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Alles fließt – oder was Bewegtbild in Bewegung setzt (2/2)

KOMPETENZEN Strategie-Beratung in

Im ersten Teil des Interviews wollte ich von Peter Hankowiak von AV MEDIEN wissen, ob eigentlich noch der klassische Unternehmensfilm (für z.B. die Messe) gedreht wird oder ob er als Produzent nicht doch immer auch das Web 2.0 im Hinterkopf hat. Im Grunde genommen landet jeder Film, der heute produziert wird im Web, denn mit keinem anderen Medium lassen sich komplexe Zusammenhänge oder Abläufe so hocheffizient aufzeigen. Kein anderes Element kann so sehr emotionalisieren wie ein Film. Heute will ich von ihm wissen, was es bei so einer Unternehmensdarstellung zu beachten gibt.

Stackelberg: Na ja, von daher ist das also gar nichts Neues. Gut gemachte Videospots erzielen immer ihre Wirkung. Qualitativ neu sind aber die modernen Kommunikationsmittel. Mit welchen Medien man kommuniziert und in welche Kanäle man sie hineinspielt, das ist anders. Die Auswahl ist größer und die Videospots sind zugänglicher, auch für kleinere Unternehmen. Sie können mit guten Aktionen Erfolg haben und Aufmerksamkeit generieren. Zusätzlich stellen Onlineportale, wie das von newsaktuell, mit großer Reichweite (2,7 Millionen Page Visits) die Videospots als Footage-Material für TV-Sender, Blogs und andere Internetangebote in einer umfangreichen Multimediadatenbank bereit. Für uns natürlich besonders interessant: Journalisten nutzen diese Portale – der ARD/ZDF-Online-Studie 2010 zufolge – mittlerweile zu 86 Prozent zur Recherche nach Bildmaterial. Was also müssen die Unternehmen bei ihrer Selbstdarstellung beachten oder wo gibt es noch Defizite?

Hankowiak: Aus unserer Sicht ist heute die eigene Homepage das zentrale Kommunikationsmedium jedes Unternehmens. Daher sollte sie nicht nur professionell gestaltet, sondern immer auf einem aktuellen Stand sein: Mit aussagefähigen Texten, guten Bildern und natürlich mit Videobeiträgen. Im zweiten Schritt sollten sich Unternehmen genau überlegen, in welche Kanäle sie noch kommunizieren wollen. Im B2B-Geschäft wäre das national z.B. über Xing, international z.B. über LinkedIn. Für den Bereich Corporate Branding kommen zunehmend Facebook oder die VZ-Netzwerke in Frage, vor allem dann, wenn auch jüngere Zielgruppen angesprochen werden sollen. Hier gilt: Die Unternehmen müssen einfach zeigen, warum es sich lohnt, bei ihnen zu arbeiten oder bei ihnen zu kaufen.

Stackelberg: Wir bieten ja mit unserem Konzept Social Media Newsroom ein Werkzeug an, mit dem praktisch alle diese Anforderungen, insbesondere auch die weitgehend automatisierte Verteilung in Netzwerke und auf Plattformen, erfüllt werden. Die Anwender sind begeistert. Aber viele Interessenten schrecken vor den Kosten zurück, weil wir Ihnen noch weniger eindeutig als bei der klassischen PR sagen können, wie viele Produkte mehr sie dadurch auf dem Markt platzieren können …

Hankowiak: … und das ist deshalb ja auch keine neue Herausforderung. Oft genug verstehen auch heute noch Unternehmer und vor allem „Zahlenmenschen“ nicht, warum man zeitgemäß kommunizieren sollte. Diese gilt es zu überzeugen wo der Mehrwert für ihr Unternehmen liegt. Ich hatte neulich ein längeres Gespräch mit einem Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens für Informationstechnologien. Er sagte selber, dass er von Werbung eigentlich nichts versteht. Seine Welt besteht aus technischen Lösungen, aus höchstem Ingenieurwissen  und wirtschaftlichen Herausforderungen. Nach einem eher negativen Erlebnis im Bereich Corporate Design wird er das Thema Unternehmenskommunikation zur Chefsache machen, denn ihm ist auch klargeworden, dass er mit seiner unemotionalen Homepage etwas machen muss, denn er könnte derzeit etwa 100 Ingenieure einstellen, die er aber nicht bekommt. Dabei bietet das spannende und innovative Unternehmen sehr viel für Mitarbeiter. Das wird aber (noch nicht) kommuniziert.

