auf einen Schlag in den Griff zu bekommen. Als Social Hub bündelt sie alle jemals gestellten Fragen und die passenden Antworten und macht sie so für Kunden auffindbar. Zudem kanalisiert sie den Fragefluss der Kunden und führt sie innerhalb der Plattform wie in einem Trichter zusammen.

Produktfehler können Kunden binden

Die Telekom Feedback-Community steht für einen Trend, der in Deutschland von einzelnen B2C-Unternehmen im Technologie-Umfeld bereits seit einiger Zeit vorangetrieben wird und in den kommenden 18 Monaten zum Standard werden könnte: die Öffnung der Unternehmens- und Markenkommunikation für auftretende Produkt-Unzulänglichkeiten in Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit. Der Mobilfunkbetreiber BASE hat es als eines der ersten Unternehmen vorgemacht: Bei den Mobilfunkexperten beraten Kunden mit ausgeprägtem Mobilfunk-Interesse andere Kunden, die einfache „Ich will doch nur, dass es funktioniert“-Nutzer sind. Die Botschaft ist klar: Wir wissen, dass technologie-basierte Produkte wie unsere nie fehlerfrei arbeiten – und gestehen unseren Kunden zu, mindestens ebenso viel über unsere Produkte zu wissen wie das Unternehmen selbst. Dies ist der nächste logische Schritt auf dem Weg des von vielen mantra-artig wiederholten „Dem Kunden auf Augenhöhe begegnen“.

Ein Modell für B2B-Unternehmen?

Ja. Denn noch mehr als dies bei Mobilfunk-Kunden oft der Fall ist, sind B2B-Kunden Experten für die Produkte, die sie kaufen. Im Anwendungs- oder Troubleshooting-Knowhow stehen sie den Herstellern oder Händlern kaum nach.

Aber: Anders als Commodity-Produkte wie Smartphones oder Telefontarifen sind die B2B-Produkte oft sehr stark customized. Die Zahl der Probleme und Fragen, die sich bei einer großen Zahl von Nutzern gleichermaßen ergeben, dürfte daher überschaubar sein.

Dennoch: Für eine große Zahl von B2B-Unternehmen können kollaborative Problemlösungs-Plattformen ein spannender Weg sein, um mit bestehenden Kunden in der Post-Purchase-Phase in vertrauensvollem und vertieften Kontakt zu bleiben – und auf diesem Weg nicht nur erfolgreich Kunden zu Wiederkäufern zu machen, sondern auch potenzielle Neukunden zu überzeugen.

Bild: Jon Schulte / iStockphoto

re:publica 2012 – Tag 1: Bloggen für die Wissenschaft

Republica in Willkommen zur größten re:publica aller Zeiten. 4.000 Teilnehmer, acht Bühnen, gefühlte 150 Sessions an drei Tagen. Was vor elf Jahren als Blogger-Event begann, ist an der Wurzel der (Kommunikations-)Gesellschaft angelangt. Die großen Themen der rp12 spiegeln auf weiten Strecken die Diskussionen der allgemeinen Öffentlichkeit um das Internet wider: Wie gelingen Open Innovation, Social Collaboration und Crowd-x für eine bessere Wirtschaft / Gesellschaft / Umwelt / …? Wie lässt sich der Erkenntnisfortschritt, der durch professionell oder leidenschaftlich geführte Blogs in vielen Bereichen bereits besteht, auch in anderen Feldern initiieren und nutzen (Finanzwirtschaft und Wissenschaft seien als Beispiel genannt)? Und (natürlich, möchte man fast sagen) wie lassen sich bestehende rechtliche Regelungen so aktualisieren, dass sie der zunehmend web-basierten Gesellschaft gerecht werden (Stichworte ACTA und Leistungsschutzrecht)? Kurz: Es geht um die riesigen Potenziale, aus denen die modernen Gesellschaften durch das Social Web schöpfen können – und um seine Grenzen und Risiken.

Viel Stoff also für drei Tage. Und die große Qual der Wahl zwischen teils hochkarätig besetzten, teils einfach nur interessanten Sessions. Im x-ten Brüten über dem Veranstaltungsprogramm ist es mir schließlich gelungen, zumindest schon einmal für den ersten Tag meinen roten Faden zu entwickeln: die Wissenschaft im Zeitalter der neuen digitalen Möglichkeiten.

Wissenschafts-Blogging: Chance für wachsende gesellschaftliche Wertschätzung

Um es kurz zu machen: Die Wissenschaft in Deutschland kann von Facebook, Twitter und (derzeit) vor allem Blogs profitieren. Die direkte digitale Interaktion mit der Wissenschafts-Community und der interessierten Öffentlichkeit stärkt den Dialog der Forscher untereinander und hilft zugleich, einerseits das weit verbreitete Bild des leicht skurrilen Genies der Wirklichkeit anzugleichen und andererseits die Menschen für die eigenen Themen zu begeistern. Nur: Derzeit nutzen Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen die neuen Möglichkeiten kaum.

Wie es gehen kann, zeigt das Göttinger Institut für Demokratieforschung: Hier bloggen rund 40 Institutsmitglieder über aktuelle Forschungsthemen. So bringen sie der Öffentlichkeit den eigenen Arbeitsalltag näher und lassen sie zugleich am Wissen der Forscher teilhaben. „Zudem“, ergänzt Daniela Kallnich, die zum redaktionellen Kernteam gehört, „sichern wir auf diesem Weg den Wissensaustausch untereinander.“ Ein Beispiel für wissenschaftliches Bloggen außerhalb von Institutsstrukturen stellt das Blog „Governance across borders“ dar. Eine Gruppe von aktuellen und früheren Mitgliedern des Max-Planck-Instituts in Köln präsentiert hier Ansichten und Thesen rund um Organisationsforschung.

Open Science: Querdenken durch neue Perspektiven

Neben dem Bloggen zu wissenschaftlichen Themen gibt es derzeit eine Strömung, die Nicht-Wissenschaftler bewusst als Impulsgeber in Forschung und Lehre einbezieht. Das Projekt Hackademia beispielsweise bindet Non-Experts in die Entwicklung elektronischer Systeme ein – und hofft, durch ihren unverstellten Blick zu disruptiven Technologien und Lösungen zu kommen. Die Universität Frankfurt dagegen brachte Studierende 2011 im Rahmen eines MOOC (Massive Open Online Course) mit wissbegierigen Laien zusammen – ein für alle Seiten disruptives Erlebnis, wie Monika E. König schilderte, die als Mittler zwischen angehenden Wissenschaftlern und Non-Experts fungierte. Mehr zum Projekt hier.

