Beiträge zum Schlagwort ‘ weihnachten ’

Heute vor 20 Jahren…

Weihnachtshaus-e1355483289786 in

Weihnachten 1992 war ein Besonderes. Ich feierte das „Fest der Feste“ nicht im Kreise meiner eigenen Familie, sondern ich war über den großen Teich gereist, in das Land der (damals noch) unbegrenzten Möglichkeiten, der unterschiedlichsten Lebenskonzepte sowie der zahlreichen Zeitzonen und Breitengrade. Mein Weg durch die USA begann in Atlanta (habe bislang keinen zweiten derart riesigen Flughafen erlebt), führte über die Schlittschuhbahn in Kansas City (mit klassischem Riesen-Tannenbaum im hellsten Lichterglanz – das Thema Energiesparen gab es damals noch nicht) über Las Vegas (nachdem es dort das ganze Jahr über blinkt, blitzt und flimmert, fiel hier die Weihnachtsbeleuchtung nicht weiter ins Gewicht) und den Grand Canyon (Schier unendlich. Gewaltig. Beeindruckend. Absolute Stille. Eine wahrhaft weihnachtliche Erfahrung.) nach Los Angeles. Die Stadt der Engel hatte sich für das bevorstehende Fest ebenfalls in Schale geworfen. Die Malls, die Christal Cathedral, der Walk of Fame – um nur ein paar wenige Orte zu nennen – glitzerten in schönster Farbenpracht. Was machte es da schon aus, dass die bunten Lichterketten nicht um Tannenbäume, sondern um meterhohe Palmen gewickelt waren, die Menschen in T-Shirts und Shorts herumliefen und dass statt des leise rieselnden Schnees schillernde Kolibris wie wild gewordene Hummeln durch die Luft brummten…

Das Gefühl der besinnlichen Adventszeit wollte sich an der Westküste angesichts der barfüßigen Spaziergänge am nahgelegenen Strand, dem Besuch von Seaworld in San Diego und dem Kurztrip ins heiße Tijuana mit seinen (damals noch) unbefestigten, sandigen Straßen und den ausgesprochen grimmigen Beamten an der Grenze zurück in die Staaten partout nicht einstellen. Der einzige Moment, an dem es mir dann doch etwas feierlicher ums Herz wurde, war, als ich mich im Kino völlig dem Genuss von „Bodyguard“ mit Whitney Houston und Kevin Costner hingab. In diesem Film war’s nämlich wirklich Winter – und wenn ich mich richtig erinnere, wurde während dieser 120 Minuten auch Weihnachten gefeiert.

Nun: Ordentlich Weihnachten gefeiert habe ich in jenem Jahr schließlich auch noch. In Topeka, Kansas. In einem mit viel Kreativität und Aufwand liebevoll herausgeputztem, typisch amerikanischen Vororthaus (mit offenem Kamin!), das vom Duft der Kerzen und dem Festtagsbraten erfüllt war. Ganz traditionell mit einem schön geschmückten Weihnachtsbaum (einer knapp zwei Meter hohen Fichte). Unter dem Berge von bunten Geschenken lagen. Und um das Klischee nun zu 100 Prozent zu erfüllen: Wir waren tatsächlich meterhoch eingeschneit – welche Pracht!

20-Jahre-Sympra 110217 Rz Regular-e1342435394295 in

 

 

In diesem Sinne: Merry Xmas – und naja, vielleicht werde ich mir um der Nostalgie Willen während all‘ der Familienfeierlichkeiten an den bevorstehenden Feiertagen doch wieder einmal nach langer, langer Zeit zwischendurch das Schicksal Whitneys und ihres Leibwächters zu Gemüte führen…

 

Bild: iStockphoto/Jay Spooner

8 Fragen zum Jahresende

  1. Elfyourself in Warum beginnen manche Unternehmen Mitte Dezember, eine Public-Relations-Agentur fürs Folgejahr zu suchen?
  2. Wer benutzt eigentlich noch diese großen A0-Jahresplaner, die man ab November in den Fachzeitschriften findet – im Schnitt 1 Planer pro Ausgabe. (Ich habe inzwischen gut drei Dutzend davon gesammelt).
  3. Was bringt eine Weihnachtskarte ohne Absender, auf der ich die Unterschrift partout nicht entziffern kann?
  4. Warum geben sich so viele Unternehmen und Organisationen so wenig Mühe mit ihren Weihnachtskarten? Ich meine: Ein gemailter Zweizeiler mit Bild von einem Christbaum oder einem Gletscher im Anhang verteilt a) an einen anonymen Verteiler (“Sehr geehrte Damen und Herren …”) oder b) an einen ca. 150 Mailadressen umfassenden Verteiler (aus Transparenzgründen alle Adressen ins An:-Feld kopiert) ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei.
  5. Was sollen eigentlich die Statusmeldungen auf XING “Ich wünsche meinen Geschäftspartnern ein erfolgreiches neues Jahr” oder auf Facebook “Nur noch fünf Tage bis Weihnachten und ich wünsche ein frohes Fest”?
  6. Wie viel Prozent der weltweiten Bandbreite gehen in den Tagen vor Weihnachten wohl drauf, damit minutenlange YouTube-Videos und soundunterlegte PPS-Dateien Freunde rund um die Welt erfreuen? Wie viele Gbit/s davon braucht die Übertragung der Fotos von Kindern in Engelskostümen mit 300 dpi im Format 21 x 29 cm?
  7. Wie viele Stunden Arbeitszeit werden in einer Volkswirtschaft für das Kreieren und Versenden eigener digitaler Weihnachtskarten (z. B. Nikolausmütze auf das Portraitbild der Website gebastelt) investiert?
  8. Warum gehen die letzten handgeschriebenen Weihnachtskarten am 23. aus dem Haus, wenn doch die meisten Empfänger bereits ab 20. nicht mehr arbeiten? Und vor dem 9. Januar auch nicht wieder mit der Arbeit beginnen?

Weihnachten bei Sympra

Letzten Freitag hatten wir Sympraner unsere alljährliche Weihnachtsfeier. Da wir nie wissen, was uns erwartet, stieg die gesammelte Mannschaft gespannt in die öffentlichen Verkehrsmittel (wir wussten nur, dass die Endhaltestelle Schreiberstraße ist) und haben dabei ganz nebenbei erfahren, wer noch nie eine Mehrfahrtenkarte gelöst hat. Icon Wink in  An der Endhaltestelle angekommen, erreichten wir nach kurzem Fußmarsch die Buchbinderei Schuster. Dort wurden uns die verschiedenen Druckverfahren erläutert und wir konnten anschließend bei einem Gläschen Sekt die Binde- und Prägemaschinen sowie die Stadtansichten begutachten.

Als Weihnachtsgeschenke wurden uns ganz “un-webzweinullig” sehr schöne rote Blankobücher (die haben wir uns schon lange gewünscht) mit eingeprägten Initialen überreicht. Von der Buchbinderei ging es zu Fuß weiter zu einem kleinen italienischen Restaurant, wo wir bis in die späten Stunden gemütlich bei gutem Essen, Wein und angeregten Diskussionen zusammen saßen. Unseren Geschäftsführern und Frau Fink (die Organisatorin im Hintergrund) vielen Dank für das schöne Fest!

Das gesamte Sympra-Team wünscht allen Blog-Lesern schöne Feiertage und einen guten Start für 2009!