Sympra Welcome Fb-300x191 in Die gute Nachricht ist aber auch, dass sich diese Überzeugungsarbeit heute viel einfacher gestaltet. Wenn Sie nämlich das Facebook-Profil eines Unternehmens anschauen, sehen Sie auch immer gleich, wie intensiv dort kommuniziert wird. Und ob die Nutzer mit Form und Inhalten zufrieden sind, weil über den offenen Rückkanal direkt Response vom Empfänger kommt.

Stackelberg: Sich aber nur an anderen zu orientieren, ist unserer Erfahrung nach gefährlich.

Hankowiak: Klar. Wenn ein Unternehmer zum Wettbewerber schielt, weil der auf Bewegtbild und Social Media setzt und vielleicht schon die Themenführerschaft in bestimmten Bereichen übernommen hat – dann ist es (fast) schon zu spät. Aber lieber jetzt über die möglichen Alleinstellungsmerkmale und gute Ideen nachdenken als gar nicht, denn moderne Kommunikationsformen wie Bewegtbild und die Nutzung von Social Media sind unterdessen Standard. Wie man’s richtig macht, zeigen z.B. Firmen wie Krones und Kuka, oder auch das Esslinger Stadtmarketing.

Stackelberg: Und wer wissen will, wie die Umsetzung aussieht fragt Sympra oder AV MEDIEN. Herr Hankowiak, vielen Dank für das interessante Gespräch!

Alles fließt – oder was Bewegtbild in Bewegung setzt (1/2)

Ein großer europäischer Versicherungskonzern macht’s vor: Für die Einführung seiner neuen iPhone-App hat er eines der ersten Werbeangebote mit Apples iAds überhaupt auf den Markt gebracht – und eine Printanzeige mit einem Werbefilm auf dem iPhone kombiniert.

Bewegtbild interagiert hier quasi mit der Werbung und führt zum Applestore. Ähnliche Visionen mögen Marktforscher schon vor langer Zeit gehabt haben, aber noch vor ein, zwei Jahren haben die meisten Beobachter eine so schnelle Realisierung nicht erwartet. Zu zögerlich erschienen die Marktteilnehmer.
Zum Durchbruch verholfen haben dem Bewegtbild im Internet drei Faktoren: eine weitgehend verfügbare hohe Bandbreite für ruckelfreie Übertragungen, bedienerfreundliche mobile Endgeräte und leicht handhabbare Anwendungen. Zattoo.com bietet heute kostenlos Internet-TV mit einer beeindruckend großen Auswahl an Sendern, das iPad bindet Bewegtbild in statische Inhalte ein und beispielsweise Sevenload bietet Video on Demand mit einer Fülle von TV-Formaten und Musikvideos.

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Auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist Bewegtbild in kurzer Zeit zu einem Format avanciert, das die Markenbildung und Profilierung von Unternehmen und deren Sprechern unterstützt. Immer häufiger wertet es die Homepage eines Unternehmens oder einer Institution auf. Ich habe mich mit Peter Hankowiak, Marketingleiter der AV MEDIEN Gruppe*, über Bewegtbild und Social Media unterhalten.

Stackelberg: Als PR-Agentur haben wir im vergangenen Jahr bei Kundenprojekten die Beobachtung gemacht, dass bewegte Bilder rasant an Bedeutung gewinnen, und zwar nicht nur bei internen Präsentationen oder zur Vorführung auf Messen, sondern vor allem im Netz. Wie sieht das auf der Produzentenseite aus – können Sie das bestätigen?

Hankowiak: Durchaus. Eigentlich alle Filmbeiträge, die wir heute produzieren – ganz gleich ob für Messen, Events oder als Imagefilme – landen auf den Websites der Unternehmen, auf YouTube oder in sozialen Netzwerken. Die Konkurrenz ist groß, wenn man als Unternehmen wahrgenommen werden will. Ein gelungener Film präsentiert die Vorteile des Unternehmens und seiner Leistungen sehr einprägsam. Und erreicht über das Web und die Nutzung von Social Media sehr viel mehr Zuschauer als früher.