Fazit: Viele Möglichkeiten – aber auch viele Vorbehalte

Das thematische Spektrum der Web2.0-Begleitung von Wissenschaft und Forschung ist heute schon sehr breit. Der große Durchbruch steht aber noch bevor. Zu stark sind bislang noch die Vorbehalte, die den neuen Möglichkeiten innerhalb der Wissenschafts-Community entgegengebracht werden. Sie reichen von der mangelnden Akzeptanz wissenschaftlicher Blog-Beiträge durch forschungsfinanzierende Institutionen bis hin zu Mentalitäts-bedingten Hürden. „Wir brauchen eine Kultur, in der Wissenschaftler im Rahmen ihrer Forschung auch einmal scheitern dürfen“, bewertet Volkmar Langer, Präsident der TU Braunschweig. Also, liebe Forscher, mehr Mut! Es lohnt sich.

10 Mythen des Enterprise Facebook

Der Erfolg von Twitter und in den letzten Monaten vor allem Facebook hat dazu geführt, dass bei vielen CIOs genau dieses Thema nun auf der Agenda steht. In diesem Beitrag soll es dabei nicht um die Facebook-Fanpage fürs Unternehmen gehen, sondern darum, wie das Prinzip “Facebook” im Unternehmen angewendet werden kann. Die Diskussion rund um “Enterprise Facebook” wird dabei oft sehr emotional geführt. Dies ist Grund genug, die Argumentationen in Form von “10 Mythen” einmal näher zu untersuchen.

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Mythos #1 – Wozu ein Enterprise Facebook? Wir haben doch E-Mail!

Die E-Mail ist eine der bedeutendsten Erfindungen den 20. Jahrhunderts. Sie hat weltweite Kommunikation auf eine nie dagewesene Weise beschleunigt und das zu vergleichbar geringen Transaktionskosten. Sie ist aus unserem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Aufgrund ihrer Einfachheit und Verbreitung ist die E-Mail aber auch eines der am meisten missbrauchten Medien. Wer von Ihnen, liebe Leser, hat sich noch nicht über massenhaft eingehende E-Mails, die über Verteilerlisten, cc: Kopien oder auch nur “Zur Info” eingehen, geärgert? Falls dies bei Ihnen nicht der Fall ist, dann lesen Sie bitte nicht weiter. Es wäre reine Zeitverschwendung. Ihre Organisation ist vielleicht noch nicht reif fürs Enterprise Facebook. Geht es Ihnen und Ihren Kollegen jedoch wie so vielen und leiden Sie unter zu viel nicht relevanter E-Mail? Dann sollten Sie diesem Produktivitätskiller unbedingt den Kampf ansagen. Es muss nicht gleich “Zero E-Mail” sein, wie es der Social Media Visionär Luis Suarez von IBM oder der CEO von Atos Origin Thierry Breton propagieren. Vielmehr geht es darum, die E-Mail wieder ähnlich zum klassischen Brief für den persönlichen und ggf. vertraulichen Gedankenaustausch zu nutzen. Für die Kommunikation im Team ist Social Software besser geeignet als E-Mail.

Mythos #2 – Facebook ist nichts für den firmeninternen Einsatz!

Es gibt in der Tat einige Unternehmen, die mangels intern verfügbarer Plattformen Facebook nicht nur in der Außenkommunikation nutzen, sondern auch verborgene Facebook-Seiten für den internen Austausch einsetzen. Dies kann sicherlich sehr praktisch sein. Spätestens, wenn es um den Austausch vertraulicher Informationen z.B. zu Kunden und Strategien geht, sollten aus Gründen von Datenschutz und Datensicherheit unternehmensinterne Lösungen bzw. Cloud-Angebote aus dem Inland in Betracht gezogen werden. Wichtig ist dabei neben der Umsetzung wichtiger Grundprinzipien wie dem einfachen Teilen von Informationen, dem stets aktuellen Strom der Aktivitäten und dem Folgen von Personen und Themen vor allem auch die nahtlose Integration in die Sicherheitsinfrastruktur des Unternehmens, d.h. insbesondere die Anbindung an das zentrale Nutzerverzeichnis eines Unternehmens.

Mythos #3 – Enterprise Facebook? Bloße Zeitverschwendung.

Alles schön und gut, meinen die Kritiker, aber letztlich sei Facebook doch nur reine Zeitverschwendung, zumindest wenn man sich ansieht, was dort so an Belanglosigkeiten ausgetauscht wird. Die Angst vor der Zeitverschwendung im eigenen Unternehmen sitzt tief. Hier kann ich nur beipflichten, so etwas können wir in unseren Unternehmen nicht gebrauchen. Vermutlich sollten wir aufgrund der oftmals sinnlosen Meeting-Marathons in vielen Unternehmen die Besprechungsräume und wegen des Smalltalks auch die Kaffeeküchen drastisch reduzieren.

Beim näheren Hinsehen ergibt sich dann oftmals ein ganz anderes Bild! Der Blick in die im praktischen Einsatz befindlichen Microblogs und Aktivitätsströme von Social Media Systemen zeigt eines ganz klar: Hier wird nicht wertvolle Arbeitszeit mit Belanglosigkeiten vertrieben, sondern hart gearbeitet. Die Anwender finden immer mehr nutzbringende Einsatzmöglichkeiten, von der Projekt- und Vertriebskommunikation bis zum Innovationsaustausch. Erste wissenschaftliche Studien am Beispiel von Communote dokumentieren den ernsthaften Gehalt dieser neuen Kommunikationsform.

Mythos #4 – Das ist nur was für große Unternehmen!

