Beiträge zum Schlagwort ‘ Vernetzung ’

DemokratieZweiNull: Eine Chronologie

Sympra goes Social Media: DemokratieZweiNull, ein integriertes Projekt mit Event und begleitender Online-PR, ist ein schönes Beispiel dafür, was sich mit Social Media und einem spannenden Thema innerhalb kürzester Zeit auf die Beine stellen lässt. Innerhalb von 14 Tagen konnte Sympra in diesem Fall eine Community rund um das Thema Social Media, Public Relations und Wahlkampf im Web aufbauen, die zum einen die geplante Veranstaltung vorbereitet und Networking im Vorfeld ermöglicht, zum andern aber auch über den Event-Termin hinaus bestehen bleibt.

Eine kleine Chronologie:

12. Februar 2009: Das Kernteam (Dusan Minic von anspruch, Veit Mathauer und Bernhard Jodeleit von Sympra) trifft sich am Vormittag bei Sympra zum Brainstorming und spricht über potenzielle Locations sowie das Motto für die Veranstaltung. WahlkampfZweiNull ist im Gespräch, doch DemokratieZweiNull setzt sich durch. Der Begriff kann auch über das Superwahljahr 2009 hinaus mit Leben erfüllt werden. Nachmittags ist die Domain demokratiezweinull.de registriert und aktiviert, ebenso der Twitter-Account “demokratie20″. Die technische Umsetzung beginnt am frühen Abend.

13. Februar, halb zehn am Morgen: “Der Rohbau für unsere Seite steht”, heißt es in einer E-Mail.

D20home1 in 16. Februar: http://demokratiezweinull.de erhält sein endgültiges Design. Letzte Blog-Funktionen werden implementiert, dazu gehörigen einige Plugins, der Spamfilter Akismet. Die Aufgaben der Autoren sowie der Moderatoren für die Kommentarfunktion werden verteilt. Die Aktions-E-Mail demokratiezweinull (at) sympra.de wird eingerichtet. Um 16.54 Uhr erscheint der erste Artikel auf der Website: “Ein Blog zum Event.”

17. Februar: Morgens um halb zehn twittert @demokratie20 zum ersten Mal. Inzwischen hat das Kernteam bereits etliche mögliche Locations besichtigt und angefragt. Es wird eng. Heute geht eine Anfrage an PricewaterhouseCoopers in Stuttgart auf den Weg – und diese Location in der Friedrichstraße 14 wird es dann auch.

18. Februar: PricewaterhouseCoopers sagt zu, die Location wird nach Besichtigung gebucht. Der Twitter-Account hat innerhalb von zwei Tagen 44 Follower gewonnen.

19. Februar: Zweiter Artikel im Blog ist online. Das Anmeldeformular zur Veranstaltung wird eingebaut.

21. Februar: Xing hat rechtzeitig zum Wochenende die beantragte Gruppe “DemokratieZweiNull – Wahlkampf im Web” eingerichtet.

23. Februar: Die Xing-Gruppe hat bereits 70 Mitglieder.

24. Februar: 100 Mitglieder bei Xing.

25. Februar: Das Blog DemokratieZweiNull wird erstmals als Quelle bei Rivva gelistet.

27. Februar: 174 Mitglieder in der Xing-Gruppe, bereits mehr als 40 Anmeldungen zum Event, insgesamt knapp 600 Unique Visits auf dem Blog DemokratieZweiNull und 202 Follower für den Twitter-Account @demokratie20. Das alles innerhalb von zehn Tagen. Drei Institutionen haben bereits angefragt, ob wir mit ihnen ein ähnliches Vortragsevent veranstalten möchten.

Resümee aus unserer Sicht ist: Mit dem richtigen Thema zum richtigen Zeitpunkt lassen sich Blogs und Social Networks ganz hervorragend nutzen, um eine interessierte Zielgruppe zusammenzuführen und für eine Sache zu begeistern. Wir freuen uns über den Erfolg von DemokratieZweiNull und auf eine spannende Veranstaltung am 25. März in Stuttgart.