Stackelberg: Das Web bietet heute aber auch fantastische Möglichkeiten für die Verbreitung von Videoclips. Ein gut gemachter Film mag zunächst auf YouTube hochgeladen, über den Facebook-Like-Button in Freundesnetzen bekannt gemacht und über Twitter verlinkt werden, um so im Idealfall in wenigen Stunden um den Erdball zu wandern. Social Media ist damit der entscheidende Kapazitätsverstärker für Bewegtbild.

Hankowiak: Das klingt ja grundsätzlich gut und alle freuen sich. Aber was ist ein gut gemachter Videoclip? Bewegtbild und Social Media in der modernen Kommunikation werfen neue und andere gestalterische und kommunikative Herausforderungen auf – gerade im B2B-Bereich. Was nützt es, wenn mit Wackelvideos oder sinnentleerten Social-Media-Aktivitäten eine Modernität gezeigt werden soll, die gar nicht vorhanden ist? Oder völlig verkehrt kommuniziert wird und der vermeintlichen Aussage jegliche Substanz fehlt? Nutzen, Spaß und Relevanz: Das sind die Gründe, warum sich Menschen im Internet mit einer Anwendung, einem Angebot oder einem Videoclip beschäftigen.

Stackelberg: Nun fragen sich neben den großen und bekannten Marken wie Coca-Cola, Hugo Boss oder Porsche natürlich auch Mittelständler, Städte und Gemeinden, Ministerien und die große Zahl der B2B-Unternehmen, ob und was sie im Bereich Social Media und Bewegtbild machen sollen. Worauf kommt es an?

Hankowiak: Hier gilt wie im klassischen Marketing und in der PR: Gute Strategien und Konzepte wollen wohl überlegt sein und haben ihren Preis. Natürlich gibt es Glücksfälle und überzeugende Ideen, die sich viral verbreiten. So wie der amerikanische Mixer-Hersteller, der so angetan von seinem Produkt war, das er darin nicht nur Gemüse und Eiswürfel, sondern sogar Holz zerkleinert hat. Das Video dazu war auf YouTube so erfolgreich, dass das Unternehmen daraus eine Serie entwickelte und alles Mögliche shredderte, bis hin zum iPhone.

Stackelberg: Solche Beispiele sind aber, wie Sie sagen, singuläre Glücksfälle. In den meisten Fällen geht es doch darum, Bedingungen zu schaffen, die einen Erfolg vielleicht nicht garantieren können, aber doch mit höherer Aussicht auf Erfolg ermöglichen. Im ersten Schritt sollte man sich überlegen, welche Kundengruppen denn Produkte und Dienstleistungen bei diesem Anbieter kaufen sollen. Was sind die Gründe, wofür steht das Unternehmen? Letzten Endes geht es um die filmische Umsetzung des USP – witzig und kurzweilig, anschaulich und unterhaltsam.

Hankowiak: Ja, es ist ein Bündel von Fragen, das zu beantworten ist. Dass sich viele aktuelle Themen, sei es Ideenführerschaft, attraktiver Arbeitgeber oder Innovationsführer filmisch umsetzen lassen, ist fast schon selbstverständlich. Mit keinem anderen Medium lassen sich komplexe Zusammenhänge oder Abläufe so hocheffizient aufzeigen. Kein anderes Element kann so sehr emotionalisieren wie ein Film.

(->Teil 2)

* Aktuell hat AV MEDIEN die Fashion Show von HUGO BOSS in Berlin gedreht, die übrigens Live auf der Unternehmenshomepage und bei Facebook zu sehen war. Darüber hinaus produziert die AV MEDIEN Gruppe Spielfilme, Imagefilme, Web-TV, Magazinbeiträge und News, aber auch Features über Kultur und Lokales, Reisemagazine, Stadtportraits, Veranstaltungsfilme, und vieles mehr für alle großen Sendeanstalten in Deutschland. Mit 45 festangestellten Spezialisten aus den Bereichen Fernsehen, Spielfilm, Industriefilm und Postproduktion gehört sie zu den großen Filmproduzenten hierzulande.

Unternehmen bewegen sich – ihre Kommunikation darf’s auch

Sympra Film in Print- und Onlinekommunikation sind inzwischen zusammengewachsen, genauso wie sich seit geraumer Zeit auch Bewegtbild mit anderen Kommunikationsformen vermischt: Rundfunksender oder Nachrichtendienste nutzen mittlerweile verstärkt Videoinhalte, um der Zielgruppe näher zu kommen, sich vielschichtiger darzustellen und um Mehrwert zu bieten. Journalisten, potenzielle Kunden und auch Bewerber suchen nicht mehr nur nach Texten im Internet, sondern genauso nach Bildern und Videos. Bewegtbildangebote dienen als Ergänzung von redaktionellen Inhalten und erreichen durch ihre einfache Verbreitung über Online-Portale neue Zielgruppen.