Bei Ihnen findet der Austausch wichtiger Informationen schnell und einfach in der morgendlichen Kaffeerunde statt, bei der alle Kollegen dabei sind? Ich gebe zu, dass ist nicht nur angenehm, sondern kann auch sehr effizient sein. Doch was tun wir, wenn nicht mehr alle an den einen Tisch passen, wichtige Kollegen immer öfter vor-Ort beim Kunden sind oder standortübergreifend gearbeitet werden muss? Spätestens beim Bezug der zweiten Büroetage, dem Aufbau der ersten kleinen Niederlassung andernorts oder gar am Auslandsstandort reicht der Flurfunk nicht mehr weit. Man muss heutzutage noch lange kein großes Unternehmen sein, um die Herausforderungen der verteilten Kommunikation wie die Großen bewältigen zu müssen. Die gute Nachricht: Dank immer ausgereifterer Cloud-Angebote aus dem deutschsprachigen Raum kann auch jedes kleine und mittelständische Unternehmen zu günstigen Tarifen neue Kommunikationslösungen “aus der Steckdose” nutzen. Die Erfolgsmessung von Social Software bis hin zu Return-on-investment wird so zu einem guten Argument.

Mythos #5 – Facebook ist doch nur was für “Digital Natives”.

Allenthalben wird argumentiert, dass der Einsatz von Web 2.0 im Unternehmen vor allem auch attraktive Bedingungen für die neue Generation an Mitarbeitern, die Digital Natives, schaffen soll. Diese sind mit StudiVZ und Facebook aufgewachsen und werden auch mit dem Enterprise Facebook wahre Wunder bewirken. Doch Halt: Sind es nicht die Leistungsträger in unseren Unternehmen, die mit ihrer Lebens- und Arbeitserfahrung die Basis für die wirkliche Wertschöpfung bilden? Der Umgang mit Medien ist nicht angeboren. Von wem lernt der Mitarbeiternachwuchs, wie mit der richtigen Kommunikation die richtigen Entscheidungen herbeigeführt und umgesetzt werden? Wer gibt sein Wissen weiter, um Firmenwachstum zu ermöglichen? Es ist also selbstverständlich, dass die neuen Medien im Unternehmen für alle Mitarbeiter da sind, für die Kommunikation ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist – vom Digital Native bis zum erfahrenen Experten. Die immer einfachere Nutzbarkeit dieser Werkzeuge hilft gerade den weniger computer-affinen Kollegen beim schnellen Einstieg.

Mythos #6 – Facebook ist aber doch nichts für Manager!

Enterprise-Facebook in Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Henry Mintzberg hat einmal gesagt: „Manager verbringen 80 Prozent ihrer Zeit mit verbaler Kommunikation, sie sind Kommunikationsarbeiter.“ Mit der zunehmenden räumlichen und zeitlichen Verteilung von Teams steigen die Anforderungen an die Führungskommunikation. Die Medienkompetenz unserer Manager wird zunehmend zu einer Schlüsselkompetenz und damit maßgeblich für den Unternehmenserfolg. Tim Miksa spricht dabei von digitaler Empathie als Voraussetzung für erfolgreiches “Leadership 2.0″. Das Enterprise Facebook eröffnet Führungskräften, vom Top-Manager bis zum Teamleiter, einen effizienten Kommunikationskanal, der Bereichs- und Hierarchiegrenzen überspannt. Hier können nicht nur Hintergründe im Sinne eines Executive Blogs vermittelt werden, sondern auch gezielt operative Führungskommunikationen in Teams erfolgen.

Peter Drucker sagte einmal “Listening (the first competence of leadership) is not a skill, it is a discipline. All you have to do is keep your mouth shut.”. Dieser Ausspruch steht hier nur scheinbar im Widerspruch. Ein Enterprise Facebook ist gerade auch ein “Hörrohr”, mit dem Führungskräfte ganz tief in ihre Organisationen hineinhören können. Es ermöglicht beispielsweise, Stimmungslagen zu erkennen, aufkommende Diskussionen aufzugreifen oder auch Talente zu erkennen, die sich nie getraut hätten in ein Vorstandsbüro zu treten oder eine E-Mail an die Geschäftsleitung zu schreiben.

Mythos #7 – Vertrauliche Informationen haben hier nichts zu suchen!

Auch wenn es hier um die Potenziale effizienter Weitergabe von Informationen und Wissen geht: Was Führungskräfte und Mitarbeiter zu besprechen haben ist oft vertraulich und einem bestimmten Personenkreis vorbehalten. Bei Facebook im Internet haben solche Informationen datenschutzrechtlichen Gründen korrekterweise wenig zu suchen bzw. man sollte sich über die potenziellen Gefahren und Sicherheitsmechanismen bei Facebook genau im Klaren sein. Im Umkehrschluss wird die sichere Ausgestaltung von Zugang und inhaltlichem Zugriffsschutz zu einer Kernanforderung an Enterprise Facebook Lösungen. Berechtigungen sollten einfach und wirkungsvoll so vergeben werden können, dass Privatsphäre, Vertrautheit und die Einhaltung von Vertraulichkeitsvereinbarungen genauso einfach ist wie der freie Austausch von Informationen im Team und firmenweit.

Mythos #8 – Enterprise Facebook widerspricht dem Datenschutz!

In Facebook-artigen Systemen werden zwangsläufig große Mengen personenbezogener Daten gesammelt, speziell zu Interessen, Arbeitsthemen, Kommunikationspartner und -häufigkeit und Zeit. Kritiker sehen hier einen Konflikt mit geltendem Datenschutzrecht, speziell in Deutschland. Dabei steht gerade der Personenbezug bei der aktiven geschäftlichen Kommunikation im berechtigen Interesse aller Benutzer. Unvorstellbar ist der Austausch von Ideen zwischen Kollegen oder auch mit dem CEO – unter dem verordneten Deckmantel der Anonymität. Der Datenschutz sollte an dieser Stelle nicht instrumentalisiert, sondern als Leitlinie für eine rechtlich und ethisch vertretbare Ausgestaltung herangezogen werden. Dazu gehört die Einbindung des betrieblichen Datenschutzbeauftragten und des Betriebsrats ebenso wie die Festlegung interner Regelungen zum Informations- und Datenschutz, für sicheren Systembetrieb, die Vereinbarung und verständliche Vermittlung von Social Media Guidelines i.S.v. Medienkompetenz ebenso wie die Etablierung einer Führungs- und Kommunikationskultur im Unternehmen, die bereits auf der Werteebene einen Missbrauch ausschließen sollten.

Mythos #9 – Es muss genauso sein wie Facebook!