Zur Projektwebsite: http://demokratiezweinull.de
Zum Twitter-Account: http://twitter.com/demokratie20
Zur Xing-Gruppe: https://www.xing.com/net/demokratiezweinull

Das Social Web als Echtzeit-Medium

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Notlandung im Hudson River (Foto: gregp!/flickr, CC-Lizenz)

Sowohl bei Journalisten als auch bei PR-Leuten verursacht das neue “Real Time Web” noch große Unsicherheit. Bis vor kurzem sah die Welt noch so einfach aus: Eine Meldung ist eine Meldung, wenn die erste große Nachrichtenagentur sie meldet. Punkt. Besser abgesichert ist sie, wenn die zweite Agentur sie ebenfalls gemeldet hat. Eigene Recherchen der Redaktion runden das Bild im besten Falle noch ab. Erst dann erfährt das Publikum draußen etwas.

So war das einmal. Web 2.0 in Echtzeit sorgt für vollkommen neue Spielregeln. Zu beobachten war dies gestern: Als US-Airways-Flug 1549 gestern auf dem Hudson River in New York zur Notlandung angesetzt hatte entstand innerhalb kürzester Zeit eine gigantische Aktivitätswelle im Social Web. “There’s a plane in the Hudson. I’m on the ferry going to pick up the people. Crazy”, meldete sich ein Augenzeuge direkt vom Ort des Geschehens.

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An die neue, rasch wachsende Rolle des Social Web bei Katastrophen und anderen Großereignissen werden wir uns gewöhnen müssen. Allerdings auch daran, dass die Informationen, die wir in solchen Situationen aus Quellen jenseits der etablierten Massenmedien beziehen, für viele Mensche nur sehr schwer einschätzbar sind. Die Notlandung gestern war dafür ein Paradebeispiel. Vor Ort waren nur sehr, sehr wenige Augenzeugen wie Twitternutzer @jkrums oder Flickr-Benutzer “grego!”, der dankenswerterweise auch das Foto in diesem Beitrag unter CC-Lizenz bereitstellt. Getwittert hat dagegen alle Welt – Hunderte Botschaften pro Minute mit Kommentaren, Fragen, Einschätzungen, Spekulationen. Völlig unmöglich aus Nutzersicht, den Wahrheitsgehalt einzuschätzen oder nur ansatzweise mit dieser Geschwindigkeit Schritt zu halten.

Drei spontane Schlussfolgerungen aus meiner Sicht:

Klassische Medien und Social Web ergänzen sich in solchen Situationen. Keine Frage: Im Social Web wird viel zitiert, spekuliert, ungefiltert und ungeprüft weitergegeben. Die Berichterstattung von CNN zu verfolgen war für mich die erste Handlung, nachdem die Realtime-Welle im Web aufkam. Auf Twitter & Co. als einzige Nachrichtenquelle würde ich mich in kritischen Situationen nie verlassen, erst gemeinsam mit anderen Quellen wird die Glaubwürdigkeit einschätzbar.

Es gibt einen aus meiner Sicht abstoßenden Trend zur Sensationsgier im Web 2.0. Kaum geschieht irgendwo auf der Welt ein Unglück, stürzen sich große Teile des Social Web darauf. Menschen bleiben eben Menschen – es ist desillusionierend, dass auch ein Medium mit demokratischen Strukturen wie das Web 2.0 bei Katastrophen zum Voyeurismus neigt. Böse Zungen wussten ja schon immer: Die klassischen Medien liefern dem Publikum eben doch nur, was es möchte.

PR-Menschen kommen am Web 2.0 in Echtzeit nicht mehr vorbei. Ob Flugzeug-Notlandung oder kursrelevantes Gerücht über ein Produkt – mit Social Media und Microblogging haben wir in der Medienlandschaft plötzlich Multplikatoren, die in einer nie geahnten Geschwindigkeit operieren. Twitter-Memes à la #twitternwiebeimuttern liefern bereits seit einiger Zeit den theoretisch-spielerischen Beweis. Jetzt sehen wir immer häufiger, wie das Social Web in Echtzeit mit etablierten Medien konkurriert, sie sogar überholt. Sicherlich werden in absehbarer Zeit Kurssprünge bei Unternehmen oder andere Ereignisse in der “realen Welt” (Insider sagen: Offline-Welt) durch Twitter & Co. ausgelöst. Massenpanik durch Web 2.0 wegen einer Ente über einen Atom-GAU? Heute noch nicht denkbar. Aber in zwei Jahren? Ich würde nicht dagegen wetten und weise auf die Sicherheitsprobleme rund um Twitter hin, erst neulich wurde unter anderem der Account von Barack Obama gehackt und zu Spam-Zwecken missbraucht. Gerüchte erhalten durch das Social Web eine noch nie dagewesene Kraft. Bedeutet für PR: Sorgsames Monitoring in Echtzeit löst den althergebrachten Clipping-Service eher heute als morgen ab, Konzepte für den Krisenfall müssen noch häufiger als bisher bereits vorbeugend erarbeitet und ständig aktualisiert werden. Was mich freut – der Job wird noch spannender.