Betrachtet man die Stärken, die der Film gegenüber dem Text hat, ist der Trend zum Bewegtbild nicht verwunderlich. Ein gut gemachter Unternehmensfilm ist meist ansprechender als eine noch so schön gestaltete Unternehmensbroschüre – denn den Film kann ich mit allen Sinnen erfahren. Ich höre die Stimme des Geschäftsführers, sehe ihn und die Kollegen, das Arbeitsumfeld und vielleicht auch die angebotenen Produkte. Dies emotionalisiert viel stärker als die meisten anderen PR-Instrumente, ist aber trotzdem noch glaubhaft, denn: “Ich sehe es ja mit eigenen Augen”.

“Corporate Video ist nicht nur ein Trend, sondern ein wichtiges PR-Instrument. Und ein lohnendes noch dazu, denn ein und derselbe Film kann vielseitig wiederverwertet werden, sei es online auf der Unternehmenswebsite, im eigenen YouTube-Channel oder ganz klassisch am Messestand,” meint auch Helmut v. Stackelberg.

Und die Zahlen von YouTube unterstreichen die Bedeutsamkeit von Bewegtbildangeboten: YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine weltweit, 2010 hat YouTube mehr als 2 Milliarden Views pro Tag erzielt, 24 Stunden Videomaterial werden pro Minute hochgeladen. Zahlen, die zukunftsweisend sind, denn auch künftig werden bewegte Bilder weiter auf dem Vormarsch sein:  Hohe Bandbreiten, ausgereifte Soft- und Hardware (wie z. B. das iPad) eröffnen neue Möglichkeiten für Filme innerhalb des Kommunikations-Mix. Diese Filme sind immer mehr auf ihren Ausstrahlungsort – das Web 2.0 – angepasst und animieren zum Mitmachen (z. B. Tipp-Ex-Werbung)

Für diverse Kunden setzen wir Bewegtbild in der Kommunikation ein und integrieren es strategisch in das PR-Konzept. Und weil wir natürlich mit gutem Beispiel voran gehen wollen, haben wir von unserem Partner, der AV MEDIEN Gruppe in Stuttgart, auch einen Unternehmensfilm für Sympra produzieren lassen.

We proudly present:

Wir freuen uns, wenn der Film gefällt und sind gespannt auf die Kommentare und Meinungen!

iPhone-Apps: Marketing aus dem Baukasten?

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Seit Anfang November 2009 arbeite ich bei Sympra an meiner Diplomarbeit „Unternehmenskommunikation auf mobilen Endgeräten (im speziellen iPhone) im Zeitalter des Web 2.0“. Dabei möchte ich unter Anderem herausfinden, unter welchen Umständen iPhone-Apps Unternehmen tatsächlich Vorteile im Bereich Marketing und PR verschaffen können.

Was sind überhaupt diese „Apps“? Kleine Applikationen, Programme, die entweder kostenlos oder gegen eine Gebühr auf dem Gerät installiert werden und dem Nutzer dann Zusatzfunktionen bieten.

Ein neuer Vertriebsweg für Software entsteht, und die Dynamik ist wirklich beeindruckend, wie einige Zahlen belegen: Mehr als zwei Milliarden Mal haben Nutzer bereits Applikationen für das iPhone aus dem App Store von Apple heruntergeladen. Mittlerweile existieren dort mehr als 100.000 Apps. Täglich werden rund 6,6 Millionen Apps heruntergeladen.

Diese Zahlen versprechen ein enormes Potenzial. Dennoch nutzen die wenigsten Unternehmen bislang Apps als neuen Kommunikationskanal. Zu teuer die Entwicklung, zu groß die Herausforderungen beim Bekanntmachen der App, zu groß das insgesamt einzukalkulierende Risiko.

Eine Lösung für kleine Unternehmen könnten Baukastensysteme sein. Bei meiner Recherche bin ich auf ein solches gestoßen: http://swebapps.com ist eine Online-Plattform zur Entwicklung eigener Apps mit wenigen Klicks. Kostengünstig kann ein Unternehmen seine eigene Anwendung  innerhalb weniger Minuten erstellen. Wie das geht, zeigt das Video:

SwebApps 2.0 from Magaly Chocano on Vimeo.