Wenn schon ein Facebook, dann aber auch genauso wie das Vorbild im Internet: Dies ist eine oft geäußerte Anforderung. Es ist richtig, die großen Anbieter von Online-Diensten wie z. B. Google, Facebook und Twitter bestimmen Trends und geben Quasi-Standards vor, an denen heute auch Business-Software nicht mehr vorbeikommt. Bei aller Euphorie für die Vorbilder sollte aber nicht vergessen werden, dass der Einsatzzweck im Unternehmen letztlich doch ein spezifischer ist. Es steht eben weniger die Unterhaltung im Mittelpunkt, sondern die effiziente Kommunikation, Informationsweitergabe und auch das Wiederauffinden bestimmter wesentlicher Botschaften – unter Beachtung notwendiger betrieblicher Anforderungen wie z. B. Vertraulichkeit, Struktur, Corporate Design und Integration in vorhandene Systeme. Dies verlangt nach unternehmenstauglichen Angeboten, ggf. auch nach kundenindividueller Betreuung.

Mythos #10 – Am Ende doch nur noch mehr Informationsflut

Wen die ersten neun Gegenargumente noch nicht abgeschreckt haben, der bekommt das stärkste zuguterletzt. Potenziert Facebook jetzt nicht auch noch im Unternehmen die Informationsflut und bringt das Fass endgültig zum Überlaufen? Wenn alle Mitarbeiter fröhlich Informationen teilen und diskutieren, dann entsteht ein nicht mehr enden wollender Strom von Nachrichten. Wer soll das alles lesen? Die Antwort ist einfach: Keiner. Genauer: Keiner wird das jemals alles lesen. Es ist Teil der notwendigen Medienkompetenz in unserem Informationszeitalter, sich mit der Fokussierung auf die eigenen Aufgaben und Ziele in der täglichen Arbeit auch auf die damit verbunden Themen, Personen und Informationsquellen zu konzentrieren. Anstelle täglich hunderte E-Mails nach wesentlichen Nachrichten abzugrasen werden wir uns künftig personalisiert über die relevanten Themen für unsere Arbeit informieren können. Das Follow-Prinzip für Themen, Tags und Personen ist dafür ein bereits heute nutzbarer erster Ansatz, dem weitere folgen werden.

Fazit:

Die Argumente gegen ein Enterprise Facebook sind so vielfältig wie nachvollziehbar. Allen wohnt ein Körnchen Wahrheit inne. Die Reflexion dieser Themen sollte der richtigen Ausgestaltung des Einsatzes von Social Media im Unternehmen dienen. Am Ende gibt es nur eine Möglichkeit herauszufinden, wie groß der Nutzen eines Enterprise Facebook ist: das eigene Erleben. Es gibt viele Möglichkeiten, gerade auch für Unternehmen.

Bild: Thinkstock / iStockphoto

Forschungsprojekt: Lernen im virtuellen Raum

Virtuelle Welten als Plattformen für die Weiterbildung – zu diesem Thema hat die Hochschule Heilbronn ein Forschungsprojekt initiiert. Ziel ist es, den praktischen Nutzen von virtuellen Welten im betrieblichen Umfeld und bei Weiterbildungen zu erkunden.

Die dazugehörige virtuelle Seminarreihe findet im MFG Innovation Park der virtuellen Welt Second Life statt.  Ab Dienstag , den 11. Mai, referieren unter anderem Veit Mathauer und Martin Kurth von Sympra zu ausgewählten Marketing-Themen. Die Seminare stellen eine gute Chance dar, erste Erfahrungen mit Second Life zu machen.

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Ergänzt wird die Seminarreihe durch eine virtuelle 3D-Betreuung in Form eines Tutors, Mitschnitte der Fachvorträge für individuelle Vertiefungsmöglichkeiten sowie ein virtuelles Get-together nach jeder Veranstaltung, bei dem die teilnehmenden Fach- und Führungskräfte miteinander ins Gespräch kommen und Kontakte knüpfen können.

Das von Prof. Dr. Sonja Salmen von der Hochschule Heilbronn sowie der Medienpädagogin Katja Bett entwickelte didaktisch-methodische Konzept zur 3D-Seminarreihe beruht auf zwei Säulen. Zum einen vermitteln anerkannte Fachexperten in 3D-Impulsvorträgen aktuelles Theorie- und Praxiswissen zu Marketingthemen. Bei diesen Vorträgen können Referenten und Teilnehmende live miteinander interagieren. Zum anderen bekommen die Teilnehmenden nach den Vorträgen die Möglichkeit die vermittelten Inhalte eigenständig oder in kooperativen Arbeitsgruppen anzuwenden. Dieses sogenannte situierte Lernen ermöglicht eine Wissensvertiefung, -anwendung und ein Praxistransfer. Dabei wird zwischen Formen des selbstgesteuerten Lernens (Selfdirected Learning), des gemeinschaftlichen Lernens in Arbeitsgruppen (Collaborative Learning) und des Plenums (Learning Community), in dem sich die Teilnehmenden untereinander vernetzen und so interessensspezifisch ins Gespräch kommen können, unterschieden

Konkret bedeutet das situierte Lernen für die Teilnehmenden Aufgabenstellungen zu bearbeiten, die an das neu erworbene Wissen anknüpfen. So wird auch in der 3D Welt ein möglichst hoher Realitätsbezug erreicht. Ebenso erleichtert die Einbindung verschiedener Perspektiven das Gelernte auf andere Anwendungskontexte zu übertragen. Die Kommunikation mit den anderen Teilnehmenden, bzw. deren Avataren, ermöglicht zudem eine vertiefte Auseinandersetzung mit Inhalten und vermittelt gleichzeitig ein Gefühl der sozialen Eingebundenheit. Lernen findet somit im sozialen Austausch statt.

„Die 3D-Welt erlaubt eine neue Art der ‚Versinnlichung’ des virtuellen Lebens. Als Avatar kann man sich im virtuellen Raum bewegen und sich interaktiv mit den anderen Avataren austauschen, diskutieren und zusammen arbeiten. Gerade durch dieses direkte Miterleben bietet die virtuelle Welt erfahrungsnahe und anschauliche Lernsituationen“, erklärt Prof. Dr. Sonja Salmen, Professorin im Studiengang Electronic Business an der Hochschule Heilbronn.