http://www.twitter.com/jodeleit


Weihnachten bei Sympra

Letzten Freitag hatten wir Sympraner unsere alljährliche Weihnachtsfeier. Da wir nie wissen, was uns erwartet, stieg die gesammelte Mannschaft gespannt in die öffentlichen Verkehrsmittel (wir wussten nur, dass die Endhaltestelle Schreiberstraße ist) und haben dabei ganz nebenbei erfahren, wer noch nie eine Mehrfahrtenkarte gelöst hat. Icon Wink in  An der Endhaltestelle angekommen, erreichten wir nach kurzem Fußmarsch die Buchbinderei Schuster. Dort wurden uns die verschiedenen Druckverfahren erläutert und wir konnten anschließend bei einem Gläschen Sekt die Binde- und Prägemaschinen sowie die Stadtansichten begutachten.

Als Weihnachtsgeschenke wurden uns ganz “un-webzweinullig” sehr schöne rote Blankobücher (die haben wir uns schon lange gewünscht) mit eingeprägten Initialen überreicht. Von der Buchbinderei ging es zu Fuß weiter zu einem kleinen italienischen Restaurant, wo wir bis in die späten Stunden gemütlich bei gutem Essen, Wein und angeregten Diskussionen zusammen saßen. Unseren Geschäftsführern und Frau Fink (die Organisatorin im Hintergrund) vielen Dank für das schöne Fest!

Das gesamte Sympra-Team wünscht allen Blog-Lesern schöne Feiertage und einen guten Start für 2009!

Büroräume im Wandel – hat das traditionelle Office ausgedient?

Einzelbuero-300x214 in Wer sich täglich mit Kommunikation beschäftigt, sollte auch darüber nachdenken, ob sich im Zuge der veränderten Arbeitswelten nicht auch die räumlichen Bedingungen der Arbeitsplätze verändern müssten. Wenn dem so wäre, hätte dann die gute alte Bürozelle, deren Ende ja schon so häufig prognostiziert wurde, tatsächlich ausgedient? Wilhelm Bauer vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart ist sich sicher, dass dies so kommen wird. Die neuen modernen Bürowelten, die dann unsere Arbeitsplätze bestimmen werden, beschreibt er so: „Wir werden nicht mehr an singulären Bildschirmen, sondern in vernetzten Multimediaumgebungen arbeiten. Große Projektionsflächen werden die Besprechungsräume prägen. Die Mitarbeiter können sich auch durch Telepräsenz hinzuschalten und interaktiv alle Informationen bearbeiten.“

Die Zukunft wird demnach neuen, wandelbaren Büros gehören, in denen die Mitarbeiter als flexible Büronomaden von Tisch zu Tisch pendeln und nur für einen bestimmten Zeitraum in einem Team zusammenarbeiten. Die kleine Bürozelle, die in Deutschland noch immer einen überdurchschnittlich hohen Anteil von 70 % an den Büroarbeitsplätzen hat (ca. 30 % in USA, ca. 20 % in Großbritannien), ist für diese hybriden Arbeitswelten nicht mehr kompatibel. Außerdem stellt Wilhelm Bauer heraus: „Trotz eines nachgewiesenen Zusammenhangs zwischen Wohlfühlen und Motivation dienen Büros mehr denn je der Interaktion und nicht dem Rückzug. Es wäre falsch, Wohlfühlen allein auf die Raumform des Zellenbüros zu reduzieren.“ Der Rückzugsort des allseitig umschlossenen Büroraums wird sich in offene, nur durch Glaswände akustisch getrennte Raumbereiche verwandeln. Über den dadurch erzielten visuellen Kontakt wird das Gefühl der Teamzugehörigkeit unterstützt und der Teamgeist gestärkt.