Auf der Plattform sind zahlreiche Funktionen abrufbar. Interaktiver Rückkanal, Einbindung von Twitter – alles kein Problem. Doch was das Baukastensystem nicht liefert, ist die passende Strategie.

Dabei ist gerade die besonders wichtig. Während Baukasten-Apps für Großunternehmen uninteressant sind, fehlt bei den in Frage kommenden kleinen und mittleren Firmen häufig das Know-how in Sachen Mobile Marketing. Beratungsbedarf gibt es insbesondere in Sachen

  • Nutzer-Demografie und Affinität der Zielgruppen:
    Besteht eine gewisse Deckungsgleichheit zwischen den typischen iPhone-Nutzern und den anzusprechenden potenziellen Kunden?
  • emotionale Strahlkraft der Marke oder Einzigartigkeit/Nutzerwert der App:
    Eine iPhone-Applikation, die lediglich die im Web verfügbaren Informationen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung wiederkäut dürfte nicht attraktiv genug sein, um auch nur den Hauch einer Chance im Dschungel der Vielfalt haben, die in Apples App-Store herrscht
  • Einbindung in einen PR-/Marketing-Mix:
    Eine App allein wird nicht viel bewegen, wenn sie nicht von begleitenden Maßnahmen gestützt wird. Social Media Relations und Aktivitäten in Social Networks sind beispielsweise dazu geeignet, iPhone-Apps erfolgreich zu machen.



Nicht unwahrscheinlich, dass das Angebot an vorgefertigten Modulen für Apps künftig weiter wächst. Ich sehe hier einen ähnlichen Markt wie für Content-Management-Systeme wie Joomla. Auch sie ermöglichen ein komfortables Veröffentlichen von Inhalten – befreien den Websitebetreiber allerdings genauso wenig von der Notwendigkeit, Strategie und Konzept zu erstellen.

(Foto: mindonfire | flickr, Lizenz)

Ein Monat voller Social-Media-Events mit Sympra

Twitter in der Unternehmenskommunikation, Social-Media-Strategien, Web 2.0 und Wandel in der Medienbranche – Themen, die uns bei Sympra in den vergangenen Monaten immer intensiver beschäftigt haben und die immer stärker Einzug in Beratungsalltag und Tagesgeschäft halten. Im zurückliegenden Monat durften wir uns über mehrere sehr spannende Veranstaltungen zu dem Thema unter Sympra-Beteiligung freuen:

  • Social Media – Zukunft der Kommunikation oder Spielzeug für Web-Geeks?
    Die Wahrheit über Twitter, Blogs und soziale Netzwerke

    Das Besondere an diesem Event: Es handelte sich um eine Veranstaltung der Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V. (GPRA) in Zusammenarbeit mit den Agenturen komm.passion, talkabout communications, wbpr und Sympra. Vier befreundete (na gut: sicher zudem im Wettbewerb befindliche…) Agenturen innerhalb der GPRA hatten gemeinsam (!) unter GPRA-Dach ein spannendes Event auf die Beine gestellt, zu dem mehr als 100 Entscheider aus Unternehmen, Medienbranche und Institutionen gekommen waren – allesamt geladene Gäste – eine Top-Besucherqualität. Meines Erachtens ein tolles Beispiel für unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, die ohne Twitter nicht zustande gekommen wäre, denn nur aufgrund von Social Media und Social Networking sind wir Agenturen täglich so intensiv im Austausch und entwickeln solche Ideen.
  • Twitter in der Unternehmenskommunikation
    Das Event bei der MFG Baden-Württemberg (Innovationsagentur des Landes für IT und Medien) war überaus gut besucht, Sympra hat moderiert. Ein spannend besetztes Podium unter anderem mit Uwe Knaus von Daimler (@uknaus) diskutierte das Thema aus meiner Sicht wohltuend praxisnah und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Da kam der hemdsärmlige, aber erfolgreiche Einstieg der Sparkasse Pforzheim ebenso zur Sprache wie der Umgang mit Twitter bei einem Großkonzern wie Daimler. Rechtliche Aspekte von Twitter am Arbeitsplatz wurden ebenso diskutiert wie Kommunikationsstrategisches, begonnen bei der Notwendigkeit, vor dem Loslegen eine Social-Media-Strategie zu entwickeln, bis hin zu technischen Aspekten rund um Twitter-Keywords- und -Tools. Eine tolle Veranstaltung mit tollen Gesprächen während des offiziellen Teils und im Anschluss.
  • Ganztägiger Kundenworkshop mit einer kompletten Marketingabteilung
    Mit Marketing- und Werbeleuten aus völlig unterschiedlichen Altersgruppen und mit ganz unterschiedlicher Affinität zum Social Web konnte ich in der zweiten Oktoberhälfte bei einem ganztägigen Workshop rund um Social Media und Social Networking diskutieren. Von ganz persönlichen Fragen wie “Wer muss sich wie weit ins Web 2.0 hervorwagen, wenn wir erfolgreich sein wollen?” bis hin zur Definition unternehmensweit relevanter  Strategieentscheidungen sind wir dabei gekommen. Besonders erfreulich finde ich, dass mit dem Workshop nicht die Diskussion zu Ende war – sie wurde beim Kunden intern fortgesetzt, und ich bin sehr gespannt auf das, was daraus wird. Ich hoffe natürlich, dass wir als Agentur dann auch weiter dabei sein dürfen.
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Seminarpausen gab es auch! Zum Twittern natürlich.