Für die 3D-Seminare gibt es noch freie Restplätze.

Die Termine:

•    11.05.2010 Thema: Social Web Applikation, Veit Mathauer
•    18.05.2010 Thema: Juristische Aspekte des Social Web mit Fallstudie zu Social Media Guidelines, Martin Kurth
•    01.06.2010 Thema: Innovationsfindungsprozess unter Einbindung Sozialer Medien
•    08.06.2010 Thema: Marketingpotenziale des 3-D Internet

Beginn ist jeweils um 18 Uhr; Ende gegen 21 Uhr.

Informationen über die Vortragsreihe und das Projekt gibt es auf  http://forschungsprojekt2010.hs-heilbronn.de/vortragsreihe.

Das Projektteam der Hochschule Heilbronn gibt bei Fragen gerne Auskunft und begleitet Interessenten auf dem Weg in die 3D-Welten. Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter http://forschungsprojekt2010.hs-heilbronn.de/event/register.

Social Media: Vorträge und Bücher sind gut, Coachings sind besser

Happy Three Friends Photocase163768511 Kl-300x199 in Social Media im Unternehmen funktionieren dann besonders gut, wenn die Aktivitäten von möglichst vielen Mitarbeitern getragen und unterstützt werden. Pflegt ein Einzelkämpfer die Beziehungen ins Web, kann dieses Expertentum zu einer digitalen Kluft führen. Aus dem Spezialisten wird der Geek, bei seinen Kollegen verliert das Thema an Akzeptanz.

Damit das nicht passiert, müssen alle Mitarbeiter, die mit Social-Media-Aktivitäten betraut werden, auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden. Das darf jedoch nicht – wie im Mathe-Unterricht – der kleinste gemeinsame sein. Mit dem Besuch der vielen Veranstaltungen und Kongresse zum Thema, der Lektüre eines Fachbuchs oder einer Webrecherche nach den besten Werkzeugen für den Follower-Aufbau bei Twitter ist es also nicht getan.

Coaching als Fundament für Social Media

Bei der Betreuung unserer Kunden haben sich spezielle Coachings bewährt. In kleinen Gruppen entsteht das Fundament, das die gesamten Social-Media-Aktivitäten eines Unternehmens trägt. Wird das Coaching entsprechend vorbereitet, weiß der Coach genau, an welcher Stelle welche Informationen benötigt werden und auf welche Plattformen und Werkzeuge er im Workshop abzielen muss. Als Ergebnis steht anschließend im Idealfall eine nicht zu kleine und feine Truppe motivierter und geschulter Netzwerker bereit, die sich gegenseitig unterstützen und ergänzen.

Neben der bloßen Wissensvermittlung erfüllen die Coachings auch einen strategischen Zweck. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass erst in solchen Coachings die verschiedenen Einstellungen der einzelnen Mitarbeiter und die ganz individuellen Fragestellungen innerhalb des Unternehmens deutlich werden: Typische Diskussionspunkte sind beispielsweise die Grenzen zwischen privater und geschäftlicher Kommunikation, welcher Unternehmensbereich den Lead übernimmt und in welcher Art und Weise das Monitoring erledigt werden soll.

Da solche Fragen unbedingt beantwortet sein müssen, bevor mit der Erstellung von Strategie und Guidelines begonnen werden kann, sind Coachings der erste Schritt und eine wichtige Grundlage für Strategien und Guidelines. Nur dann überhaupt können Unternehmen die eigene Identität im Web gestalten.

Neben Workshops für Gruppen wie Marketing- oder PR-Abteilungen machen auch Einzelcoachings für Kommunikationsmanager oder Geschäftsführer Sinn. Auch oder insbesondere weil nicht jeder Entscheider persönlich in Social Networks registriert sein oder twittern muss. Unabhängig vom Grad der Vorkenntnisse versetzen solche Workshops den Teilnehmer in die Lage, Budget- und Strategieentscheidungen, die Social Media mit einschließen, künftig fundiert und auf Basis eigenen Wissens und grundlegender Erfahrungen treffen zu können.

Coachings sind also in jedem Falle für Unternehmen ein guter Einstieg in die Social Media Relations – sowohl für die Mitarbeiter, die aktiv die Beziehungen im Web gestalten, als auch das Management, das jetzt in der Lage ist, künftige und vergangene Online-Aktivitäten zu bewerten.

Bild: Koecki / Photocase

PR und Social Media: So setzen Sie Ihre Strategie um

Vorsicht, es folgt ein euphorisches Blogposting, das so gar nicht zum derzeitigen Tenor rund um ein ungewisses neues Jahr und die verblassende Freude über tolle Tools wie Twitter passt. Sympra hat ein neues Produkt am Start, und darüber freuen wir uns. Es heißt Social Media Newsroom – und es hat nichts mit Hype und einseitig auf Twitter & Co. ausgerichteter Kommunikation zu tun. Ganz im Gegenteil führt es endlich zusammen, was zusammengehört. Kommunikation 1.0 und Kommunikation 2.0.

Fest steht: Der große Hype um Twitter und Social Media ist vorbei. Marktschreierische Twitter-Gurus haben 2010 schwere Zeiten vor sich. Integrierte, strategisch fundierte Ansätze in der Unternehmenskommunikation werden wieder verstärkt Gehör finden. Die Stunde der Social-Media-Realisten ist gekommen. Warum voll auf Social Media setzen und Media Relations vernachlässigen? Warum dialogorientierte Öffentlichkeitsarbeit forcieren, aber nicht gleichzeitig klassische Medien sehr service- und qualitätsorientiert mit Material und Storys versorgen? Schlechte Zeiten für mit Scheuklappen agierende Experten.

Ich finde: Dialoge sollten Sie nicht zwanghaft auf der trendigsten Plattform, sondern mit Ihren relevanten Medien und Multiplikatoren einfach dort führen, wo es diesen am liebsten ist. Und zusätzlich sollten Sie alle relevanten Informationen zu Ihrem Unternehmen, Ihrer Marke, an einem attraktiven, leicht zu durchschauenden Ort im Web bündeln. Je nach Ausrichtung nicht nur den old fashioned stuff wie Geschäftsberichte und Pressemitteilungen, sondern auch Social-Media-Inhalte, die Ihrer Marke ein Gesicht geben.