Geht man davon aus, dass für das Büro der Zukunft vor allem dessen Flexibilität zählt, werden sich in den kommenden Jahren entscheidende Veränderungen ergeben. Ich denke, dass dies sicher nicht alle Branchen in gleichem Maße betrifft, doch gerade auch für den Bereich „Kommunikation“ wird diese Raumfrage und die Möglichkeit des Rückzugs in die eigene Zelle von zentraler Bedeutung sein. Und noch etwas kommt hinzu: parallel zur Grundrissfigur muss freilich auch die IT-Ausstattung eines Büros mit den Veränderungen Schritt halten: „Um Wissen überall zu jeder Zeit zur Verfügung zu stellen“, so Bauer, „brauchen wir Displays an möglichst vielen Orten, fest eingebaute und mobile.“ Schließlich zählt der möglichst schnelle Gedankenaustausch innerhalb eines Teams zu den wichtigsten Zielen der neuen Bürowelten. Unter diesen veränderten technischen und räumlichen Vorzeichen wird sich der Büroarbeitsplatz auf einen spürbaren Wandel einstellen müssen. Klar ist, dass es hierbei insbesondere darum geht, die Mitarbeiter durch ihr neues Arbeitsumfeld zu motivieren – oder noch besser, für sie ein „Reizklima für Höchstleistungen“ zu schaffen.

Quelle: KAP #2, Zeitschrift des KAP, Forum für Architektur, Technologie und Design; Köln 2008, S. 30 ff

I twitter therefore I am?

Photocase6qf78a8y1-300x289 in Facebook status messages, twitter et al have been playing a huge role in our society for some time now. At our last PRN meeting all the agencies confirmed the significant increase in online social media PR that they were doing. Not really a surprising development. A few years ago, I had lost all contact with most of my old school and uni friends – had no idea what was happening in their lives – were they married, were they divorced, were they still alive even? Now, Facebook not only allows access to their lives and core data: married, 2 children, interested in dogs, cats and the state of the world, but I’m also provided with information such as “I got into a scrap with the taxi driver last night” and “I had a wild time and spent the whole night suffering on for it” – really who cares? In the past year we have gone from absolutely no information to far too much information and more interestingly, information that is completely irrelevant and that no-one is even interested in. In a world of advertising and fierce marketing have we come to the point where we continually have to market ourselves? If we aren’t on Facebook, we have no face, we don’t exist? If we don’t continually write status messages, we have no status?

Sitting at the airport with a colleague a few weeks ago, he logged onto Twitter and read the following feed from a friend: “I’m sitting at the station in Berlin” – oh this begs, begs, begs the question “who really, really cares?”. Had he written “I’m sitting in Berlin and am surrounded by people who are bumping into me and are inconsiderate” or “The sun is shining and I feel positive”, I can do something with this information, I feel an emotion but what can I do with I’m sitting at the station – sorry, not interesting unless I am planning on picking him up. I wonder – is this one newsbyte the most he can say about himself? If that’s the most he has to say to put himself out there, let’s hope he doesn’t work in any kind of creative industry.

Is this what communication nowadays has come down to? Feeds that no-one is interested in – one way pieces of irrelevant communication? And if so, what are we supposed to do with this information? Can we possibly find it interesting because it shows a person’s attitude to everyday events – are we supposed to look behind the feed “I’m sitting at the station in Berlin” and meant to read “I’m busy and important because I am jetting around the country?” In effect, we have to “look behind” the twitter if we want a dialogue or conversation to go further – is this really communication now – one-liners that everyone ignores. Have we become a one-byte society? Do we have to put ourselves out there to show we exist – I twitter therefore I am?

Herzlich willkommen im Sympra-Blog!

Wir starten heute unser Blog, das Sympra Public Relations Blog! An dieser Stelle gibt’s ab jetzt Wissenswertes aus Public Relations, Social Media und Web x.0, Corporate Publishing und internationaler PR. Wir posten Interessantes aus den Themengebieten unserer Kunden – Telekommunikation, IT, Forschung, Wissenschaft, Automotive, Logistik – und geben Ihnen Einblicke in den Arbeitsalltag von Sympra.

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