Drei Highlights aus einem sehr, sehr interessanten Social-Media-Herbst bei Sympra, und es geht gerade so weiter! Wir freuen uns.

@jodeleit

Links:

Social Media – Zukunft der Kommunikation oder Spielzeug für Web-Geeks?

Die Wahrheit über Twitter, Blogs und soziale Netzwerke
Veranstaltungsinfo, Aufzeichnung und Folien
Interview Monty Metzger mit mir am Rande der Veranstaltung

Twitter in der Unternehmenskommunikation
Veranstaltungsinfo
Audio-Aufzeichnung
Folien

7. Oktober, 18.20 Uhr: Web-TV live – Die Wahrheit über Twitter, Blogs und soziale Netzwerke

Social Media – Zukunft der Kommunikation
oder Spielzeug für Web-Geeks?
Die Wahrheit über Twitter,
Blogs und soziale Netzwerke

Zap in

Zaplive-Kanal zum Event

Die Veranstaltung unter diesem Motto, die Sympra morgen zusammen mit der Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V. (GPRA) und drei befreundeten Agenturen in München durchführt, ist seit Tagen restlos ausgebucht. Es besteht aber die Möglichkeit, den Abend live im Internet zu verfolgen und sich via Twitter mit dem Hashtag #gpracsm an der Diskussion zu beteiligen. Am Veranstaltungsort wird eine Twitterwall installiert sein, die Ihre Beiträge für Publikum und Vortragende sichtbar macht. Ab 18.20 Uhr werden die Vorträge und die Diskussion auf der WebTV-Plattform Zaplive übertragen. Die Veranstaltung  können Sie aber auch über den hier in diesem Beitrag eingebundenen Player verfolgen!

Mehr zur Veranstaltung bei der Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V. (GPRA).

Wir freuen uns, wenn Sie mit dabei sind!

Die Sympra-Präsentationsfolien (Vortrag nach Plan gegen 19.30 Uhr) sind ab sofort hier sowie bei Sympra einsehbar.

Vortrag zu Social Media PR

 

Morgen, am 14. Januar, darf ich als Gastreferent Studenten im Bereich Unternehmenskommunikation über meine Erfahrungen im Bereich PR und Social Media berichten. Die Präsentation ist recht umfangreich geworden und steht nach der Veranstaltung (Update: ab sofort!) auch an dieser Stelle zur Verfügung. Vorab möchte ich ganz kurz einige Kernaussagen zusammenfassen:

  • Anhand aktueller Umfragewerte lässt sich belegen, dass Redaktionen überwiegend nicht aktiv im Web 2.0 recherchieren, auf der anderen Seite aber PR-Entscheider im In- und Ausland dem Thema Social Media Relations erhebliche Bedeutung in diesem und im nächsten Jahr beimessen. 
  • Klassische Medienarbeit verliert nicht etwa rapide an Bedeutung, dazu ist sie einfach zu effizient. Aber: Wer wirklich alle relevanten Multiplikatoren erreichen möchte, der muss sich auch auf die neuen Instrumente einstellen. Es ist angesagt, Social Media und Social Networking als zusätzliche Tore in die Öffentlichkeit zu betrachten.
  • Ich werde im Rahmen des Vortrags nochmals anhand einiger Beispiele darauf eingehen, dass Location Based Voting, mobile soziale Netzwerke wie heute schon aka-aki und brightkite und morgen sicherlich auch Facebook, Xing und andere dafür sorgen werden, dass Öffentlichkeitsarbeit künftig auch geobasiert denken muss – weil es eine digitale Reputation bestimmter Orte gibt und weil die bisher nur “im Internet” gelebten Social Networks via Smartphone plötzlich auch ins reale Leben Eingang finden.
  • Mit Hilfe offener und vor allem dialogorientierter, auf Standards basierender Lösungen (Blogs, Microblogging, Sharing, Tagging, RSS) kann PR ohne großen Investitionsbedarf auf den Trend zu Social Media reagieren. Medienarbeit der nächsten Generation mit einem zeitgemäßen Pressebereich auf einer Unternehmenswebsite geht schon heute auf die Bedürfnisse der Redaktionen ebenso ein wie auf die Blogosphäre und das Social Web.

Social Web Breakfast: Twitter zum Frühstück

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Suche auf der Twitter-Seite nach Socialbreakfast

Wohl kaum ein anderer Dienst beschäftigt die PR-Welt im Moment derart wie das Micro-Blogging-Tool Twitter. Zumindest konnte man an diesem Dezember-Morgen in Frankfurt diesen Eindruck gewinnen: Die Initiative Social Web World hatte zu einem Social Web Breakfast eingeladen. Und über 30 Interessierte sind gekommen. Die meisten davon PR-Leute, darunter viele passionierte Twitterer, passive (?!) Twitterer und ganz Mutige, die in der Runde erzählen, sie hätten noch nie getwittert.

Thema der Veranstaltung: Twitter & Co. im Einsatz der Unternehmenskommunikation – extern wie intern. Für das Impulsreferat sorgte Carmen Hillebrand. Schnell entwickelte sich eine rege Diskussion, in der bald klar wurde, dass alle ein bisschen (und manche mehr) wissen, aber keiner Antworten auf alle Fragen zu Twitter hat.

Intern macht vor allem der schnelle Wissensaustausch Sinn. Ganz wichtig ist es aber, vorher zu definieren über welche Themen getwittert werden soll. Gegebenfalls müssen Gruppen definiert werden. Ein wildes Drauflos-Zwitschern bringt nichts. Das bestätigen zwei Mitarbeiter der Daimler AG, wo Yammer, eine Lösung für firmeninternes Micro-Blogging im Einsatz ist. Das Projekt drohe einzuschlafen. Schuld daran sind nicht zuletzt Sicherheitsbedenken; denn schließlich läuft die Yammer-Kommunikation über einen externen Server in den USA. Nicht auszudenken, wenn diese Server gehackt werden. Inzwischen gibt es aber bereits Open-Source-Alternativen wie Identi.ca die auf eigenen Servern betreiben werden können.

Viel schillernder erscheint der Einsatz von Twitter für die externe Kommunikation. Twitter kann Sinn machen, um mit Redaktionen und Multiplikatoren in Kontakt zu treten. Dabei gelten die gleichen Spielregeln wie in Weblogs: Garantien und Kontrolle gibt’s keine. Man kann Kritik am Unternehmen oder Produkt nicht verbieten. Vielmehr müssen sich twitternde Unternehmen im Vorfeld überlegen, wie sie mit Gegenwind umgehen: Die Segel streichen und oder Fahrt aufnehmen und die direkte Ansprache suchen. Im Falle des Pharmaherstellers Johnson & Johnson wäre vermutlich der Dialog der bessere Weg gewesen. Denn erst der Rückzieher machte die Geschichte um eine missglückte Werbekampagne richtig publik.

Tenor der anwesenden Twitterer: Unternehmen sollten Micro-Blogging weniger als zusätzliches Medium sehen, um Informationen zu verbreiten, sondern vielmehr, um in Dialog mit Kunden und Öffentlichkeit zu treten. Da das spontan erfolgen muss, bleibt keine Zeit für Freigabeschleifen wie in der klassischen PR. Welcher Mitarbeiter (oder welche Agentur) den Twitter-Account betreut, muss daher wohlüberlegt sein.