An sich Punkte, auf die man sich schnell einigen kann. Doch zwischen Erkenntnis und Umsetzung lag bisher oft ein weiter Weg. Wer sich mit einer Unternehmenswebsite mit veraltetem, schwierig bedienbarem Content-Management-System herumschlagen muss, die das Einstellen von Pressebildern zu einer monatlich Stunden fressenden Herausforderung macht, in die man aufgrund des Aufwands nicht einmal den Praktikanten einarbeiten möchte, der hat keine Zeit für die Kür der Online-Kommunikation. Wer von all den Social-Media-Tools rund um Twitter und Co. größten Respekt hat und damit – zumindest – zeitlich überfordert ist, ebenso.

Es ist immer seltener fehlendes Wollen, es ist oft ein Dilemma der fehlenden Werkzeuge. Weniger ein Problem der Beratung, zumindest zeigt das unser Agenturalltag. Workshops, Zieldefinitionen, dann in der Folge ein integriertes Kommunikationskonzept, das klassische Medienarbeit und, falls sinnvoll, aktuellste Online-PR-Instrumente gleichermaßen einbindet, sind nur die Basis. Sie schaffen zwar die Voraussetzung für erfolgreiche und rundum zeitgemäße Unternehmenskommunikation. Doch wenn anschließend im Unternehmen selbst wenig Zeit und keine effizienten Werkzeuge zur Verfügung stehen, die tagtäglich dabei helfen, den Kontakt zu Redaktionen und zu Bloggern, Twitter-Nutzern, Facebook-Fans und weiteren wichtigen Dialoggruppen gleichermaßen zu halten – Bingo. Dann klappt es nicht. Keine erfolgreiche Strategie ohne konsequente Umsetzung.

Wie wäre es, wenn ein guter Teil dieser Umsetzung völlig entspannt und effizient verliefe? Da kommt er ins Spiel, der Social Media Newsroom. Als Phantom geistert er bereits seit etwa zwei Jahren durch die PR-Landschaft. Ursprünglich aus den USA kommend, inzwischen auch hierzulande einige Male präsent. Was sich dahinter verbirgt ist eine Website oder ein Teil der vorhandenen Unternehmenswebsite, die oder der gleichermaßen die Aufgabe eines klassischen Pressebereiches mit Service für Redaktionen erfüllt und die Anforderungen von Multiplikatoren im Social Web befriedigt.

Toll am Social Media Newsroom: Er versorgt Journalisten und Blogger

Klassisch arbeitende Redakteure erhalten in dem neuartigen Newsroom – wenn das die Kommunikationsstrategie so vorsieht – weiterhin ihre Presseinformationen, Fotos und weitere Materialien zum Download. Doch das ist nicht das Besondere. Toll am Social Media Newsroom ist seine Multifunktionalität: Blogger und andere Meinungsmacher sollen ebenso wie Redaktionen alles finden, was sie für ihre Tätigkeit benötigen. Dies konsequent auf Basis von dialogfreundlicher Web-2.0-Technologie. Das ist nicht nur enorm suchmaschinenfreundlich, sondern notwendig, damit alles jederzeit ganz einfach weitergeleitet, empfohlen, geteilt, “geshared”, getwittert werden kann.

Ein guter Social Media Newsroom stellt zudem vollautomatisch zusammen, was Unternehmen oder dessen Vertreter an relevanten Social-Media-Aktivitäten entfalten. Neue Bilder, Videos, Blogbeiträge, Lesezeichen aus Social-Bookmarking-Diensten und Vieles mehr wird vollautomatisch aggregiert. Zudem kann die Unternehmenskommunikation jederzeit manuell Content hinzufügen – und zwar sehr viel einfacher als mit jedem Content-Management-System. Auch einfacher als mit WordPress.

Warum sich Social Media Newsrooms 2010 durchsetzen werden

Den Erfolg einiger ganz gelungener Beispiele nicht in Abrede stellend möchte ich dennoch behaupten: Bis zum heutigen Donnerstag, 14. Januar 2010, hat sich der Social Media Newsroom noch nicht so richtig durchgesetzt. Das hat nicht nur gute Gründe. Es wird sich im Laufe des Jahres 2010 auch ändern. Einige Indizien dafür:

• Unternehmen können den Social Media Newsroom von Sympra ohne Entwicklungsaufwand und ohne EDV-Projekt in ihre bestehende Website integrieren lassen. Konzeption und Umsetzung verlaufen schmerzfrei: Wir machen das in Kooperation mit unserem Technikpartner myON-ID.
• Der Newsroom läuft auf externen Servern und ist von der Unternehmensinfrastruktur unabhängig. Sicherheit und technische Weiterentwicklung belasten weder die PR- noch die IT-Abteilung.
• Handgebastelte Lösungen auf Basis von Blog-Software wie WordPress führen zu Kompromissen beim Funktionsumfang und im schlimmsten Fall auch bei der Sicherheit. Ganz zu schweigen vom oft wenig überzeugenden Design. Probleme, die beim Sympra Social Media Newsroom komplett entfallen. Sieht gut aus, tut gut und geht nicht daneben.
• Inhalte können vollautomatisch per RSS von Diensten wie Flickr, Youtube, Blogs oder anderen Quellen aus direkt und in Echtzeit in den Social Media Newsroom importiert werden.
• Aktuelle Web-Technologie (Ajax) vereinfacht die Bedienung erheblich; selbst die Einbindung weiterer Web-2.0-Dienste in den Newsroom im laufenden Betrieb ist ohne Einschalten von Programmieren möglich.

Klingt alles ziemlich toll und überzeugt? Kein Wunder. Wir freuen uns, mit unserem eigenen Newsroom heute offiziell online gegangen zu sein. Und brennen darauf, Ihnen die Funktionalität persönlich zu demonstrieren und zu besprechen, ob ein Social Media Newsroom auf Basis modernster Web-2.0-Technologie für Ihre integrierte Kommunikation nicht auch eine feine Sache wäre.

http://newsroom.sympra.de

Ein Monat voller Social-Media-Events mit Sympra

Twitter in der Unternehmenskommunikation, Social-Media-Strategien, Web 2.0 und Wandel in der Medienbranche – Themen, die uns bei Sympra in den vergangenen Monaten immer intensiver beschäftigt haben und die immer stärker Einzug in Beratungsalltag und Tagesgeschäft halten. Im zurückliegenden Monat durften wir uns über mehrere sehr spannende Veranstaltungen zu dem Thema unter Sympra-Beteiligung freuen:

  • Social Media – Zukunft der Kommunikation oder Spielzeug für Web-Geeks?
    Die Wahrheit über Twitter, Blogs und soziale Netzwerke

    Das Besondere an diesem Event: Es handelte sich um eine Veranstaltung der Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V. (GPRA) in Zusammenarbeit mit den Agenturen komm.passion, talkabout communications, wbpr und Sympra. Vier befreundete (na gut: sicher zudem im Wettbewerb befindliche…) Agenturen innerhalb der GPRA hatten gemeinsam (!) unter GPRA-Dach ein spannendes Event auf die Beine gestellt, zu dem mehr als 100 Entscheider aus Unternehmen, Medienbranche und Institutionen gekommen waren – allesamt geladene Gäste – eine Top-Besucherqualität. Meines Erachtens ein tolles Beispiel für unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, die ohne Twitter nicht zustande gekommen wäre, denn nur aufgrund von Social Media und Social Networking sind wir Agenturen täglich so intensiv im Austausch und entwickeln solche Ideen.
  • Twitter in der Unternehmenskommunikation
    Das Event bei der MFG Baden-Württemberg (Innovationsagentur des Landes für IT und Medien) war überaus gut besucht, Sympra hat moderiert. Ein spannend besetztes Podium unter anderem mit Uwe Knaus von Daimler (@uknaus) diskutierte das Thema aus meiner Sicht wohltuend praxisnah und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Da kam der hemdsärmlige, aber erfolgreiche Einstieg der Sparkasse Pforzheim ebenso zur Sprache wie der Umgang mit Twitter bei einem Großkonzern wie Daimler. Rechtliche Aspekte von Twitter am Arbeitsplatz wurden ebenso diskutiert wie Kommunikationsstrategisches, begonnen bei der Notwendigkeit, vor dem Loslegen eine Social-Media-Strategie zu entwickeln, bis hin zu technischen Aspekten rund um Twitter-Keywords- und -Tools. Eine tolle Veranstaltung mit tollen Gesprächen während des offiziellen Teils und im Anschluss.
  • Ganztägiger Kundenworkshop mit einer kompletten Marketingabteilung
    Mit Marketing- und Werbeleuten aus völlig unterschiedlichen Altersgruppen und mit ganz unterschiedlicher Affinität zum Social Web konnte ich in der zweiten Oktoberhälfte bei einem ganztägigen Workshop rund um Social Media und Social Networking diskutieren. Von ganz persönlichen Fragen wie “Wer muss sich wie weit ins Web 2.0 hervorwagen, wenn wir erfolgreich sein wollen?” bis hin zur Definition unternehmensweit relevanter  Strategieentscheidungen sind wir dabei gekommen. Besonders erfreulich finde ich, dass mit dem Workshop nicht die Diskussion zu Ende war – sie wurde beim Kunden intern fortgesetzt, und ich bin sehr gespannt auf das, was daraus wird. Ich hoffe natürlich, dass wir als Agentur dann auch weiter dabei sein dürfen.
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Seminarpausen gab es auch! Zum Twittern natürlich.

Drei Highlights aus einem sehr, sehr interessanten Social-Media-Herbst bei Sympra, und es geht gerade so weiter! Wir freuen uns.

@jodeleit

Links:

Social Media – Zukunft der Kommunikation oder Spielzeug für Web-Geeks?

Die Wahrheit über Twitter, Blogs und soziale Netzwerke
Veranstaltungsinfo, Aufzeichnung und Folien
Interview Monty Metzger mit mir am Rande der Veranstaltung

Twitter in der Unternehmenskommunikation
Veranstaltungsinfo
Audio-Aufzeichnung
Folien

Wochenende – und Ende der Publikationshoheit

Photocase-Marc-Walter-Zutritt-verboten-300x199 in Gleich mehrfach hat sich in der zu Ende gehenden Woche wieder gezeigt, wie schnell sich die Spielregeln in der Online-Kommunikation ändern. Wenn Sie, lieber Leser, nicht ganz tief in der Web-2.0-Materie stecken, so werden Ihnen die Indizien für besagte Dynamik, die ich gleich aufzähle, eher exotisch, technikverliebt, vielleicht sogar nicht wirklich relevant vorkommen:

• Twitter-Listen: Das ganz große Thema im Social Web war in der zurückliegenden Woche die breite Einführung frei zusammenstellbarer Listen von Nutzern bei Twitter. Twitterer können andere Teilnehmer auf diese Weise kategorisieren. Andere Menschen haben so die Chance, sich rascher einen Überblick zu verschaffen, wer die tonangebenden Nutzer zu speziellen Themengebieten sind. Neben der Zahl der Follower gelten Twitter-Listen bereits heute als wichtiger neuer Maßstab zur Bewertung der Reputation und Reichweite eines Twitter-Accounts. Sie werden prominent im Twitter-Profil dargestellt – natürlich wieder primär quantitativ, wie wir es von Twitter kennen. In welchen Listen er auftaucht, kann der Inhaber eines Accounts nur begrenzt beeinflussen – Crowdsourcing findet statt, plötzlich werden Sie als Twitterer von der Netzgemeinde bewertet und in Schubladen gesteckt. Wohl dem, der eine gute Reputation aufgebaut hat. Schade für die, die es in keine Listen schaffen – oder in negativ behaftete.

• Google Sidewiki für alle Browser: Google Sidwewiki bietet Internetnutzern die Möglichkeit, beliebige Internetseiten oder bestimmte Passagen auf diesen Internetseiten zu kommentieren oder zu ergänzen. War bisher nach dem Start im September ein spezielles Plugin zur Nutzung erforderlich, so können jetzt Nutzer aller Browser mit einem simplen Bookmarklet auf Sidewiki zugreifen. Welche Inhalte in Google Sidewiki prominenter und welche weiter unten in der Ergebnisliste dargestellt werden – Google berechnet es in altbewährter Manier anhand eigener Algorithmen. Die Reputation des Absenders eines Kommentars spielt eine wichtigere Rolle als die Aktualität. Einmal veröffentlichte Sidewiki-Einträge zu Webseiten als Betroffener entfernt zu kriegen – möglich, wenn Sie Google von der Unredlichkeit des Kommentars überzeugen. Mit anderen Worten: schier unmöglich. Und nicht unproblematisch.

• Google Social Search: Im Betatest hat Google jetzt auch eine Funktion, die dem Recherchierenden in den Ergebnissen explizit Content anzeigt, den Personen aus seinem eigenen sozialen Umfeld veröffentlicht haben. Dabei bedient sich Google der in Zukunft immer wichtiger werdenden Google Profiles sowie der sozialen Netze bei Twitter und Friendfeed, die zu diesem Zweck ausgewertet werden.

• Die immer rascher voranschreitende Ausbreitung mobiler Tagging-Anwendungen: Verspielte Applikationen wie Gowalla oder Foursquare sind im Moment der neueste Hit der Digitalen Bohème. Das Ganze funktioniert so: Wer mit seinem Android-Handy, iPhone oder anderem schicken Smartphone an einem für ihn relevanten Ort ankommt, der hat – gehört er zu eben jener Digitalen Bohème – nicht besseres zu tun, als dort einen „Spot“ zu begründen und den Ort spielerisch zu „taggen“, also mit Kommentaren oder anderen digitalen Spuren zu versehen.

All diese Themen mögen auf weniger technikaffine Zeitgenossen ein wenig freaky, oder nerdig, wie man heute sagt,  wirken. All diese Themen stehen aus meiner Sicht jedoch gemeinsam für einen ungemein rapiden Wandel: Wir haben nicht mehr die Publikationshoheit, was unsere Marke betrifft. Ob Unternehmen oder Privatperson. Ob Internetseite oder realer Ort da draußen. Alles kann von jedem getaggt, mit Kommentaren versehen in einen anderen als den vom Eigentümer geplanten Kontext gebracht werden.

Die Spielregeln bestimmen dabei Startups in Silicon Valley. Oder ausgewachsene Startups wie Google. Kontrollverlust pur. Wer nur reagiert, kommt zu spät. Einzig sinnvolles Vorgehen: Rechtzeitig eine Strategie entwickeln, die alle neuen, dezentralen, nicht beherrschbaren Kommunikationswege mit einbezieht und auf den langfristigen Aufbau positiver digitaler Reputation setzt.

Wenn Sie jetzt immer noch keine Angst haben und ein wenig spielen möchten: Das Video unten erklärt Google Sidewiki; und hier können Sie das entsprechende Bookmarklet für Ihren Browser ganz einfach installieren. Wie wäre es, wenn Sie gleich hier auf dieser Seite einen Sidewiki-Eintrag hinerließen? Ich würde mich freuen. Aber Achtung: Ihre Experimente wirken sich unmittelbar auf die eigene Reputation aus – wie unter anderem belegt, dass Google automatisch einen neuen Sidewiki-Eintrag in meinem persönlichen Google-Profil angelegt hat, nachdem ich meinen ersten Sidewiki-Kommentar gepostet hatte. Beeindruckend.

Freue mich auf Ihre Kommentare – wo auch immer Icon Smile in

@jodeleit

Bild: Marc Walter / Photocase

Social Media: Startschuss für den Dialog

Seit dem GPRA dialoq zu Social Media in München sind einige Tage vergangen, die neuen Kontakte pflegen wir über Xing, Twitter und natürlich auch persönlich, und auch das Debriefng mit allen Beteiligten haben wir absolviert. Zeit für eine kurze Nachbetrachtung, aber auch Gelegenheit für einen Ausblick.

Beeindruckend war sicher das überwältigende positive Feedback zur Veranstaltung (“Selten habe ich eine nützlichere und bessere Überziehung der vorgesehenen Veranstaltungszeit erlebt”, “kurzweiliger und hochinteressanter Abend“, “Klasse Diskussion!“). Interessant auch, wie sehr die Veranstaltung auch Tage später noch die Branche bewegt. Das ist Beleg, dass das Thema einen Nerv getroffen hat. Marketing-Verantwortliche und Pressesprecher begreifen zusehends, dass sich die Unternehmenskommunikation und damit ihre Rolle verändert. Vom alleinigen Sprachrohr und Hüter der Unternehmensbotschaften, zum Berater in allen Fragen der Unternehmensdarstellung und Dirigenten des Mitarbeiter-Chors , der künftig einen großen Teil des Images und Auftritts des Unternehmens prägt.

Die Veranstaltung ist für Sympra daher erst der Auftakt: Wir werden das Thema Social hier in unserem Blog, im Web, in Social Media Coachings und auf Veranstaltungen und Diskussionsrunden weiter vertiefen. Besonders freuen wir uns über den persönlichen Dialog und den Austausch mit anderen PR- und Medien-Schaffenden in Unternehmen, Verbänden und Redaktion.

Sie können  eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung verfolgen und die Sympra-Präsentationsfolien abrufen:

View more presentations from sympra.

7. Oktober, 18.20 Uhr: Web-TV live – Die Wahrheit über Twitter, Blogs und soziale Netzwerke

Social Media – Zukunft der Kommunikation
oder Spielzeug für Web-Geeks?
Die Wahrheit über Twitter,
Blogs und soziale Netzwerke

Zap in

Zaplive-Kanal zum Event

Die Veranstaltung unter diesem Motto, die Sympra morgen zusammen mit der Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V. (GPRA) und drei befreundeten Agenturen in München durchführt, ist seit Tagen restlos ausgebucht. Es besteht aber die Möglichkeit, den Abend live im Internet zu verfolgen und sich via Twitter mit dem Hashtag #gpracsm an der Diskussion zu beteiligen. Am Veranstaltungsort wird eine Twitterwall installiert sein, die Ihre Beiträge für Publikum und Vortragende sichtbar macht. Ab 18.20 Uhr werden die Vorträge und die Diskussion auf der WebTV-Plattform Zaplive übertragen. Die Veranstaltung  können Sie aber auch über den hier in diesem Beitrag eingebundenen Player verfolgen!

Mehr zur Veranstaltung bei der Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V. (GPRA).

Wir freuen uns, wenn Sie mit dabei sind!

Die Sympra-Präsentationsfolien (Vortrag nach Plan gegen 19.30 Uhr) sind ab sofort hier sowie bei Sympra einsehbar.